2015-1 - Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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2015-1

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Veranstaltung "Die letzte Hilfe!"
Ärzte aus dem In- und Ausland diskutieren über Suizidhilfe“
am Samstag, 20. Juni 2015, 19.30 Uhr, in Berlin

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 870.000 Menschen, die meisten von ihnen im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Wer sein Leben lang in Selbstbestimmung gelebt hat, will diese im Sterben nicht aufgeben. Daher kommt den Ärzten bei der Sterbebegleitung und -hilfe eine besonders wichtige Aufgabe zu. Aber wer entscheidet, wie weit sie dabei gehen dürfen? Im Deutschen Bundestag wird darüber debattiert. Daher will die DGHS mit Ärzten und Experten aus dem In- und Ausland in einer öffentlichen Podiumsdiskussion über deren Erfahrungen bei der Suizidhilfe sprechen.
Zu der Veranstaltung unter dem Titel:
„Die letzte Hilfe!
Ärzte aus dem In- und Ausland diskutieren über Suizidhilfe“
laden wir sehr herzlich ein. Teilnehmer sind u. a.:

  • Dr. Erika Preisig, Hausärztin und Sterbehelferin in der Schweiz, www.lifecircle.ch

  • Thomas Sitte, Hausarzt, Vorsitzender der Deutschen Palliativstiftung

  • Peg Sandeen, Sprecherin von „Death with Dignity“, US-Bundesstaat Oregon

  • Fione Zonnevold, Sprecherin „Nederlandse Vereniging voor een Vrijwillig Levenseinde“ (NVVE), Niederlande.

  • Experten aus Belgien und Luxemburg sind angefragt.

  • Es moderiert DGHS-Vizepräsident Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher.

Termin: Samstag, 20. Juni 2015, 19.30 Uhr
Ort: „Kleist-Saal“ in der „Urania“,

An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg (nahe U-Bhf. Wittenbergplatz)
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht ausdrücklich erforderlich, erleichtert aber unsere Planung. Schreiben Sie dafür kurz an die E-Mail-Adresse: presse@dghs.de.
Pressekontakt: Wega Wetzel M. A., Katja Winckler M. A., Tel. 030/21 22 23 37-22/-23.

Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben, kurz DGHS, ist die bundesweit älteste und größte Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie versteht sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 als Bürger- und Menschenrechtsbewegung zur Durchsetzung des Patientenwillens und des Selbstbestimmungsrechts des Einzelnen. Ziel ihrer Arbeit ist, dass Artikel 1 GG, die unantastbare Würde des Menschen, auch im Sterben gewahrt bleibt. DGHS – Mein Weg. Mein Wille.

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. Kronenstr. 4, 10117 Berlin, Tel: +49 (0)30/212 22 33 70, Fax: +49 (0)30/21 22 23 37-77 Internet: www.dghs.de V.i.S.d.P.: Elke Baezner
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Sterbehilfe: Fast jeder zweite niedergelassene Arzt möchte Suizidbeihilfe leisten dürfen

GfK-Studie der DGHS belegt Diskrepanz zwischen Ärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery und Ärzteschaft

Praktizierende Ärzte wollen selbst entscheiden, ob sie schwerstkranken unheilbaren Patienten Suizidbeihilfe leisten – oder nicht. Sie sind für die Erhaltung ihrer Gewissensfreiheit. Genauer: Fast jeder zweite befragte Arzt (45 Prozent). Dies geht aus einer GfK-Studie hervor, die von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. in Auftrag gegeben worden war. Zwischen Ende Oktober und Anfang November 2014 war ein repräsentatives Panel von 500 niedergelassenen Fachärzten für Allgemeinmedizin und/oder Innere Medizin mit Praxen in der Stadt und auf dem Land rund um das Thema „Sterbehilfe“ befragt worden.
66 Prozent aller Befragten akzeptieren Sterbehilfe unter bestimmten Umständen. Ärzte sind für Suizidbeihilfe, wenn der Patient urteilsfähig ist und mehrfach Suizidwünsche geäußert hatte, ergab die Befragung des Nürnberger Marktforschungsinstituts. 88 Prozent der Befragten, die die Beihilfe befürworten, sind der Ansicht, dass ärztliche Suizidbeihilfe durch urteilsfähige Patienten erleichtert werde.
Dass praktizierte Suizidbeihilfe durch den Arzt nicht das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem Patienten mindere, darin ist sich mehr als jeder dritte befragte Befürworter sicher (33 Prozent der befragten Befürworter). Der Großteil der befragten Ärzte, die in Großstädten praktizieren, sieht sogar keine Gefahr darin, dass das Vertrauensverhältnis Schaden nehmen könnte.
Anders als Bundesärztekammer-Chef Frank Ulrich Montgomery es Mitte Dezember vergangenen Jahres vor Journalisten im Haus der Berliner Pressekonferenz konstatiert hatte, besteht keineswegs eine Einigkeit unter den Ärzten bezüglich der Sterbehilfe. „Sieben von 17 Landesärztekammern folgen nicht dem Verdikt Montgomerys, dass Ärzte beim Sterben, aber nicht zum Sterben helfen sollen“, betont Elke Baezner, Präsidentin der DGHS. „Und das aus gutem Grund. Sie wollen ihre Gewissensfreiheit behalten. Daher setzen wir uns dafür ein, ein Sterbehilfe-Verbotsgesetz von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Co. zu verhindern.“
Zum Hintergrund:
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. setzt sich für das Recht jedes Menschen auf Selbstbestimmung bis zum Lebensende ein und ist gegen ein Verbot der Beihilfe zum Suizid. Schwerstkranke sollen frei entscheiden dürfen, ob sie sich für eine palliative Versorgung am Lebensende oder für einen  ärztlich assistierten Freitod entscheiden. Die DGHS plädiert dafür, die Wahlfreiheit für die jetzt bereits erlaubten Sterbehilfeformen zu erhalten. Im März 2014 hatte sie mit anderen humanistischen Organisationen „Zehn Leitsätze gegen ein strafgesetzliches Verbot der Beihilfe zum Suizid“ vorgestellt. Ihre im Oktober 2014 gestartete Kampagne „Letzte Hilfe“ hatte bundesweit für Furore gesorgt.

Wega Wetzel M. A., Pressesprecherin DGHS e. V., Tel:  0 30/21 22 23 37-22
E-Mail: wega.wetzel@dghs.de

Katja Winckler M. A., Pressereferentin DGHS e. V., Tel:  0 30/21 22 23 37-23
E-Mail: katja.winckler@dghs.de

presse@dghs.de
Internet: www.dghs.de
Facebook: facebook.com/DGHSde

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Unitarier im Gespräch mit der Politik
Treffen mit Volker Beck, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

Am Montag, 13. April 2015, trafen sich Dr. Jörg Last und Kerstin Salerno mit dem Bundestagsabgeordneten Volker Beck, Mitglied des Bundestags (MdB), Bündnis 90/Die Grünen, in seinem Wahlkreisbüro in Köln. Bündnis 90/Die Grünen ist nach aktuellem Kenntnisstand die einzige Partei in Deutschland, die das hochaktuelle Thema „Religion" als gesellschaftlich wichtige Aufgabenstellung bearbeitet. Ziel des Treffens war es, die Unitarier mit ihren religiösen Besonderheiten ins Bewusstsein der Politik zu bringen.

Trotz des extrem überfüllten Terminkalenders von Volker Beck hat er sich die Zeit genommen, um die Unitarier näher kennen zu lernen. (Der Name ‚Unitarier‘ war ihm bereits bekannt.) Das zeugt von hohem Engagement und einem ehrlichen Willen zur vorbehaltlosen Bearbeitung der Materie im Rahmen der politischen Willensbildung. Als eher kleine Organisation stehen die Unitarier nicht per se im Fokus der Betrachtungen. ... weiterlesen ...

Dr. Jörg Last, Geistiger Rat (links), und Volker Beck, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

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Wie wollen wir sterben? Selbstbestimmung auch am Lebensende?

Die Gesellschaft für Politische Bildung e.V. lädt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben DGHS und der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung der Stadt Würzburg vom 13. bis 14.06.2015 in die Akademie Frankenwarte Würzburg zum Seminar ein.
Zur Einladung geht es >>> hier ...

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Herzlichen Glückwunsch zum
60. Geburtstag, Thomas Lasi!

Thomas Lasi, seit 1986 Landesprediger der Freireligiösen Landesgemeinde Baden, feiert seinen 60. Geburtstag und auch die Mannheimer Freireligiösen gratulieren ihm ganz herzlich.
Der in Heidelberg am 28.05.1955 geborene, studierte Philosoph und ev. Theologe, wirkt in den Gemeinden Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim und Konstanz.

Zur Freireligiösen Bewegung, die Religiosität als Lebenshaltung der Ehrfurcht vor dem Leben versteht, den Menschen zu Humanität verpflichtet und sich an den Menschenrechten orientiert hat er direkt nach dem Studium seinen Weg gefunden. Eine Religionsgemeinschaft, die ohne feste Dogmen oder Glaubenssätze und ohne eine Gottesvorstellung auskommt, findet der Philosoph Thomas Lasi auch heute noch faszinierend und sie bietet ihm ein abwechslungsreiches und spannendes Arbeitsgebiet.
Thomas Lasi vertritt dabei in der Gemeinschaft der Freireligiösen einen pantheistischen Gottesbegriff, für den „Gott eins ist mit dem Kosmos und der Natur“. Die Offenheit der Freien Religion für die vielfältigen Vorstellungen zwischen Agnostizismus, Atheismus bis hin zum Pantheismus gibt ihm bis heute Kraft und Freude, als Landesprediger für die Idee der Freireligiösen zu werben. So ist es für Thomas Lasi selbstverständlich, dass er neben seiner Tätigkeit als Landesprediger auch die Arbeit des Redakteurs der Monatszeitschrift Wege ohne Dogma/Freie Religion gerne auf sich nimmt.

Roland Weiß

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Unitarier laden ein zum Pressegespräch
am Samstag, den 23. Mai 2015,
um 11.00 Uhr
im Parkhotel „Prinz Carl",
Prinz-Carl-Anlage 10-14,
67547 Worms

Spuren lesen – Wege bahnen

10.00 Uhr Eröffnung des Unitariertags 2015 durch Präsidium, Vorstand und Geistigen Rat im Großen Saal
11.00 Uhr Pressegespräch
Wir freuen uns, dass neben den Präsidiumsmitgliedern Freya Bednarski-Stelling und Micha Ramm weitere führende Mitglieder der Unitarier zugegen sein werden und die Unitarier vorstellen.
Um Anmeldung wird gebeten an: kerstin.salerno@unitarier.de
Wir freuen uns auf Sie.
Dr. Jörg Last mit dem Organisationsteam
und vom Präsidium Freya Bednarski-Stelling und Micha Ramm

Hintergrundinformationen

Die Unitarier sind eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft freien Glaubens, die sich als frei von dogmatischen Zwängen und unumstöß Lehrmeinungen sieht. Gleichwohl gibt es gemeinsame Grund wie die Achtung vor dem Leben, Toleranz gegenüber Anders und die Erfahrung religiöser Gefühle, die in den unitarischen Grundgedanken zum Ausdruck gebracht werden. So ist auch das Thema des aktuellen Unitariertags, „Spuren lesen – Wege bahnen", als zentrale Motivation unitarischer Religion zu sehen, die es ermöglicht, unter respektvoller Beachtung bestehender Strukturen neue Wege zu erkunden und gangbar zu machen.

Kontakt für inhaltliche Fragen zu den Deutschen Unitariern:
Freya Bednarski-Stelling, Mitglied des Präsidiums
Tel.: 06172 / 7 52 17
Mail: freya.bednarski-stelling@unitarier.de
Frau Bednarski-Stelling steht für Interviews
und Fragen zur Verfügung.

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955 / 7 46 39 10
Mobil: 0151 / 52 96 75 97
Mail: kerstin.salerno@unitarier.de


29. Unitariertag in Worms
Spuren lesen – Wege bahnen

29. Unitariertag in Worms, Foto: Gabriele Berger

Worms. Vom 22.-25.Mai 2015 treffen sich unter diesem Motto Freunde freier Religion aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt zum Unitariertag 2015 im Wormser Parkhotel „Prinz Carl" – um zu feiern, zu diskutieren, zu musizieren und Gemeinschaft zu erleben. Das diesährige Motto „Spuren lesen – Wege bahnen" lädt ein, sich mit den Spuren der bisherigen unitarisch-freireligiösen Entwicklung zu beschäftigen, freie Religion aktiv zu leben und gemeinsam neue Wege zu religiöser Eigenständigkeit zu entwerfen.
Seit 1959 richten die Deutschen Unitarier alle zwei Jahre ein überregionales Treffen an wechselnden Orten in Deutschland aus. Der 29. Unitariertag kehrt zu den Wurzeln der unitarisch-freiprotestantischen Bewegung in Deutschland zurück. 1876 wurde die Religionsgemeinschaft Freier Protestanten in Alzey gegründet. In Worms ist die Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V. seit 1950 unter diesem Namen ins Vereinsregister eingetragen.

Traditionell startet der Unitariertag mit einer öffentlichen Morgenfeier, zu der auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist – diesmal am Samstag, den 23. Mai 2015, um 10.00 Uhr im Parkhotel „Prinz Carl". Das Präsidium, der Bundesvorstand und der Geistige Rat begrüßen die Gäste und Teilnehmer mit einer feierlichen Ansprache. Die Morgenfeier am Sonntag wird Gunde Hartmann halten, langjährige Präsidentin der Deutschen Unitarier und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Sie ist eine unermüdliche Mahnerin und führt mit einfachen und doch eindringlichen Worten die Quintessenz des Lebens vor Augen. „Das Eintreten für die richtige Sache und Unterstützung zu leisten, ist Quelle einer großen persönlichen Befriedigung", so Gunde Hartmann. Ihr Leben ist geprägt vom Einsatz für eine freiheitliche Gesellschaft.
Die Unitarier sind eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft freien Glaubens, die sich als unabhängig von dogmatischen Zwängen und unumstößlichen Lehrmeinungen sieht. Es gibt gemeinsame Grundvorstellungen, wie die Achtung vor dem Leben, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Erfahrung religiöser Gefühle, die in den unitarischen Grundgedanken zum Ausdruck gebracht werden.


Dr. Jörg Last. Leiter des Organisationsteams des 29. Unitariertages in Worms

So ist das Thema des aktuellen 29. Unitariertags, „Spuren lesen – Wege bahnen", als zentrale Motivation unitarischer Religion zu sehen, die es ermöglicht, unter respektvoller Beachtung bestehender Strukturen neue Wege zu erkunden und gangbar zu machen.
Das Organisationsteam um Dr. Jörg Last hat für den 29. Unitariertag in Worms ein sehr anregendes Programm zusammengestellt, das das Interesse von Teilnehmern aller Altersklassen weckt und zum Mitmachen einlädt. Neben unterschiedlichen Arbeits- und Diskussionskreisen sind die Morgenfeier mit Gunde Hartmann am Sonntag, die Matinée am Montag und der Poetry-Slam die Highlights. Begleitend wird eine „Unitarier-Expo" stattfinden, eine Ausstellung, auf der sich befreundete Organisationen sowie unitarisch geprägte Wirtschafts präsentieren können. Das Rahmenprogramm bietet Exkursionen in und um Worms, einen Frühschoppen und einen Bunten Abend. Die Jugend übernachtet im angrenzenden Zeltlager und freut sich über viele altersgerechte Programmpunkte. Besucher und interessierte Gäste sind zur Eröffnungsfeier am Samstag herzlich willkommen.
Mehr Infos und Anmeldung auf www.unitarier.de

Kurzportrait der Deutschen Unitarier als Hintergrundinfo.


Kontakt für inhaltliche Fragen zu den Deutschen Unitariern:
Freya Bednarski-Stelling, Mitglied des Präsidiums
Tel.: 06172 / 7 52 17 --- Mail:  freya.bednarski-stelling@unitarier.de
Frau Bednarski-Stelling steht für Interviews und Fragen zur Verfügung.

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955-7463910
Mobil: 0151-52967597
Mail: kerstin.salerno@unitarier.de

Platz für Humanisten
Der Bund für Geistesfreiheit München ruft zu einer besonderen Aktion in München auf. Startschuss für die Kampagne "Platz für Humanisten".  soll in 14 Tagen sein, da zeigt sich der säkulare Humanismus auf Münchens Straßen: Corso Leopold, München, 16. und 17. Mai 2015.
Inzwischen haben weit mehr als 50 % der Münchner den Amtskirchen den Rücken gekehrt und sind konfessionsfrei. Diese inhomogene Gruppe ist, ähnlich den Nichtwählern, aber nirgendwo repräsentiert und wird als relevanter Faktor der Stadtgesellschaft nicht wahrgenommen oder sogar ignoriert. Der Platz für Humanisten ist eine Möglichkeit, dies zu ändern. Ein breites Bündnis säkularer, religionsfreier und gottloser Gruppierungen wird das „fröhlich lachende Gesicht des Humanismus” auf dem größten Straßenfest der Republik, dem Corso Leopold, repräsentieren. Dabei steht nicht die Kritik an der Religion oder den Kirchen im Vordergrund, sondern das Angebot der säkularen Humanisten für eine tolerante offene Weltsicht, bei der es mit rechten Dingen zugeht. Auf den Menschen kommt es an! Das Programm steht - stay tuned!

Samstag 16.5.2015
16.00 Musikalischer Auftakt
17.00 Die Gedanken sind frei, poetisch musikalische Lesung
18.00 Ohne Glaube ist kein Staat zu machen? – Politiker diskutieren das Thema
19.00 Phillip Möller, Isch hab Geisterblitz
20.00 Säkularer Humanismus, wer oder was ist das? – Die einzelnen Gruppierungen stellen sich vor
21.30 Edlrost Musik, Bayrischer Balkan Soul

SONNTAG 17.5.2015
11.00 Philosophisches Weißwurstfrühstück
11.30 Sunday Assembly Kick off
12.00 Screwed, Pop und Rock
13.00 Erziehen ohne Religion – Lesung und Diskussion
14.00 Jakob Bruckner, Singer Songwriter
15.00 Humanes Sterben - ein Menschenrecht? – Franz-Josef Koller, Uwe-Christian Arnold im Gespräch
16.00 San2 & Sebastian, Handmade Blues
17.00 Evolution, Humanismus, Emergenz – Drei Szenen
18.00 Musikalische Ausklang - Punkt Vier

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„Letzte Hilfe“ aus dem Blickwinkel des Karikaturisten

Als „Ungleiche Zwillinge“ sieht der Karikaturist Gerhard Haderer die Erste und die Letzte Hilfe, seine Zeichnung ist das Titelbild der Frühlingsausgabe von „Humanes Leben – Humanes Sterben“. Er ist einer der Unterstützer der Kampagne „Letzte Hilfe“, für die sich immer noch weitere Prominente und Nichtprominente mit geschlossenen Augen fotografieren lassen (mehr auf S. 6-8).
Zum Tod unseres prominenten Unterstützers und Arthur-Koestler-Preisträgers Dr. h. c. Ralph Giordano, der im Dezember in einem Kölner Krankenhaus verstorben war, hat der bekannte Arzt Uwe-Christian Arnold einen sehr persönlichen Nachruf exklusiv für die HLS geschrieben. (S. 25). Ob es ein „Recht auf Letzte Hilfe“ auch per Gesetz geben wird, entscheiden die Abgeordneten noch in diesem Jahr, die vorliegenden unterschiedlichen fraktionsübergreifenden Positions-papiere stellen wir deshalb auf den Prüfstand (S. 4-5).
Im Service-Teil geht es in dem aktuellen Heft um das Thema Liebe im Alter und worauf man im Umgang miteinander achten sollte (S. 12-13).
Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps runden die Zeitschrift wie gewohnt ab. Eine interessante und gewinnbringende Lektüre wünscht Ihnen Ihre HLS-Redaktion!
Journalisten, Schulen und Bibliotheken können die DGHS-Zeitschrift „Humanes Leben – Humanes Sterben“ kostenlos als Print-Ausgabe per Postsendung oder digital als pdf-Datei per E-Mail-Zusendung bestellen. Bitte schreiben Sie dazu an: info@dghs.de.
Die aktuelle Ausgabe ist unter www.dghs.de/service im Volltext als PDF-Datei herunterladbar.

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben

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Weltanschauungsgemeinschaften, die „nur" als e.V. organisiert sind, werden in den Hintergrund geraten. Für die Deutschen Unitarier heißt das, dass wir uns weiterhin um die Anerkennung als K.d.ö.R. bemühen sollten.


Kurzübersicht Verhältnis Staat und Religion
Regelung in Deutschland: Kooperationsmodell
Der Artikel 4 des Grundgesetzes (Art. 4 GG) garantiert die Religionsfreiheit in Deutschland. Religiöse und weltanschauliche Bekenntnisse sowie die Freiheit des Gewissens sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Die Artikel 136-139 und 141 (sogenannte Kirchenartikel) der Weimarer Reichsverfassung von 1919 haben als Artikel 140 des Grundgesetzes Verfassungsrang und sichern der katholischen und der protestantischen Kirche Staatsleistungen zu, die insbesondere in den Bereichen Steuerrecht, Arbeitsrecht und Bildung ihre Ausprägungen finden.
Regelungen in Frankreich und U.S.A.: Laizität
Die hier geltende Laizität trennt strikt zwischen Kirche und Staat bei gleichzeitigem Respekt und Gleichbehandlung unterschiedlicher Weltanschauungen. Religion ist Privatsache.
Regelung in der Türkei: Laizität
Von Mustafa Kemal Atatürk eingeführte Laizität.

Text und Fotos: Kerstin Salerno

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Erfolg im Engagement zur Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen:
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) ist als deutscher Koalitionspartner an der weltweiten Kampagne "End Blasphemy Laws" beteiligt

Die Erklärung, die DFW-Präsidentin Renate Bauer zum Thema § 166 StGB endlich streichen! verfasst hat (siehe unten), hat international Aufmerksamkeit gefunden. Die weltweite Kampagne "End Blasphemy Laws" (Stoppt die Blasphemie-Gesetze) wird u.a. von der IHEU, der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, bei der wir Mitglied sind, unterstützt. Für diese Kampagne gegen die Gotteslästerungsparagraphen, die es immer noch fast überall auf der Welt gibt, wurden wir als bisher einzige deutsche Organisation als Koalitionspartner mit ins Boot geholt. Zu sehen auf der offiziellen Webseite der "End Blasphemy Laws"-Kampagne über diesen Link:


http://end-blasphemy-laws.org/about/partners/

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§ 166 StGB endlich streichen!

Wiederholt, zuletzt 2013 forderte der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) die ersatzlose Streichung des Blasphemie-Paragraphen aus dem deutschen Strafgesetzbuch, nachdem die neuen EU-Richtlinien für internationale Beziehungen den Schutz von Religions-, Glaubens-, Kunst- und Meinungsfreiheit und nicht zuletzt eine Entkriminalisierung der Blasphemie bei der Gestaltung internationaler Politik zugrunde legen.
Die Attentate in Frankreich zeigen, wie wichtig auch in Europa selbst eine Beseitigung aller Gesetze ist, die Blasphemie unter Strafe stellen.

Viele Kommentatoren sehen in dem bestehenden Paragraphen eine Möglichkeit für Einzelne, gegen alle als beleidigend empfundenen Darstellungen in Kunst und Medien zur Gewalt aufzurufen und damit erst recht den öffentlichen Frieden zu stören. Daher schützt der Paragraph eher die Intoleranten als den Frieden und die Freiheit aller.
Um nach innen und nach außen ein Zeichen zu setzen und glaubwürdig für Meinungs- und Religionsfreiheit einzutreten, ist es jetzt dringend geboten, § 166 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.
Der DFW fordert daher alle seine Mitgliedsorganisationen und einzelnen Mitglieder auf, ihren Bundestagsabgeordneten entsprechende Stellungnahmen zuzusenden, und ruft auf, die von Michael Schmidt-Salomon eingereichte Petition mit zu unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_01/_08/Petition_56759.html.

Renate Bauer
Präsidentin

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Ankündigung

der wissenschaftlichen Tagung der
Freien Akademie
vom 14. bis 17. Mai 2015 im „penta-hotel Berlin-Potsdam" in Teltow


Die
Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2015 zum Thema

"Die Evolution des Kosmos. Fakten - Vermutungen - Rätsel" durchführen.
Herr Prof. Dr. Dieter B. Herrmann, jeweils bis 2004 Direktor der Archenhold-Sternwarte Berlin sowie des Zeiss-Großplanetariums Berlin, hat dankenswerterweise die wissenschaftliche Tagungsleitung 2015 übernommen. Bitte merken Sie sich diesen Tagungstermin vor.
Weitere Informationen und das Programm werden auf der Homepage der
Freien Akademie veröffentlicht werden: www.freie-akademie-online.de
Anfragen können übermittelt werden an:
Freie Akademie e.V., 14612 Falkensee, Holbeinstr. 61.
E-Mail: praesident@freie-akademie-online.de

Dr. Volker Mueller
- Präsident -

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Einladung zur Podiumsdiskussion

Im Deutschen Bundestag wird in diesem Jahr über ein mögliches neues Strafgesetz zur Suizidhilfe entschieden. Dazu haben sich bereits einige fraktionsübergreifende Gruppen gebildet, die unterschiedliche Positionen vertreten. An konkreten Gesetzentwürfen wird noch gearbeitet. Wie die aktuelle politische und gesellschaftliche Debatte von führenden deutschen Strafrechtlern beurteilt wird und was sie der Politik dazu empfehlen, ist das Thema einer prominent besetzten Podiumsdiskussion, zu der die DGHS herzlich einlädt.

„Wird Sterbehilfe zur Straftat? Führende deutsche Strafrechtler zur aktuellen Debatte um assistierten Suizid“
Dienstag, 21. April 2015, 18 bis 20 Uhr,
im Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums,
Geschwister-Scholl-Str. 3 (direkt am U-/S-Bahnhof Friedrichstraße), Berlin-Mitte
Es diskutieren:
Prof. Dr. jur. utr. Thomas Fischer, Karlsruhe, Vorsitzender des Zweiten Strafsenats beim Bundesgerichtshof (BGH),
Prof. Dr. jur. em. Rolf Dietrich Herzberg (Ruhr-Universität Bochum),                          
Prof. Dr. jur. Reinhard Merkel (Universität Hamburg, Mitglied des Deutschen Ethikrats),
Prof. Dr. jur. Frank Saliger (Universität Tübingen),
Prof. Dr. jur. Torsten Verrel (Universität Bonn, Autor des Gutachtens zur Sterbehilfe beim Deutschen Juristentag 2006).
Moderation: Prof. Dr. phil. Dr. jur. Eric Hilgendorf (Universität Würzburg, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der DGHS)
Im Anschluss besteht bei einem Glas Wein Gelegenheit für Einzelgespräche.
Eintritt: 8 Euro, für Mitglieder der DGHS (Bitte Mitgliedsausweis mitbringen!) und befreundeter Verbände ermäßigt 5 Euro.
Abgeordnete und deren Mitarbeiter sowie Pressevertreter haben freien Eintritt.
Um Anmeldung wird gebeten (begrenztes Platzangebot), telefonisch unter: 030 /212 22 3370 oder per Mail: presse@dghs.de
Eine Veranstaltung mit Unterstützung des Bündnisses für Selbstbestimmung bis zum Lebensende (DGHS e. V., Giordano-Bruno-Stiftung, Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten, Humanistischer Verband Deutschlands, Humanistische Union, Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften, Bund für Geistesfreiheit Bayern, KORSO – Koordinierungsrat säkularer Organisationen e. V.)

Wega Wetzel M. A. (Pressesprecherin DGHS e. V.)
Tel:  0 30/21 22 23 37-22, Fax: 0 30/21 22 23 37-77
E-Mail: wega.wetzel@dghs.de, presse@dghs.de
Internet: www.dghs.de, Facebook: facebook.com/DGHSde

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DGHS begrüßt Stellungnahme von Strafrechtlern

Am 21. April 2015 Thema bei DGHS-Podiumsdiskussion in Berlin

Die am 15. April veröffentlichte „Stellungnahme deutscher Strafrechtslehrerinnen und Strafrechtslehrer zur geplanten Ausweitung der Strafbarkeit der Sterbehilfe“ wird von der DGHS ausdrücklich begrüßt. „Die Resolution ist mutig und klar“, sagt DGHS-Präsidentin Elke Baezner.

Die eindeutige Stellungnahme gegen jegliche Verschärfung des Strafrechts bei der Suizidhilfe und für eine einheitliche liberale Berufspolitik der Ärzte müsste von der Bundespolitik zur Kenntnis genommen werden. Bei einer von der DGHS ausgerichteten Podiumsdiskussion am kommenden Dienstag, 21. April, 18 Uhr, in Berlin (Auditorium im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Geschwister-Scholl-Str. 3, 10117 Berlin) werde noch ausreichend Gelegenheit sein, mit einigen der Unterzeichner über die Begründungen zu dieser Argumentation direkt zu sprechen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung nötig, die auch formlos per E-Mail:  presse@dghs.de  erfolgen kann. Elke Baezner betonte in ihrer Reaktion, dass es bei einem selbstbestimmten Lebensende keine Gegensätze zwischen Hospizversorgung, ausreichender Schmerzmittelversorgung und einem ggf. gewünschten assistierten Suizid geben sollte, sondern die volle Wahlfreiheit zwischen sämtlichen Optionen.

In ihren aktuellen Leitplanken stellt die DGHS ihre Position klar:

1. Die DGHS setzt sich ein für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts am Lebensende. Der sterbewillige Patient muss die Wahlfreiheit für alle zulässigen Formen der Sterbehilfe einschließlich des eigenverantwortlichen Suizids mit Unterstützung anderer behalten.
2. Sterbewillige müssen neutral, objektiv und ergebnisoffen über Alternativen beraten werden können. Ein entsprechendes Beratungsangebot trägt dazu bei, Ängste in Bezug auf Sterben und Tod abzubauen und Suizide zu verhindern.
3. Alle Betroffenen, insbesondere Sterbewillige und Sterbehelfer, brauchen mehr Rechtssicherheit. Um Missbräuchen zu wehren, sind Sorgfaltskriterien und entsprechende Kontrollen unabdingbar. Eine Verschärfung der Gesetzeslage im Strafrecht lehnt die DGHS jedoch ab.
4. Sterbehilfe darf nicht durch berufsrechtliche Verbote erschwert werden.
5. Die fachliche Fortbildung (medizinisch wie psychosozial) für die Betreuung sterbender und sterbewilliger Menschen muss verbessert werden.
6. Arzneimittel- und Betäubungsmittelgesetz müssen die Verwendung geeigneter Wirkstof-fe für eine Suizidbeihilfe ermöglichen.
7. Palliativ- und Hospizversorgung müssen ausgebaut werden und für jeden unabhängig von Person, Status und finanziellen Möglichkeiten verfügbar sein.

Der Wortlaut der Juristen-Resolution mit den Namen der mehr als 140 Unterzeichner ist unter www.dghs.de als pdf-datei herunterladbar.

Wega Wetzel M. A. (Pressesprecherin DGHS e. V.)
Tel:  0 30/21 22 23 37-22, Fax: 0 30/21 22 23 37-77
E-Mail:  wega.wetzel@dghs.de, presse@dghs.de
Internet:  www.dghs.de
Facebook:  facebook.com/DGHSde

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Anmeldungen zur Namensfeier am 11. April 2015

Welche Familie aus dem Osthavelland möchte mit ihrem Kind an einer humanistischen Namensfeier teilnehmen? Es besteht die Möglichkeit, eine würdige Namensgebung in Falkensee zu feiern.
Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt für Kinder, deren Eltern es wünschen, eine offizielle Feierstunde zum Lebensbeginn des jungen Erdenbürgers durch. Die Tochter oder der Sohn werden damit in ihrem bzw. seinem Lebenskreis als neuer Teil der Familie festlich begrüßt. Im Beisein von Familienangehörigen, Paten und Freunden werden das Kind und sein Name im Sinne weltlicher Festkultur gefeiert.
Die Feierstunde zur Namensgebung findet am Sonnabend, dem 11. April 2015, um 14.00 Uhr, in Falkensee statt.
Falls Sie Fragen haben oder sich für die Namensfeier anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an:  
Humanistischer Freidenkerbund Havelland,
14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42, Tel.:  03321-450746.

Dr. V. Mueller
Vorsitzender

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LU bunt statt braun – keine Rassisten in Ludwigshafen

Für die Hooligans war ihre Demo am 8. Februar kein Erfolg, aber für die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz bedeutete ihre Teilnahme an der Gegenkundgebung unter obigem Motto einen gelungenen Tag.  
Der Infostand bei der Kundgebung auf dem Ludwigshafener Theaterplatz zog viele auch zur Unterschrift unter die Petition zur Abschaffung des § 166 an. In ihrem Grußwort wies Landessprecherin Renate Bauer auf die Vielfalt innerhalb des freigeistigen Spektrums hin, wo es schon bunt zugehe, und lud die Anwesenden in die Wärmestube ins nahegelegene Johannes-Ronge-Haus ein. Dies wurde so rege in Anspruch genommen, dass zeitweise kein Sitzplatz mehr zu finden war. 300 Tassen Tee und 120 Tassen Kaffee wärmten viele wieder auf. Der wandernde Singkreis zog anschließend zu weiteren Kundgebungsplätzen und fand dabei Zulauf und Mitsingende. Beim Rundgang zu Erinnerungsorten an freireligiöse Personen in Ludwigshafen und zu Stolpersteinen für Opfer des Naziregimes erläuterte Renate Bauer interessierten Menschen die Geschicke jener Menschen, die vor über 70 Jahren braunen Terror erlebten.

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz

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Kooperation, die sich lohnt

Es ist bezeichnend, wie fruchtvoll manche Zusammenkünfte sein können, wenn sie gemeinsam ein Ziel verfolgen. Bereits seit mehreren Jahren besteht zwischen dem Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. (HFH) und der Hans-Klakow-Oberschule Brieselang (HKOS) eine Kooperation in der Jugendarbeit. Insbesondere der Jugendclub „Millennium“ unter der Trägerschaft des HFH bietet für die Jugendlichen nach Schulschluss ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten. Darüber hinaus besuchten die Schüler/innen der HKOS in den vergangenen Jahren Theaterstücke, Streitschlichter/innenschulungen sowie Berufsvorbereitungs- und Bewerbungstrainings.
Auch in diesem Schuljahr 2014/15 wird diese Kooperation ausgebaut mit der Maßgabe, die Vernetzung zwischen Jugendhilfe und Schule zu stärken und ein bedarfsorientiertes Angebot zu offerieren. Daher möchten wir im Folgenden unsere IOS-Schulprojekte näher beschreiben.

Streitschlichter/innenschulung:
Konflikte gehören für die meisten von uns zum Alltag dazu. Der Umgang mit Konflikten fällt aber Alt wie Jung nicht immer leicht. Daher liegt es uns besonders am Herzen, unsere Schülerinnen und Schüler mit dem notwenigen Handwerkzeug auszustatten, um ihre Konflikte beilegen zu können. Aus diesem Grunde werden von November 2014 bis Mai 2015 Schülerinnen und Schüler der HKOS in einem dreistufigen Lehrgang zu diesem Thema aus- und weitergebildet. Inhalte ihrer Streitschlichter/innenausbildung sind unter anderem: Stärkung der Persönlichkeit, Konflikterkennung und -intervention, Durchführung von Schlichtungsgesprächen sowie der Umgang mit (Cyber-)Mobbing.

Berufsvorbereitungs- und Bewerbungstrainings:
Der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung stellt häufig eine große Hürde für viele Schulabgänger/innen dar. Um Ängste zu überwinden und bestens für den Bewerbungsprozess vorbereitet zu sein, erhalten alle Neuntklässler/innen der HKOS ein einwöchiges intensives Training, das von sozialpädagogischen Fachleuten, Teamer/innen und Lehrkräften begleitet wird. Weiterhin werden Verbindungen zu regionalen Ausbildungsstätten hergestellt. Folgende Inhalte werden dabei vermittelt:
1.) Informationen über verschiedene Berufe und Berufsgruppen,
2.) Herausbildung der eigenen Berufs- und Ausbildungswünsche sowie Hilfe zur Berufsorientierung,
3.) Erarbeitung einer individuellen Bewerbungsmappe,
4.) Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch bzw. den Einstellungstest sowie
5.) Diskussionen zu den Kompetenzen sowie Reflexionen, Hinweise und Hilfestellungen.

Wir hoffen auch in diesem Schuljahr auf eine gelingende Zusammenarbeit, die die Schüler/innen dabei unterstützen wird, ihre personalen sowie sozialen Kompetenzen zu erweitern.

Daniel Franz (Schulleitung)
Dr. Volker Mueller (Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.)
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ÜRT 2
Zweites überregionales Treffen (ÜRT)
freireligiöser und unitarischer Gemeinden im deutschsprachigen Raum


27.- 29. Februar 2015
Unitarische Freie Religionsgemeinde Frankfurt a.M.

„Freie Religion" bedeutet, sich den existenziellen Fragen des Lebens in eigener Verantwortung und in Gemeinschaft mit anderen zu stellen. Dabei werden vernünftiges Verstehen und gefühlsmäßiges Erleben gleichermaßen wertgeschätzt.
Bei den überregionalen Treffen kommen Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen, um Kontakte zu knüpfen, sich über das Gemeindeleben auszutauschen, und miteinander zu feiern. Die Treffen richten sich ganz gezielt vor allem an die „einfachen" Gemeindemitglieder (d.h. solche ohne herausgehobene Funktion in ihren jeweiligen Gemeinden).    
Beim zweiten Treffen 2015 in Frankfurt wird besonderes Augenmerk auf praktische Übungen (Workshops) gelegt werden, die die Welt-anschauung und die Lebensgestaltung  des Individuums zum Thema haben.
Bitte den Termin schon jetzt vormerken!
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Ankündigung
der wissenschaftlichen Tagung der FA vom 14. bis 17. Mai 2015


Die Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2015 im
„penta-hotel Berlin-Potsdam" in Teltow abhalten. Während der Tagung wird im Rahmen von Vorträgen, Kurzreferaten und Diskussionsbeiträgen das Thema

„Die Evolution des Kosmos.
Fakten – Vermutungen – Rätsel"


behandelt. Sie wird sich der Entwicklungsgeschichte des Weltganzen zuwenden. Sie bettet damit solche Fragen wie „Die Suche nach dem Ursprung des Universums?", „Woher kommen wir Menschen?", „Was wissen wir heute sicher und was bleibt Spekulation?" in den Gesamtzusammenhang menschlichen Fragens und Suchens seit den Anfängen des wissenschaftlichen Denkens ein. Der Fokus der Tagung richtet sich aber vor allem auf die aktuellen großen Probleme der Kosmogonie, die bisher alle nur unvollständig gelöst sind. Es wird auch verständlich werden, warum einige grundlegende Fragen gegenwärtig noch keine endgültige Antwort gefunden haben. Zweifellos sind wir heute Zeuge einer geistigen Revolution, deren Ausgang niemand kennt, der aber wesentlich durch technologische Innovationen mitbestimmt wird. Gerade die Entschlüsselung der Geheimnisse des Universums, der Welt als Ganzes, hängt dabei unmittelbar mit dem Verständnis der Mikrowelt zusammen. Deshalb spielen auch Experimente wie jene am leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt,  dem „Large Hadron Collider" in Genf, eine große Rolle bei der weiteren Klärung der Probleme.
Ausgewiesene Experten und Mitgestalter der aktuellen Forschung werden hautnah aus ihren Laboratorien berichten. Auch die große Frage nach der Rolle des intelligenten Lebens im Universum kommt zur Sprache. Ist intelligentes Leben etwas auf unsere Erde Beschränktes, ein einmaliger Zufall der Evolution? Oder handelt es sich um ein universelles Phänomen des Kosmos? Und wenn wir tatsächlich mit Aliens rechnen müssten, wie würde sich eine Begegnung mit ihnen auf unsere Kultur möglicherweise auswirken? Selbst darüber denken Wissenschaftler heute schon nach.
In Arbeitsgruppen besteht die Möglichkeit, sich Spezialfragen des Themas zu widmen, wie z.B. alternativen Denkansätzen der Teilchenphysik oder den historischen Prozessen der Wahrheitsfindung in der Vergangenheit. Junge Wissenschaftler werden in Kurzvorträgen aus ihrer Forschung berichten können.
Eine Exkursion zum „Leibniz-Institut für Astrophysik" in Potsdam führt uns in eine Forschungseinrichtung, die seit mehr als einem Jahrhundert Wissenschaftsgeschichte geschrieben hat.
Schließlich werden wir zum Abschluss der Tagung auch darüber debattieren, wie verlässlich die Ergebnisse der Wissenschaft sind und ob der Terminus „wissenschaftliches Resultat" wirklich eine Garantie dafür ist, dass wir es mit gefundenen „endgültigen" Wahrheiten zu tun haben.
Erwartet werden darf eine Synthese aus unserem fruchtbaren interdisziplinären Ansatz von Wissen, Information und Bewertung. Das erscheint uns allerdings kaum anders möglich als durch eine fachliche Darstellung der Evolution des Kosmos, um Daseinsfragen des Menschen zu verstehen und zu klären.
Seien Sie herzlich willkommen vom 14. bis 17. Mai 2015 in Teltow, bei Berlin. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unserer sicherlich spannenden Tagung.

Dr. Volker Mueller (Präsident der Freien Akademie) und Prof. Dr. Dieter B. Herrmann (Wissenschaftlicher Tagungsleiter 2015)

Anfragen und Anmeldungen können gerichtet werden an:

Freie Akademie e.V.
14612 Falkensee, Holbeinstr. 61
Email: freie-akademie-online.de
www.freie-akademie-online.de

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Ludwigshafen — bunt statt braun —
keine Rassisten in Ludwigshafen!
Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus
8. Februar 2015
12 Uhr bis 17.30 Uhr
Kundgebung und großes Kulturfest
Ludwigshafen, Theaterplatz und Innenstadt

Die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz, K.d.ö.R., unterstützt diese Aktion gegen den angekündigten Aufmarsch der Hooligans in Ludwigshafen.
Unterstützen Sie eine offene vielfältige Gesellschaft mit einer Willkommenskultur und uns, indem Sie mitmachen oder mithelfen!
11.30 Uhr Treffen am Johannes-Ronge-Haus, Ludwigshafen, Wörthstr. 6a und gemeinsamer Gang zum Theaterplatz
Ab 13 Uhr bis 17.30 Uhr Ronge-Haus offen als „Aufwärmstube“ mit heißen Getränken, und Kuchen (Spenden von Kuchen und Snacks sehr willkommen)
14.30 Uhr Rundgang zu Stolpersteinen und Erinnerungsorten an freireligiöse Mitglieder
15 Uhr: wandernder Singkreis durch die Innenstadt
Infos und Anmeldung: Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz, Wörthstr. 6a, 67059 Ludwigshafen, pfalz@freireligioese.de, www.freireligioese.de/pfalz, Tel. 0621 512582
Daneben gibt es viele weitere Kulturangebote der beteiligten Organisationen.
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Religionspolitischer Kongress - Im Namen der Freiheit: Religion, Staat und Gesellschaft im Konflikt?

Zum „Religionspolitischen Kongress" hatten Bündnis90/Die Grünen im Januar 2015 nach Düsseldorf eingeladen. Damit stellen sie sich als eine der ersten in der Parteienlandschaft der öffentlichen Diskussion zu einem brisanten Thema. Dorothee Jantz, Wolfgang Jantz und Kerstin Salerno nahmen vor Ort teil und verfolgten die Diskussionen mit Interesse.
Obwohl sich in die Fragen und Diskussionen sehr viele partei-internen Belange mischten, wurde auf diesem Kongress deutlich, wie groß die Erwartungshaltungen der einzelnen Weltanschauungsgruppen an den deutschen Staat sind. Das weltweit einzigartige deutsche Kooperationsmodell, das Religionsfreiheit garantiert und gleichzeitig Privilegien erteilt, wird vom Eröffnungsredner Prof. Dr. Micha Brumlik, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt und bekennender Jude, grundsätzlich begrüßt. Aus seiner Sicht bildet dieses Modell insbesondere im Bereich der Bildung einen wirksamen Schutz vor religiösem Fundamentalismus. Die staatliche Ausbildung von Theologen erschwere Isolation und Selbstausgrenzung, wie sie in den U.S.A. mit z.T. extremen Ausprägungen vorkomme. Brumlik sowie auch Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, können sich kein laizistisches Deutschland vorstellen. Mehrfach weisen sie darauf hin, dass es derzeit im Bundesrat für eine Verfassungsänderung hin zur Laizität keine erforderliche Dreiviertel-Mehrheit gäbe. Bettina Jarasch, Mitglied des Bundesvorstands und Berliner Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Leiterin der Grünen Kommission „Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat", steht ebenfalls zum kooperativen Modell, mahnt allerdings dringend Reformen an, um der wachsenden Pluralität unserer Gesellschaft Rechnung zu tragen.
Der mutige Ansatz von Bündnis90/Die Grünen, dieses aktuelle, sogar akute Thema öffentlich zu diskutieren, täuscht nicht darüber hinweg, dass sich auch in Deutschland die „Staatsreligion", kurz: Kirche, zunehmend verfestigt. Das spiegelt sich auch in den steigenden finanziellen Einnahmen wieder, trotz quantitativ minimierter Mitgliederzahlen auf z.T. unter 50 % der Bevölkerung.
Angesichts dieser Entwicklung zeigt es sich, dass der Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um den Stand der „Religionsfreiheit" für Deutschland zu erhalten, rückt diese Gesellschaftsform in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Für die Politik heißt das, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts eine Stimme haben und mit ihren Ansichten ernst genommen werden.

Wolfgang Jantz und Volker Beck, MdB.

Volker Beck, MdB, Religionspolitischer Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion, und Sylvia Löhrmann, stellv. NRW-Ministerpräsidentin und NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung.

Sigrid Beer, MdL NRW, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Schulpolitik der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW, eröffnet den Religionspolitischen Kongress unter einer repräsentativen Auswahl religiöser und weltanschaulicher Symbole.

Weltanschauungsgemeinschaften, die „nur" als e.V. organisiert sind, werden in den Hintergrund geraten. Für die Deutschen Unitarier heißt das, dass wir uns weiterhin um die Anerkennung als K.d.ö.R. bemühen sollten.


Kurzübersicht Verhältnis Staat und Religion
Regelung in Deutschland: Kooperationsmodell
Der Artikel 4 des Grundgesetzes (Art. 4 GG) garantiert die Religionsfreiheit in Deutschland. Religiöse und weltanschauliche Bekenntnisse sowie die Freiheit des Gewissens sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Die Artikel 136-139 und 141 (sogenannte Kirchenartikel) der Weimarer Reichsverfassung von 1919 haben als Artikel 140 des Grundgesetzes Verfassungsrang und sichern der katholischen und der protestantischen Kirche Staatsleistungen zu, die insbesondere in den Bereichen Steuerrecht, Arbeitsrecht und Bildung ihre Ausprägungen finden.
Regelungen in Frankreich und U.S.A.: Laizität
Die hier geltende Laizität trennt strikt zwischen Kirche und Staat bei gleichzeitigem Respekt und Gleichbehandlung unterschiedlicher Weltanschauungen. Religion ist Privatsache.
Regelung in der Türkei: Laizität
Von Mustafa Kemal Atatürk eingeführte Laizität.

Text und Fotos: Kerstin Salerno

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Unitarier gegen Fremdenfeindlichkeit -
Aufruf zu mehr Toleranz und Respekt

Die Deutschen Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens – rufen auf zu mehr Toleranz und gegenseitigem Respekt gegenüber Religionen und Weltanschauungen. Gegenseitige Anfeindungen zerstören die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.
Die Deutschen Unitarier sehen in der Vielfalt der Religionen eine Bereicherung. „Keine Religion verfügt über absolute Wahrheiten, denn ihr Ursprung liegt im Menschen“, so Gerhard Puhlmann, langjähriges Mitglied des Geistigen Rates der Deutschen Unitarier. „Religiöse Ansprüche dürfen daher nur an die eigenen Anhänger gestellt werden.“
Die brutalen Anschläge auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ und die Geiselnahme in Frankreich sind zu verurteilen und durch nichts zu rechtfertigen. Sie dürfen auf der anderen Seite nicht zum Schüren fremdenfeindlicher Reaktionen – wie auf den Pegida-Demonstrationen zu beobachten – missbraucht werden. Die Unitarier warnen vor einer drohenden Spaltung unserer offenen Gesellschaft in Deutschland und Europa. Sowohl die religiöse Vielfalt als auch die Meinungsfreiheit sind wesentliche Elemente der Demokratie. Dazu gehört auch die Freiheit zu ernster wie satirischer Kritik an Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Deren Rechte sind im Grundgesetz geregelt und damit für alle Bürger dieses Staates gleichermaßen verbindlich – es  gibt keine Sonderrechte.
Das Bekenntnis zur Vielfalt fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Freiräumen. Die Achtung unterschiedlicher Religionen und das Verständnis für ihre jeweiligen Werte setzen Kenntnis und Dialog voraus. Abgrenzung ist der falsche Weg.
Die Unitarier schließen sich dem „Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit“ an und unterstützen auch den Aufruf zur Kundgebung am 2. Februar 2015, um 18.00 Uhr, auf dem Kellereiplatz in Hofheim/Taunus.
Mehr Infos auf www.unitarier.de

Kerstin Salerno

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Stéphane "Charb" Charbonnier, Chefredakteur des Satiremagazins "Charlie Hebdo" ist einer der bei dem feigen Anschlag auf das Pariser Redaktionsbüro Getöteten.
Weltweit solidarisieren sich Menschen und Gruppen mit den Ermordeten von "Charlie Hebdo", so auch die IHEU, die ihr Symbol, das Humanisten-Männchen, spontan umgestaltete.

Stellungnahme der IHEU zum Angriff auf die Redaktionsbüros des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo

Zwölf Menschen, und zwar zwei Polizisten, drei Cartoonisten und sieben Journalisten wurden heute getötet, und mindestens fünf weitere Opfer wurden verletzt. Die Attentäter, die gefilmt wurden, während sie riefen: „Allahu Akbar" und „Wir haben den Propheten gerächt", während sie die Büros des Satiremagazins „Charlie Hebdo" stürmten, sind vermutlich islamistische Terroristen, die auf satirische Bilder reagierten, die in dem Magazin veröffentlicht worden worden sind.
„Die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) ist entsetzt und tief betroffen über den heutigen Angriff auf die Büros des Magazins 'Charlie Hebdo' in Paris, Frankreich. Dies ist eine entsetzliche und abgrundtief illiberale Attacke. Es ist ein Akt des islamistisch-faschistischen Terrorismus, der zum Ziel hat, die Meinungsfreiheit über religiösen Glauben und den Islam im Besonderen zum Schweigen zu bringen.
Niemand, der seine Mitbürger wirklich als Mitmenschen anerkennt, oder der auch nur im Entferntesten am Wert der Gesellschaft als Ganzer oder irgendeines Teils der Gesellschaft interessiert ist, kann jemals diesen Terrorismus rechtfertigen. Wörter zu lesen und Bilder zu sehen, die sich satirisch mit jemandes Glauben befassen, ist von einer Rechtfertigung für Mord weit entfernt, und das wird auch so bleiben.
Europa hat eine Tradition des Humanismus, in der sowohl Meinungsfreiheit als auch die Gedanken- und Glaubensfreiheit, einschließlich Religionsfreiheit, respektiert und per Gesetz aufrechterhalten werden. Den Glauben zu kritisieren, einschließlich durch Satire und Spott, steht nicht in Widerspruch zur Glaubensfreiheit anderer. Vielmehr ist Kritik für die Meinungsfreiheit wesentlich. Auf der anderen Seite ist Mord die ultimative Annullierung aller Freiheiten und des Daseins eines Menschen.
Wir hoffen wirklich sehr, dass Europa sich dieser Gewalt weder beugen wird noch sich dazu hinreißen lässt.
Wir werden uns nicht zu einer ähnlichen Barbarei provozieren lassen.
Wir werden jedem Terror widerstehen und wir werden die Gedanken- und Meinungsfreiheit verteidigen: die wesentlichen Werte für ein freies und sinnvolles Leben."

Sonja Eggerickx, Präsidentin der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU)

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DFW lehnt PEGIDA strikt ab
Der DFW und seine Mitgliedsorganisationen haben sich strikt gegen die rassistisch geprägte PEGIDA-Bewegung ausgesprochen. "Mit Vorurteilen Politik machen zu wollen, auf die Unkenntnis vieler zu zielen, ist in meinen Augen verwerflich", so DFW-Präsidentin Renate Bauer. Und gerade die Schwächsten zum Sündenbock zu machen, verstoße gegen alle Menschenrechte.
Mit einer "Islamisierung" Stimmung zu machen gegen Flüchtlinge und Asylbewerber, das sei schlichtweg rassistisch. Religionsfreiheit ist ein Grundrecht und es gilt für alle, selbst wenn die betreffende religiöse Auffassung einem missfällt. Das Grundgesetz ist da klar: Jede Religions- und Weltanschauungsgemeinschaft regelt ihre Angelegenheit innerhalb der Schranken der bestehenden Gesetze. Die überwiegende Mehrzahl der Muslime hält sich daran, wie auch die überwiegende Mehrzahl der Christen. Und es ist Aufgabe der Gerichte, Zuwiderhandlungen festzustellen und zu bestrafen. Renate Bauer betont: "Wir haben genügend gesetzliche Regelungen, und diese gelten für alle Religionen und Weltanschauungen, auch für säkulare, auch ihnen sind Hetzreden und Aufrufe zu Hass verboten. Unser Asylrecht ist in seinen Auswirkungen kaum noch das Grundrecht, das im Grundgesetz aufgeführt ist. Die Probleme sind dabei nicht den Asylbewerbern anzulasten, sondern mehr im Umgang der Politik und der Verwaltungen mit diesem Recht zu suchen, was sich in Überforderungen der Sachbearbeiter ausdrückt." Wenn Asylbewerber, wie jetzt wieder erfahren, mehr als ein Jahr warten mussten, bis ein Bescheid kommt, und sie bis dahin nicht arbeiten dürfen, liege das nicht an diesen Menschen, sondern an unserem System. Das zur Kenntnis zu nehmen, sollte mündigen Erwachsenen in Deutschland möglich sein.

Für hilfreich hält sie in dem Zusammenhang die Einführung von Paten für Asylbewerber und Flüchtlinge. Nichts ist wichtiger, als in einem fremden Land zumindest einen freundlichen Kontakt zu haben. "Viele der Mitgliedsorganisationen des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften beteiligen sich übrigens an Gegendemonstrationen und Gegenaufrufen zu Pegida", berichtet Renate Bauer.

DFW-Präsidium

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