Jugend - DFW

Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Jugend

Jugend
Center Shock der FJD    
Strömender Regen, Stau, Warten, nasse Klamotten ... Wer hätte gedacht, dass so ein wunderbares Wochenende anfangen kann.
Am 19.05 machte sich die Jugend auf in die Eifel. Genauer gesagt nach Woffelsbach, ein Ort, von dem keiner der Teilnehmer jemals gehört hatte, aber von dessen Schönheit schon bei der Ankunft jeder überrascht und begeistert war. Bis zu dieser Ankunft musste man sich, wie könnte es bei der freireligiösen Jugend auch anders sein, mit Stau und Wartzeiten rumschlagen. Allerdings, und auch das gehört zur freireligiösen Jugend, wurde aus der Not eine Tugend gemacht und die Wartezeit für gemeinsames Spielen und der Stau für ausgiebige Gespräche genutzt. Sowohl die Strecke über die Autobahn als auch die Serpentinen gegen Ende, die auf dem Navi nach mindestens 2386-Grad-Kurven aussahen, wurden ohne Zwischenfälle zurückgelegt. Zwölf Mann, auf ein Auto und einen kleinen Bus verteilt, der während der Fahrt durch lautes Mitsingen von bekannten und mehr oder weniger musikalisch hochwertigen Songs, zum „Partybus“ umfunktioniert wurde, kamen gegen 21:00 Uhr am Ziel an.
Das Nabedi-Dorf begrüßte uns ohne Regen, sodass rasch alle Koffer, Kisten, Kartons und Taschen auf die Blockhütten und den großen Gemeinschaftsraum verteilt wurden. Das große Gemeinschaftshaus, mit ausladender Küche und einen unglaublichen Ausblick auf den Rursee wurde innerhalb von Minuten als vorübergehende Heimat anerkannt und so bald wie möglich mit dem Kochen begonnen, um die knurrenden Mägen zu füllen. Nach dem Essen bleib noch Zeit gemeinsam zusammenzusitzen, zu spielen, zu lachen und auf besseres Wetter zu hoffen, bevor man nach und nach schlafen ging.
Und tatsächlich begrüßte uns der nächste Morgen mit strahlend blauem Himmel und warmen Temperaturen. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnten wir es daher auch kaum erwarten, endlich auf den See zu kommen. Denn für den Samstag war eine Kanadiertour geplant. Zunächst musste erst einmal der eigentlich nicht vorhandene Unterschied zwischen Kanadier und Kanu geklärt werden und wie man eigentlich die Paddel so benutzt, dass man auch dahin kommt, wo man hin will. Nach den Sicherheitsvorkehrungen und Trockenübungen ging es dann endlich los: Der erste Kanadier wurde zu Wasser gelassen. In insgesamt drei Kanadiern mit jeweils vier Personen paddelte die Jugend bei bestem Wetter über den See. Erstaunlich schnell fühlten wir uns mit den Kanus vertraut und wurden kreativ, wenn es darum ging, durch rhythmisches Rufen die einheitliche Paddelgeschwindigkeit anzugeben. Aus „Uuund HOP“ wurde „Vaanille EIS“, oder Zutaten für ganze Obstsalate wurden während der Fahrt über das Wasser gerufen.
