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Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Sie interessieren sich für freie Weltanschauungsgemeinschaften?

Dann sind Sie hier genau richtig!

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

Lesen Sie hier den neuen

  • 07.10. bis 09.10.2022 in Mannheim FORUM FRANKLIN | DFW-Hauptversammlung und Festveranstaltung
  • 100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ – Aufruf des DFW
  • Einladung zur wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie 2022: Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
  • Einladung zum Unitariertag 3. bis 6. Juni 2022 in Köln
  • Köln erleben am Unitariertag 2022
  • Freireligiöse rufen zu Toleranz und Menschlichkeit auf und fordern Solidarität mit den Opfern von Rassismus und Diskriminierung

- erscheint alle 2 Monate (jeweils ca. Mitte Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember)
- erhältlich als Newsletter-Abo bei der pfw-Redaktion
07.10. bis 09.10.2022 in
Mannheim FORUM FRANKLIN
100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“
DFW-Hauptversammlung und Festveranstaltung
In diesem Jahr steht die Hauptversammlung des DFW an und sie wird am 08.10.2022 von 10.00 bis 18.00 Uhr in Mannheim im neuen Gemeindezentrum FORUM FRANKLIN der Freireligiösen Gemeinde Mannheim stattfinden.
Bei einer Anreise bereits am 07.10.2022 besteht die Gelegenheit, weitere Orte in Mannheim zu besuchen. Das Treffen anlässlich der Hauptversammlung nimmt der DFW zum Anlass, mit einer Festveranstaltung am Sonntag, den 09.10.2022, an die Gründung der Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik am 9.Oktober 1922 in Magdeburg zu erinnern. Die Festveranstaltung am 09.10.2022 wird von 10.00 bis 12.30 Uhr im Saal des FORUM FRANKLIN, Robert-Funari-Straße 38-40, 68309 Mannheim stattfinden. Sie beginnt mit einem musikalischen Auftakt. Anschließend wird Dr. Volker Mueller, Falkensee, in seinem Vortrag „Bündelung der freigeistigen Kräfte – 100 Jahre Reichsarbeitsgemeinschaft“ die Ziele und Überlegungen zu gleichberechtigtem Wirken von Religionen und Weltanschauungen und seine Ableitung zum heutigen Selbstverständnis von Geistesfreiheit und Humanismus darlegen. Ergänzend hierzu wird Dr. Klaus-Jürgen Becker vom Stadtarchiv Ludwigshafen zum Thema "Wider die Wiederkehr der Staatsreligion – vom Ringen um die Freiheit in Religion- und Weltanschauung heute" sprechen. Nach musikalischer Umrahmung und Abschluss wird bei einem anschließenden Empfang Gelegenheit zum Austausch und zum Kennenlernen des FORUM-FRANKLINs sein. Der DFW freut sich, an diesem Wochenende Gäste aus allen Mitgliedsorganisationen und befreundeten Gemeinschaften zu begrüßen.
Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband Freier Weltanschauungen e.V.

Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.
100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ – Aufruf des DFW
Im Jahr 2022 begehen wir das 100. Gründungsjubiläum der „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ (RAG), dem Dachverband verschiedener freigeistiger, freireligiöser, monistischer, freidenkerischer und säkular-humanistischer Verbände und Körperschaften in der Weimarer Republik. Er wurde am 9. und 10. Oktober 1922 in Magdeburg gegründet und vertrat bis zu einer Million Mitglieder. In den größeren Städten wurden Ortskartelle gebildet.
Als Hauptaufgaben wurden verfolgt: Schutz und Ausbau der freigeistigen Bewegung zur Verwirklichung der Geistes- und Gewissensfreiheit, Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Kirche und Schule sowie alle zwei Jahre die gemeinsame Gestaltung freigeistiger Wochen. Fragen der Kultur und Aufklärung, der Schulbildung, des Kirchenaustritts und der Friedhofsangelegenheiten wurden gemeinsam verfolgt. Der faire Austausch und eine an den gemeinsamen Interessen ausgerichtete Kooperation erfolgten trotz der Meinungsvielfalt in der RAG auf der Basis des Respekts vor der Identität der anderen Verbände in der RAG. Mit einer Stimme wurde gegenüber der damaligen Reichsregierung und des Parlaments aufgetreten.
Als Persönlichkeiten der freigeistigen humanistischen Bewegung von 1922 bis 1933 waren unter anderem Gustav Tschirn, Carl Peter, Carl Rieß, Georg Kramer, Georg Pick, Theodor Hartwig, Albert Heuer und Max Sievers in der RAG aktiv. Das Besondere ist, dass gefordert wurde, dass der Staat weltanschaulich neutral sein solle und alle Religionen und Weltanschauungen gleichbehandelt werden. Die RAG-Mitglieder waren gleichberechtigt organisiert. Am Anfang der 30er Jahre wandten sich die Verbände der RAG zunehmend gegen den aufkommenden Faschismus und Nationalismus und gegen Unfreiheit und Verletzungen der Menschenwürde. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus wurde 1933 auch die Reichsarbeitsgemeinschaft aufgelöst.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW), der sich in der Tradition der RAG versteht, feiert das 100-jährige Jubiläum der Reichsarbeitsgemeinschaft für Geistesfreiheit und Humanismus und leitet aus dem historischen Vermächtnis sein Selbstverständnis für sein gegenwärtiges und künftiges Wirken ab.
In einem bundesweiten Fest im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit allen DFW-Mitgliedsorganisationen – eventuell am 9. Oktober 2022, in Mannheim – wird dieses Jubiläum würdig begangen.
Beschluss des Präsidiums des DFW, 31. Mai 2021

Swaantje Schlittgen
Präsidentin des DFW

Dr. Volker Mueller
DFW-Präsidiumsmitglied für Grundsatzfragen
Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie 2022
Die Freie Akademie wird ihr Tagungsthema, das aufgrund der  Corona-Pandemie verschoben werden musste, nun im Frühjahr 2022 in  Präsenz durchführen. Somit lädt sie erneut zu ihrer wissenschaftlichen  Tagung zum Thema
Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
vom 26. bis 29. Mai 2022, in die Frankenakademie Schloss Schney, bei Lichtenfels, herzlich ein.
Alexander von Humboldt (1769 – 1859) erforschte die Erde und berichtete über ihre Zusammenhänge. Er sammelte durch seine Reisen und Beobachtungen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse und entwickelte die Zusammenhänge der Ökosysteme und den menschlichen Einfluss darauf. Damit war er Pionier der Klimaforschung. Darauf bauen die weiteren Forschungen der letzten 250 Jahre auf und entwickelten weitergehende Modelle. Lange Zeit waren diese Prognosen und Auswirkungen nur in fernen Ländern bedrohlich. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Klimaänderungen, Stürme und Dürre nehmen allerdings auch in Deutschland zu. Die Erde zeigt somit ihre Grenzen auf. Beängstigend ist, dass die aus den Modellen entwickelten Vorhersagen früher Realität werden und trotzdem noch angezweifelt werden.
In der menschlichen Geschichte entstand schon früh die Erkenntnis, dass der Mensch ein Teil der Natur ist, in der er wirkend und ihren Gesetzen unterworfen lebt. Natur und Umwelt sind die Lebensgrundlagen des Menschen, ja der gesamten belebten Natur auf der Erde. In den letzten Jahrzehnten haben wir Raubbau an den natürlichen Ressourcen betrieben, haben die ökologische Sicherheit sträflich vernachlässigt, Umweltprobleme globalen Ausmaßes zugelassen und Klima, Atmosphäre, Wasser, Boden, Flora und Fauna wesentlich geschädigt. Welche Ursachen sehen wir hierfür und welche Entwicklungen zu Veränderungen müssen wir umgehend einleiten? Wie kann die ökologische Wende nachhaltig gelingen?   
Die Bewegung der „Fridays for Future“ mahnt an, aus den  wissenschaftlichen Erkenntnissen die entsprechenden Aktionen abzuleiten.  Eine neue Ethik und Kultur des Lebens unter Achtung der natürlichen  Grenzen ist erforderlich. Wir sind hierdurch aufgefordert, globale  Strategien zu entwickeln, die erdverträgliche Lebensweisen im  Anthropozän ermöglichen.
Auf der Jahrestagung der Freien Akademie 2022 wollen wir  anthropogen, ökonomisch, pädagogisch, verantwortungsethisch,  verbraucherpraktisch und technologisch begründbare Ursachen der  Menschheitskrise sowie Möglichkeiten dieser Bereiche für Nachhaltigkeit  diskutieren. Wir laden Sie herzlich ein, unsere Daseins- und Wertefragen  zu dieser Thematik intensiv und interdisziplinär zu erörtern.
Dr.-Ing. Ute Urban
Wissenschaftliche Tagungsleiterin
Dr. Volker Mueller
Präsident der Freien Akademie
Einladung zum Unitariertag 3. bis 6. Juni 2022 in Köln
Liebe Unitarierinnen und Unitarier, liebe Gäste von nah und fern,
wir freuen uns, Sie herzlich zum Unitariertag 2022 in Köln-Riehl einladen zu können. Seit 1959 fand alle zwei Jahre -also in den ungeraden Jahren- ein Unitariertag statt. Im Jahr 2021 musste er ausfallen - nun holen wir unseren Unitariertag nach, zum ersten Mal in einem geraden Jahr. Eine Premiere.
In den Corona-Lockdowns hatten wir viele Premieren. Durch Online-Feierstunden, Gesprächskreise und sogar Mitgliederversammlungen konnten wir in Verbindung bleiben und haben dabei sogar einige positive Aspekte entdeckt. Dennoch können digitale Formate die Begegnung von Mensch zu Mensch nicht ersetzen. Das Gespräch von Angesicht zu Angesicht, der direkte Austausch, eine herzliche Umarmung, all das brauchen wir zum Leben und das geht nur „live“.
Deswegen laden wir Sie ein, den ersten Unitariertag nach der Pandemie gemeinsam und „live“ mit uns zu feiern. Endlich wieder unitarische Veranstaltungen im realen, im echten Leben, welch’ eine Freude! Diese Freude wollen wir auch in unserem Motto "life alive“ mit seinen reichhaltigen Facetten zum Ausdruck bringen. Unser (unitarisches) Leben kann sich wieder im direkten Kontakt abspielen, in Berührungen und persönlichen Gesprächen. Gemeinsam, verbunden, lebendig und unitarisch. Wir haben dazu ein Programm zusammen gestellt, das einige Facetten dieses vielfältigen Themas beleuchten wird. Neben Feierstunden, Musik, einem Vortrag, buntem Abend und Diskussionen wird aber auch genügend Zeit für persönliche Gespräche bleiben.
Mir han uns lang schon nit mieh jesin.
Kumm setz dich einfach jet zo uns hin.
Kumm no Kölle am Rhing!

Inga Brandes & Prof. Dr. Karsten Urban
Programm
3. Juni 2022
20:00 Uhr Eröffnung mit Wasserzeremonie
Präsidium
4. Juni 2022
09:00 Uhr Hauptversammlung
12:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Hauptversammlung Fortsetzung
18:00 Uhr Abendessen
20:00 Uhr Musikabend
5. Juni 2022
09:00 Uhr Morgenbesinnung
10:00 Uhr Vortrag
Prof. Dr. Manuela Kalsky
12:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Kulturprogramm und Ausflüge
Die Gestaltung des Programms ist derzeit noch in
Planung und wird in den unitarischen blättern veröffentlicht.
20:00 Uhr Hybrid-Feierstunde
Rev. Rica Kaufel
21:00 Uhr Bunter Abend
6. Juni 2022
09:00 Uhr Fishbowl zur Feierstunde
von Rev. Rica Kaufel
11:00 Uhr Abschlussveranstaltung
12:30 Uhr Mittagessen

Kontaktdaten
Unitarier - Religionsgemeinschaft
freien Glaubens
Bundesgeschäftsstelle
Helene-Lange-Weg 13
25436 Uetersen
E-Mail: info@unitarier.de
Tel.: (0 41 22) 40 84 17 7
Köln erleben am Unitariertag 2022
Die Millionenmetropole am Rhein hat viel zu bieten: Köln am Rhein ist das kulturelle Zentrum einer Großregion. Römische Überreste der Stadtmauer zeugen von den Anfängen vor 2000 Jahren. Allein zwölf romanische Kirchen belegen die hohe Bedeutung im 13. Jahrhundert. Wahrzeichen der Stadt sind die Doppeltürme des gotischen Domes aus dem 19. Jahrhundert Jahrhundert. Religiös war Köln lange Zeit vom katholischen Glauben dominiert, während protestantische Strömungen unterdrückt wurden. Bereits 321 n. Chr. sind Juden in Köln bekannt, es handelt sich um deren Ersterwähnung in Deutschland. Inzwischen gehört nicht mehr die Mehrheit der Kölner der evangelischen oder katholischen Konfession an: Eine Vielzahl verschiedener Religionsgemeinschaften ist in Köln vertreten.
Erlebt werden können die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vom Wasser, aus der Luft und natürlich auf der Erde. Mit dem Schiff kann die Silhouette der historischen Altstadt bequem auf einer Panoramafahrt betrachtet werden, die einen Überblick zur Stadtgeschichte beinhaltet. Einen Blick aus der Luft gestattet eine Seilbahnfahrt (über den Rhein und zurück in 20 Minuten). Eine allgemeine Stadtführung, die etwa 1,5 Stunden dauert, lässt einen zu Fuß die Kulturdenkmäler mehr aus der Nähe erleben. Mit dem Bus ist eine solche Stadtführung bei gleicher Dauer mit dem Hop-on-hop-off-Prinzip bequemer.
Alternativ möglich ist eine Nutzung der Bimmelbahn durch die Altstadt, hier ist jedoch keine Führung inbegriffen. Fußläufig gut erreichbar von der Jugendherberge ist mit dem großen Kölner Zoo ein Publikumsmagnet nicht nur für Kinder. Modern und schick unter den vielen Kölner Museen ist das Rautenstrauch-Joest-Museum der Kulturen der Welt. Neben der lohnenden Dauerausstellung hoffen wir, dass dort auch noch im Juni Führungen zur „Vielfalt des Glaubens“ am Beispiel des Hinduismus und Buddhismus stattfinden werden. Das Museum Ludwig wartet mit moderner Kunst direkt neben dem Hauptbahnhof auf. Da das direkt benachbarte Römisch-Germanische Museum sanierungsbedingt geschlossen hat, wartet die Sonderausstellung „Rom am Rhein“ im Belgischen Haus am Neumarkt auf Interessierte.
In dem kurzen Zeitfenster des Sonntagnachmittags kann nur ein kleiner Teil der Sehenswürdigkeiten Kölns betrachtet werden. Ein längerer Aufenthalt in Köln lohnt daher.
Weitere Infos auf www.unitarier.de
Martin Grünewald
Presseerklärung der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R. zum internationalen Tag gegen Rassismus
Freireligiöse rufen zu Toleranz und Menschlichkeit auf und fordern Solidarität mit den Opfern von Rassismus und Diskriminierung
„Am heutigen Tag setzen Menschen weltweit ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Freie Religion macht seit ihren Anfängen vor 175 Jahren keine Unterschiede zwischen Ge-schlecht, Herkunft oder körperlichen Merkmalen. