DFW

Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften


    • Einladung zur Philosophischen Matinee in Falkensee
    • Zeitalter der Vernunft - Was können wir von Thomas Paine lernen?
    • Buch der Freien Akademie zur Macht der Bilder und Sprache erschienen
    • Religion ist keine Identität
    • Seminar-Einladung: "Integrieren statt separieren"

                    Religion ist keine Identität
                    Als vor 1400 Jahren ein religiöser und besonders politischer Mann  die Menschen um ihn herum sowohl „überzeugte und zwang“, seine Religion anzunehmen und entschied, für sie daraus eine Identität zu machen, war diese persönliche Entscheidung der Auslöser für die Kriege zwischen Ost und West der folgenden Jahrhunderte. Diese Jahrhunderte waren nur bekannt durch barbarische Handlungen unter der Überschrift „verbreite meine Religion, die meine Identität ist“. Und diese wurde die dominierende, weil der Gott dieser Religion nicht nur immer verlangt, dass man sie annehmen soll, sondern sie auch verbreiten soll. Es gab seither das, was im Osten als „al foutouhat’’ oder Heiliger Krieg bekannt war, und auf der anderen Seite wurde es „Kreuzzüge“ genannt. Jahrhundertelang litt die Menschheit unter diesem Konflikt, nur weil einige Menschen dachten, Religion sei ihre Identität. ... weiterlesen ...

                    Zeitalter der Vernunft – was können wir von Thomas Paine lernen?
                    Lapidar stellte Olaf Christensen* schon zu Beginn klar, dass Paine mit seinem Beitrag „Age of Reason“ der Welt um 200 Jahre voraus war. Paine kämpfte für die Rechte des Einzelnen, für Gewissensfreiheit. Über alle Religionen setzte er die Vernunft, über alle Könige die Menschen und über alle Menschen das Gesetz.
                    Im Gefängnis, in das er wieder einmal wegen des Pochens auf Rechten des einzelnen Menschen eingeliefert wurde, widerlegte er aus seinem Gedächtnis heraus ohne zusätzliche Unterlagen die märchenhaften Erzählungen der Bibel. Freiheit und Gleichheit aller Bürger war der Grundtenor seiner Menschenrechte.
                    Mit der Schrift „The American Crisis“ versuchte er die demoralisierten Truppen George Washingtons zu motivieren und Paine war davon überzeugt, die Menschenrechte in die zu formulierende Verfassung der 13 nach Unabhängigkeit von England strebenden Staaten bringen zu können. Er wurde enttäuscht, da er auch als erster Außenminister der USA nicht durchsetzen konnte, die Sklaverei in USA abzuschaffen. Dies wäre Voraussetzung gewesen, Menschenrechte in der neuen Verfassung zu verankern. Er kehrte nach Europa zurück. Im August 1789 gelang es ihm, seine 17 Punkte in die Französische Verfassung zu bringen. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wurde zum Schlagwort der Französischen Revolution.
                    In der Klingberger Reihe Nr. 8 „Menschenrechte statt Extremismus“ haben wir diese Geschichte nachgezeichnet.
                    Erst Lincoln „issued on 1st January 1863 the Emancipation Proclamation that declared forever free those slaves within the Confederacy“. In der Diskussion zu Olafs Vortrag wurde noch herausgearbeitet, dass die 17 Punkte Paines durch 30 Punkte der universellen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (VN) von 1948 nur abgeschwächt wurden, um in einem politischen Kompromiss die Sowjetunion und China zur Zustimmung der Menschenrechtserklärung der VN zu bewegen. Paines Punkt 2 wurde nämlich weggelassen, der da heißt: „Der Zweck jeder politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unantastbaren Menschenrechte. Diese sind das Recht auf Freiheit, das Recht auf Eigentum, das Recht auf Sicherheit und das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung.“
                    Es entstand das Problem, an dem der Sicherheitsrat der VN bis heute scheitert, denn seine Handlungsrichtlinie wurde durch diesen politischen Kompromiss eliminiert. Artikel 2 der Universellen Menschenrechtserklärung von 1948 wurde zu einem allgemeinen Statement hinsichtlich ...“Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer und sonstiger Anschauung, nationaler und sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“ degradiert. Dieses Problem setzt sich fort mit der Nichtanerkennung des 2002 gegründeten Internationalen Strafgerichtshofes von Den Haag durch die ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Russland und China.
                    Politische Kompromisse lösen keine Grundsatzprobleme, sie verschieben sie nur!
                    Horst Prem

                    *) aus einem Vortrag von Olaf Christensen vom 24.6.2018 in München

                    FA-Band 37: Macht der Bilder, Macht der Sprache
                    Das Thema „Macht der Bilder, Macht der Sprache“ steht über dem Band 37 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Wir leben in einer Welt voller Bilder, allein, wenn wir an die vielen Bilder denken, die durch die Medien und vor allem die Werbung auf uns einströmen, oder die viele Zeit, die Menschen an ihrem Computer oder ihrem Smartphone verbringen. Aber wir leben auch in einer Welt mentaler Bilder von Vorstellungen, Simulationen, Erinnerungen. Angst und Freude sind von schlechten und schönen Bildern begleitet. In diesem Buch sind die Bildsprache des 20. und 21. Jahrhunderts in Werbung und politischem Zusammenhang, die Sprache des Rechtspopulismus und grundlegende Bilder im Reden über Soziales und die Wirtschaft thematisiert worden. Welche Rolle spielen mentale Bilder für Wahrnehmen und Erkennen, für den Zusammenhalt der Gesellschaft, für gesellschaftliche Prozesse? Erscheint unsere menschliche Sprache deutlich mehr als nur durch das gesprochene Wort?
                    In diesem Buch haben Expertinnen und Experten aus den Kognitionswissenschaften, den Bildwissenschaften, der Philosophie und der Ökonomie zusammengewirkt. Wieder wurde eine Synthese aus fruchtbarem interdisziplinärem Ansatz von Wissen, Information und Urteil erreicht.
                    Herausgeber des Buches sind Prof. Dr. Walter Otto Ötsch gemeinsam mit Prof. Dr. Silja Graupe. Walter O. Ötsch hatte zugleich die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai 2017 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Das Buch beinhaltet  Beiträge und Ergebnisse dieser Tagung.
                    Autorinnen und Autoren sind Walter O. Ötsch, Silja Graupe, Kirstin Zeyer, Dirk Schindelbeck, Stephan Pühringer/ Judith Egger, Peter Assmann, Tina Bär und Christian Michelsen.
                    Dr. Volker Mueller
                    183 Seiten | Berlin 2018 | ISBN 978-3-923834-35-8 | 19,90 €
                    Das Buch ist über den Angelika Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, www.lenz-verlag.de, zu beziehen.

                    Sagen können, was man denkt.
                    Leben können, wie man will.
                    Rückblick auf die Veranstaltung „Verfolgte Humanist*innen“ am 21. Juni 2018 in Berlin
                    Die Freiheit des Denkens und des Glaubens sind kostbare Menschenrechte, die längst noch nicht in allen Ländern der Welt geachtet werden. Auch Atheist*innen und Humanist*innen sind oftmals Opfer von staatlicher Ungleichbehandlung, Unterdrückung und Verfolgung, weil sie an herrschenden religiösen Glaubensvorstellungen zweifeln. Zum Welthumanistentag am 21. Juni 2018 lud der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften in Kooperation mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg und der Humanistischen Akademie zu der Diskussionsveranstaltung „Verfolgte Humanist*innen“ ein.
                    Gary McLelland, geschäftsführender Direktor der Internationalen Humanistisch Ethischen Union (IHEU) stellte den jährlich erscheinenden Freedom-of-Thought-Bericht vor, der die internationalen Entwicklungen im Bereich Glaubens- und Meinungsfreiheit dokumentiert und analysiert. In vielen Ländern werde „religiöser Frieden“ sehr eng definiert und ausgelegt, wie McLelland berichtete. Das habe zur Folge, dass Humanist*innen, Atheist*innen und Nicht-Religöse in ihren Menschenrechten nicht geschützt werden. ...weiterlesen...

                    Integrieren statt separieren -
                    Nachhaltigkeit im Werteunterricht erreichen
                    Einladung zum Seminar in der Jugend- und Bildungsstätte Klingberg
                    Extremismusprävention beginnt im Werteunterricht an den Schulen. Wesentliche Elemente dazu haben wir in der Klingberger Reihe Nr. 9 unter diesem Stichwort zusammengetragen. Mit der Konzeption, viele Konfessionsunterrichte entsprechend einer pluraler werdenden Gesellschaft in der Schule zu etablieren, fahren wir gegen die Wand. Tolerenz ist im geschlossenen Klassenverband überhaupt erst lernbar. In getrennten Konfessionsunterrichten nach Artikel 7(3) GG, die ja Bekenntnisunterrichte sind, wird die Integrationsfähigkeit einer pluralen Gesellschaft aufs Spiel
                    gesetzt.
                    Ist unser GG reformbedürftig? Wo muss der Integrationsunterricht im GG verankert werden? Oder ist das bereits eine europäische Aufgabe wie in der Klingberger Reihe Nr. 6 beschrieben? Nach dem Urteil des BVerfG von 1987 ist der Religionsunterricht: „...keine überkonfessionelle
                    vergleichende Betrachtung religiöser Lehren, keine Morallehre, Sittenlehre, historische Religionskunde, Religions- oder Bibelgeschichte. Sein Gegenstand ist vielmehr der Bekenntnisinhalt, nämlich die Glaubenssätze der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Diese als bestehende Wahrheit zu
                    vermitteln, ist seine Aufgabe.“
                    Ist so der Zusammenhalt einer pluralen Gesellschaft zu schaffen?
                    Wir laden Sie herzlich ein, ihre Sicht der Integrationsfähigkeit der pluralen Gesellschaft mit uns zu diskutieren.
                    Horst Prem


                    Veranstalter ist der Trägerverein Jugend- und Bildungswerk Klingberg e.V.


                    Dachverband Freier Weltanschauungs-gemeinschaften: Hauptversammlung in Mannheim am 10.11.2018 mit Festveranstaltung am 11.11.: „170 Jahre Revolution – es wird mal wieder Zeit“
                    Am Samstag, 10. November 2018, findet die nächste Hauptversammlung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften statt. Gastgeber ist diesmal die Freireligiöse Landesgemeinde Baden, die ihre Räume in Mannheim, L 10, 4-6, zur Verfügung stellt.
                    Auf der Tagesordnung stehen neben Berichten aus den zehn Mitgliedsverbänden des DFW, aus der politischen, sozialen und internationalen Arbeit auch Wahlen und wichtige Planungen für die Zukunft des Dachverbandes. Am Nachmittag wird es Zeit für spontane Gesprächsrunden geben, die sich aus den aktuellen Anlässen ergeben werden, sowie einen Spaziergang durch Mannheim. Am Freitag Abend davor findet eine Präsidiumssitzung ebenfalls in L 10 statt. Am Sonntag, 11. November 2018, findet eine Festveranstaltung statt zum Thema: „170 Jahre Revolution - es wird mal wieder Zeit“.
                    Ortrun Lenz

                    Glaub es oder nicht – es ist mein Recht!
                    Humanisten und Religiöse vereinen ihre Kräfte zu einer Kampagne für die Freiheit der Religion oder der Weltanschauung in der Welt
                    Brüssel, 26. Juni 2018 - Die Europäische Humanistische Föderation (EHF) freut sich darüber, dass die Kampagne „Believe it or not! It’s my right“ (Glaub es oder nicht! Es ist mein Recht [https://forb-defenders.org] ins Leben gerufen wurde, und zwar gemeinsam mit der European Platform against Religious Intolerance and Discrimination (EPRID), Christian Solidarity Worldwide (CSW) und der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU).
                    Die Kampagne verfolgt drei Hauptziele: Aufmerksamkeit erwecken hinsichtlich der Freiheit der Gedanken, des Gewissens, der Religion oder des Glaubens (FoRB [freedom of thought, conscience, religion or belief]), weltweite Solidarität ausdrücken mit Leuten die wegen ihrer Gedanken und ihres Glaubens diskriminiert und verfolgt werden, ganz gleich ob diese religiös sind oder nicht, und Gesetzgeber, Politiker und Diplomaten aufzurütteln, damit sie diese Rechte in der Welt verteidigen und schützen. >>>weiterlesen...


                    Bericht Frauenseminar in Offenbach/Main
                    Vom 13.–15. April 2018 fand das Seminar der Frauen-AG im Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands in Offenbach/Main statt. Die Frei-religiöse Gemeinde stellte ihre Räumlichkeiten am Schillerplatz für die Frauen zur Verfügung.
                    In diesem Jahr gab es Vorträge, einen Besuch im Experiminta (Frankfurt), Diskussionen und Beiträge jedweder Art zum Thema „Frauen in technischen Berufen“. Frau Ina Manthey, Mitglied im Deutschen Ingenieurinnenbund, führte spannend in das Thema ein. Dabei wurde nicht nur festgestellt, dass in etlichen Bereichen der technischen Berufe Frauen immer noch unterrepräsentiert sind, sondern auch, dass die Schere der Gehälter immer noch weit auseinander geht. Beim Besuch der Experiminta konnten dann viele aufgebaute Versuche zur Optik, Akustik aber auch andere Experimente selbst ausprobiert werden. >>>weiterlesen...

                    Amtsmissbrauch statt Engagement für Selbstbestimmung
                    Das am Wochenende bekannt gewordene Schreiben von Staatssekretär Lutz  Stroppe vom Bundesgesundheitsministerium vom 29.06.2018 an den  Präsidenten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte  (BfArM), in dem dieser angewiesen wird, den vorliegenden Anträgen auf  Erwerb einer todbringenden Dosis von Betäubungsmitteln nicht zu  entsprechen, ist klarerweise rechtswidrig. Mit diesem Schreiben  ignoriert das Gesundheitsministerium die Entscheidung des  Bundesverwaltungsgerichts vom 02.03.2017. Gemäß § 121  Verwaltungsgerichtsordnung ist die Exekutive einschließlich des  Gesundheitsministeriums an die höchstrichterliche Rechtsprechung  gebunden.
                    Die derzeit 108 Personen, die aufgrund des  Grundsatzurteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 02.03.2017 einen  begründeten Antrag auf Erlaubnis zum Erwerb einer tödlichen Dosis  Natrium-Pentobarbital gestellt haben, haben bisher keine adäquate  Antwort erhalten. Das gilt u. a. für die sieben Antragsteller/innen, die  von der DGHS unterstützt werden und von denen bereits zwei  Antragstellerinnen verstorben sind. Diese offensichtliche  Verzögerungstaktik auf dem Rücken schwerstkranker Menschen ist inhuman.  Offensichtlich stellt der Minister seine eigenen Wertüberzeugungen über  das auch ihn bindende höchstrichterliche Urteil. >>>weiterlesen...

                     
                    Die bisherigen und künftigen Aufgaben der konfessionell unabhängigen Bildungsinstitution Freien Akademie e.V. wurden auf der Mitgliederversammlung am 10. Mai 2018 beraten. Die wissenschaftlichen Tagungen, die Herausgabe der Schriftenreihe der Freien Akademie, eigene Arbeiten zur Vor- und Frühgeschichte der Freien Akademie, eine gute Öffentlichkeitsarbeit und eine zielführende Zusammenarbeit mit anderen Institutionen standen und stehen im Vordergrund. Die Freie Akademie wird ihre erfolgreiche wissenschaftliche und vor allem interdisziplinär angelegte Arbeit für alle Interessenten weiterführen. Gute und interessante Angebote werden weiterhin unterbreitet.
                     
                    Die weitere Finanzierung der Arbeit der Freien Akademie wurde ebenfalls offen erörtert. Dabei wurden Weichen für einen nachhaltigen Einsatz unserer vorhandenen Ressourcen gestellt. Wichtig sind dabei auch, neue Mitglieder zu gewinnen und mit anderen Institutionen zu kooperieren.
                     
                    Das Präsidium wurde planmäßig gewählt: Als Präsident der Freien Akademie wurde Dr. Volker Mueller (Falkensee) wiedergewählt. Weiterhin wurden gewählt: als Vizepräsidenten Dr. Dieter Fauth (Würzburg) und Christian Michelsen (Falkensee) und als weiteres Präsidiumsmitglied Winfried Zöllner (Berlin).
                     
                    Mit großem Dank für ihr enormes Engagement für die Freie Akademie wurden Dr. Martin Scheele (Brieselang) und Tina Bär (Berlin) aus dem Präsidium verabschiedet. Sie kandidierten nicht wieder.
                    Dr. Volker Mueller

                    Humanismus gemeinsam gestalten
                    In den letzten fünf Jahren ist zwischen dem Humanistischen Verband Hessen und der Humanistischen Gemeinschaft Hessen (HuGH) eine enge Verbindung gewachsen.
                    Neben dem persönlichen Austausch war dabei auch immer die organisatorische Partnerschaft wichtig. Im praktischen Bereich konnte die JugendFEIER und der Lebenskundeunterricht von der Zusammenarbeit beider Organisationen und der guten Vernetzung zu den anderen Landesverbänden des HVD profitieren. In den politischen und gesellschaftlichen Aktionen haben wir gemeinsam mit einer Stimme gesprochen. So kam der Wunsch auf, die zwei Verbände mit denselben Zielen auch organisatorisch zusammenzuführen.
                    Um die gemeinsamen Kräfte zu bündeln, hat die Landesmitgliederversammlung des HVD Hessen im Januar den Auftrag gegeben, der traditionsreichen und mitgliederstärkeren Humanistischen Gemeinschaft Hessen beizutreten. >>>weiterlesen...

                     
                    Wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie über Das menschliche Gehirn auf der Frankenakademie Schloss Schney in Lichtenfels vom 10.-13.05.2018
                    Dr. Volker Mueller und Tina Bär gestalteten gemeinsam die Einführung in die Tagung, indem sie interessante Themenaspekte zur Sprache brachten sowie die 30 Tagungsteilnehmer miteinander ins Gespräch brachten. Zunächst blickte Mueller kurz auf die Evolution des menschlichen Gehirns und berichtete, dass das Gehirn des Menschen in den letzten 1 Mio. Jahren relativ zum Körpergewicht mehr als bei jeder anderen Gattung gewachsen sei. Heute sei das Gehirn beim Menschen relativ zum Körpergewicht gesehen so schwer wie bei keinem anderen Lebewesen. Werkzeug- und Waffenherstellung seien für die Ausbildung der technischen Intelligenz wichtig gewesen. Aber die eigentliche Triebkraft für die Entwicklung des menschlichen Gehirns seien soziale Herausforderungen gewesen. Schimpansen z.B. können ca. 55 Mitglieder in Gruppen überblicken, der Mensch Gruppen von ca. 200 Mitgliedern. Das entspricht der Größe von frühgeschichtlichen Jagdgruppen. Komplexere Formen der Informationsverarbeitung werden von den jüngsten Regionen des menschlichen Gehirns bewältigt, der erweiterten Hirnrinde. In der Hirnforschung gibt es viele Fragen, die auch nach großen Anstrengungen der Fachwelt ohne gesicherte Antwort bleiben. Unter der Moderation von Tina Bär sprach anschließend jeder Teilnehmer kurz über eines seiner Interessen am Tagungsthema. Hier kam rein Neurologisches zur Sprache, die Wechselwirkung von Psychosozialem und Neurologischem; Religionen bzw. Philosophie und Ethik aus neurologischer Sicht, z.B. das Verhältnis von Materiellem zu Nichtmateriellem, also z.B. Biochemische zu geistigen Prozessen, aber auch die Frage nach dem freien Willen und der menschlichen Verantwortung. Interesse fand auch das Verhältnis von künstlicher zu menschlicher Intelligenz. Bei einem anschließenden Quiz gab es überraschende Einsichten: z.B. werden im Gehirn pro Sekunde 1 Mio. Verknüpfungen hergestellt. Weiterhin war interessant, dass die lebenserhaltenden Funktionen beim Menschen vom ältesten Teil des Gehirns, dem Hirnstamm gesteuert werden, der im Inneren des Gehirns sitzt. Diese existentiellen Funktionen sind Herzschlag, Atmung, Wärme-, Wasser- und Energieverbrauch des menschlichen Körpers. Die elektrischen Reize, die für den Austausch zwischen den Neuronen sorgen, haben die Geschwindigkeit eines Rennautos mit 360 km/h. >>>weiterlesen...

                    Nachruf für Franz M. Wuketits
                    Die Freie Akademie und viele Freundinnen und Freunde und Wissenschaftskolleginnen und -kollegen haben einen großartigen Mitstreiter für Wissenschaft und freie Forschung verloren. Prof. Dr. Franz M. Wuketits ist am 6. Juni 2018 in Wien verstorben. Als Mitglied der Freien Akademie und langjähriges Mitglied ihres Wissenschaftlichen Beirates hat er Spuren in der Entwicklung der Freien Akademie hinterlassen. Mit präzisem Verstand, wissenschaftlicher Redlichkeit, hohem fachlichen Engagement und weitreichenden Fachkenntnissen hat er durch seine interdisziplinären Ideen und durch seine Vorträge auf unseren wissenschaftlichen Tagungen, die er auch mehrfach geleitet hatte, unsere freiakademische Arbeit wesentlich mitgestaltet. Vor allem in den Biowissenschaften, der Entwicklungstheorie, der Ethik und der Philosophie hat er Bleibendes beigetragen.
                    Franz M. Wuketits, Jahrgang 1955, studierte von 1973 bis 1978 Zoologie, Paläontologie, Philosophie und Wissenschaftsgeschichte an der Universität Wien. Nach seiner Protomotion (1978) erhielt er im Jahr 1980 dort die Lehrbefugnis.
                    Er lehrte und forschte am Institut für Philosophie der Universität Wien mit dem Schwerpunkt Philosophie der Biowissenschaften und erhielt Lehraufträge und Gastprofessuren an mehreren anderen Universitäten (Universität Graz 1987–2004, Technische Universität Wien 1998–2003, Universität der Balearen in Palma de Mallorca 2006/ 2008/ 2009/ 2010).
                    Seit 2002 war Franz Wuketits Vorstandsmitglied des Konrad-Lorenz-Instituts für Evolutions- und Kognitionsforschung in Altenberg an der Donau. Er war in mehreren wissenschaftlichen Beiräten – wie dem der Giordano-Bruno-Stiftung und dem der Wiener Bibliotheksinitiativen – sowie in Beiräten wissenschaftlicher Zeitschriften tätig. Er war ordentliches Mitglied der naturwissenschaftlichen Klasse der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
                    Er hat über 40 Bücher und etwa 500 Publikationen vorgelegt. Er war Herausgeber und Mitherausgeber von ca. 20 Sammelbänden.
                    Als freier und anregender Denker und kreativer Humanist bleibt uns Franz Wuketits in lebendiger Erinnerung. Seine bemerkenswerte Art, das Wesentliche zu erkunden und von verschiedenen Sichtweisen zu erörtern, und seine wohlwollende Kollegialität haben wir sehr geschätzt. Noch auf unserer letzten FA-Tagung im Mai 2018 hätten wir gern seinen Vortrag zur Evolution des menschlichen Gehirns, wie mit ihm vorbesprochen, gehört und diskutiert. Leider kam es nicht mehr dazu.
                    Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seiner Familie.
                    Wir werden ihn vermissen und sein Andenken und wissenschaftliches Erbe in Ehren halten.
                    Dr. Volker Mueller
                    Präsident der Freien Akademie

                     
                    Werteunterricht für alle:  Zum Gelingen einer Integration braucht es alle Bürger*innen!
                    Seit Jahren schon plädiert der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V. (DFW) für einen verpflichtenden religionskundlichen und werteorientierten Ethik-Unterricht, an dem alle Schüler gemeinsam teilnehmen.
                    Die veränderten religiösen und weltanschaulichen Verhältnisse in Deutschland, in dem immer mehr Religionen vertreten und darüber hinaus immer mehr Menschen konfessionsfrei sind, erfordern ein Umdenken auf diesem Gebiet. Wissen über andere Religionen, Weltanschauungen und Kulturen, über Zusammenhänge im globalen Geschehen und allgemeine Grundsätze der Ethik sind heute mehr denn je gefordert, um Vorurteilen und Ausgrenzungen schon frühzeitig zu begegnen und Toleranz gegenüber Andersdenkenden und -lebenden zu fördern.
                    Das Wissen um Grund- und Menschenrechte, um die daraus resultierenden Pflichten, und der Respekt vor anderen Weltanschauungen, Religionen und Kulturen gehören zu einer grundlegenden Bildung. Unberührt davon bleibt das Recht der Eltern, ihre Kinder in ihrer Weltanschauung und Religion zu erziehen, und das Recht der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften auf Durchführung eines zusätzlichen Bekenntnisunterrichts bestehen.
                    Der Dachverband ist bereit, im Interesse der konfessionsfreien Menschen bei der Einführung und inhaltlichen Ausgestaltung eines solchen allgemeinen Unterrichts, zu der auch das Wissen um eine humanistische Lebensauffassung gehört, mitzuwirken.
                    Der DFW lehnt grundsätzlich einen Sonderunterricht für bestimmte Schülergruppen ab, alle Schüler*innen sollen gemeinsam lernen und sich dadurch besser kennenlernen und verstehen.
                    Renate Bauer

                     
                     
                    Keine Moderne ohne Humanismus
                    Zuerst möchte ich den Familien und Freunden und meiner ganzen Nation (Algerien) mein tiefstes Mitgefühl zu den Verlusten nach dem Flugzeugabsturz im letzten Monat aussprechen. 275 Söhne, Mütter, Väter und beste Freunde starben an diesem Tag; und von diesem Ort aus und als Mensch, nicht nur als Humanist, fühle ich schmerzhaft mit all denen, die die Toten kannten und mit dem ganzen Land …
                    Von diesem Ausgangspunkt aus fand ich mich veranlasst, über ein Thema zu sprechen, das - oder sollte es wenigstens - das grundlegende und angeborene  Merkmal unseres Menschseins darstellt, nämlich das „Mitgefühl“. >>>weiterlesen...
                    Wenn eure Freiheit unsere freien Menschen tötet
                    In den letzten Wochen wurden die internationalen Ereignisse bestimmt durch die iranische Meuterei oder Revolution, eine Rebellion der Menschen gegen den „Staat der Imame“, gegen die theokratische Herrschaft über das Land. Das ganze Land war auf den Straßen unterwegs, nicht gegen Religion, denn die meisten sind Muslime, sondern gegen den Zwang zur Religion und zu deren Eingriff in ihren Alltag, gegen deren Nutzen als Verfolgungswaffe.
                    Auf jeden Fall kann man in diesen Aufbrüchen die starke Präsenz der Frauen feststellen, Frauen, die vor allem ihre Schals, „Schleier“, in den Händen halten, sie auf Stöcken drapieren und damit winken, als würden sie den Schal selbst exekutieren, Frauen, die zum ersten Mal Luft zu holen scheinen, die Freiheit zum Leben wenigstens einmal leben.
                    Die Welt zu einem besseren Ort machen
                    Europa und darin die ansteigende Zahl von Immigranten, die sich auf diesem Kontinent  ansiedeln, stehen vor vielen Herausforderungen. Das fängt mit ihrem Empfang an und geht bis zur Zukunftsvision, wie sie sich niederlassen und Teil der Gesellschaft werden.
                    Und die anstrengendste Frage verbirgt sich in dem einen Schlüsselwort: „Integration“, denn der Erfolg dieses Prozesses wird die Stabilität der Gesellschaft bewahren.
                    Hier versuche ich meine Vision zu diesem Thema vorzutragen, eine Vision, die nicht sehr optimistisch erscheint, aber es ist eine Sicht von innen heraus, von einem Neuankömmling  in Europa, der Teil der  gleichen Gemeinschaft ist und den gleichen Hintergrund hat wie viele, die hier nach Europa kommen. >>> weiterlesen ...
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