Zwischenzeitlich zog sich der Himmel zu und Wind kam auf. Pünktlich zu den ersten Regentropfen erreichte der Trupp jedoch die Insel, auf der unter dem schützenden Blätterdach gepicknickt wurde. Dennoch konnten wir so spüren wie anfällig man auf dem Wasser gegenüber dem Wind ist und praktisch zwei Wettersituationen in einer Tour erleben. Nachdem der leichte Regen sich wieder gelegt hatte, sprangen alle wieder in die Kanadier und paddelten Richtung Heimathafen.
Es bleibt zu sagen, dass kein Kanadier gekentert und niemand ins Wasser gefallen ist. Dennoch gehört es wohl dazu, nicht ganz trocken aus dem Boot zu steigen, vor allem bei einem Spiel mit schwimmenden Plastikbällen gegen Ende ging die Prämisse kein Wasser ins Boot zu spritzen unter.
Ein Tag auf dem Wasser macht hungrig und so wurde auch an diesem Abend beim Essen gut zugelangt. Das Wetter lud zu einem Spaziergang am See oder zum Sternegucken vom Steg aus ein, bevor sich nochmal alle im Gemeinschaftshaus zusammenfanden, um den Abend ausklingen zu lassen.
Nachdem wir sonntagmorgens gemütlich die Reste des Vortages frühstückten, machten wir uns daran, uns für die Rückreise bereit zu machen. Wir packten unsere Sachen zusammen und räumten die zwei Häuser und natürlich auch die Küche auf. Wie immer teilten wir uns in Tec-Teams auf, um möglichst schnell fertig zu werden. Nachdem wir fertig mit dem Packen, Klären und Putzen waren, luden wir den Bus und Max seine Conny (ja, sein Auto hat einen Namen).
Dann machten wir uns auf den Weg, aber noch nicht nach Hause, sondern ein kleines Stücken weiter zu einer Waldlichtung mit einem älteren Wohnwagen, in dem Material für das Bogenschießen war. Wir bauten die Scheiben auf und Max erklärte, wie man Bögen spannt und wie man mit ihnen umgeht. Zuerst sollten wir versuchen, alle Pfeile nah beieinander auf die Scheibe zu schießen. Im Laufe des Vormittags wurden die Spiegel (Punktescheiben) angebracht, um die Schwierigkeit zu erhöhen. Für alle, die bis zum Ende Kraft hatten, gab es ein kleines Wettschießen auf Luftballons, die auf den Scheiben angebracht waren. Alle hatten enormen Spaß. Nach dem alle genug geschossen und wir aufgeräumt hatten, machten wir uns auf die Heimreise. Erst nach Offenbach und schließlich nach Mannheim. Es war ein Wochenende, das man nie mehr vergisst und immer wieder machen möchte.

 
Berlin-Ausflug mit Jugendlichen
 
Vor kurzem haben Jugendliche, die an der diesjährigen Jugendfeier des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland teilgenommen haben, einen Tagesausflug nach Berlin unternommen. Im Mittelpunkt stand der Besuch des Zeiss-Großplanetariums in Berlin-Prenzlauer Berg, wo wir das Programm „Die Magie der Schwerkraft“ erlebten. Schwierige astronomische und astrophysikalische Sachverhalte wurden verständlich und anschaulich dargebracht. Es war ein besonderer und unvergesslicher Besuch.
 
Danach haben wir uns den Alexanderplatz in Berlin-Mitte mit den verschiedenen Sehenswürdigkeiten angeschaut. Zum Ausklang des Tages sind wir gemeinsam ins Kino gegangen.
 
Dr. Volker Mueller

Für die Jugendaustauschreise nach Indien anmelden!
Eine  Jugendgruppe aus dem Havelland wird im Rahmen des  Jugendaustauschprogrammes des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland  e.V. (HFH) vom 22. Oktober bis 5. November 2017 nach Indien reisen. Die  Reise wird durch das Landesjugendamt mit Mitteln des Bundesjugendplans  und durch das Jugendamt Havelland gefördert; der Eigenanteil beträgt  400,00 €. Seit 1996 gibt es einen fruchtbaren und kontinuierlichen  Jugendaustausch mit der Partnerorganisation des HFH im indischen  Unionsstaat Andhra Pradesh, dem Atheist Centre in Vijayawada.
Der  humanistische Jugendaustausch gibt Jugendlichen aus Deutschland und  Indien die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, um ihr  Verständnis für eine andere Lebensgestaltung zu fördern und ein  tolerantes Miteinander über ihre kulturellen und sozialen Grenzen hinaus  zu leben. Die Aufnahme von Kontakten und Freundschaften, das  Kennenlernen der Familien und die Einbindung der Jugendlichen in die  aktuellen Lebensbedingungen vor Ort, lassen eine starke Verbundenheit  entstehen und eine größere Sensibilität bei den jungen Leuten erfahren,  welche diese in ihr eigenes Land wieder mitnehmen. Toleranz und  Humanität stehen im Vordergrund.
Die diesjährige Jugendbegegnung steht unter dem Thema: Lebenslagen und Perspektiven junger Menschen – Jugendkulturen und Freizeitverhalten junger Menschen. Die deutschen und indischen Jugendlichen lernen dabei das jeweils andere Land und ihre Menschen kennen, vor allem Kultur, Religionen und Weltanschauungen, soziale Lebenssituationen,das Bildungssystem und Lerneinstellungen, das Verhältnis von Mann und Frau, das indische Kastensystem, Probleme der Ernährung und des Gesundheitssystems sowie Armut und Reichtum als  krasse Gegensätze. Fakten des Lebens, die sonst nur aus Schule,  Fernsehen, Computer oder vom Hörensagen gekannt werden, sind direkt  erfahrbar. Die eigene Lebenseinstellung steht auf dem Prüfstand. In  vielen humanistischen Interaktionen mit jungen Indern in Schulen und  Jugendeinrichtungen, in sozialen Projekten und in abgelegenen Dörfern  usw. und in gemeinsamer praktischer Arbeit wird das anfangs Unbekannte  und Fremde zu etwas selbst Erlebtem und individuell Erfahrenem, zu einem  freundschaftlichen Miteinander. Die teilnehmenden Jugendlichen erfahren  ihre Eindrücke meist als "unvergessliche Erlebnisse", welche ihr Leben  und ihre Lebensanschauung sehr stark beeinflussen. Ihre Weltsicht, ihr  kultureller Horizont und ihre soziale Einstellung ändern sich.
Schwerpunkt  werden die von der deutschen Jugendgruppe betreuten mehrtätigen  Projekttage in einer Schule sein. Mit vielfältigen Bildungs-, Kultur-,  Sport- und Freizeitaktivitäten soll eine gemeinsame Zeit des  Kennenlernens und Fröhlichseins für junge Inderinnen und Inder mit uns  gestaltet werden.
Wer von den  jungen Leuten zwischen 16 und 25 Jahren aus dem Landkreis Havelland gern  an der Jugendaustauschreise nach Südindien teilnehmen möchte, kann sich  bewerben unter:
Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V., 4641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42.
Dr. Volker Mueller     


Geschichts-Workshop und Exkursion:
„Jugend unter Hitler“
In den Osterferien hat der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. in Falkensee für interessierte junge Leute einen zweitägigen Geschichtsworkshop zum Thema „Jugend unter Hitler“ erfolgreich durchgeführt.
Fragen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts insbesondere vor und während des 2. Weltkrieges wurden in offener Weise am ersten Tag diskutiert. Mit verschiedenen Materialien und Filmen konnte das historische Wissen vertieft werden. Im Vordergrund standen der besondere Platz der Jugend in der Hitler-Diktatur, die psychologische Beeinflussung junger Menschen zwischen 1933 und 1945, die Geschichte des deutschen Faschismus und seiner Verbrechen sowie aktuelle Tendenzen des Nationalsozialismus. Herausgearbeitet werden konnten Vorurteile, Fake-Informationen und menschenverachtende Herangehensweisen, aber auch rassistische und fremdenfeindliche Grundtendenzen in Vergangenheit und Gegenwart.
Die Exkursion am zweiten Tag führte nach Berlin-Mitte zu wichtigen Erinnerungsstätten und geschichtsträchtigen Orten. Mit eigener Führung wurden die Ausstellung „Topographie des Terrors“ und die Ausstellung zum Holocaust-Mahnmal besucht. Am Mahnmal wurde der fast 6 Millionen ermordeten europäischen Juden gedacht.
Dr. Volker Mueller

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü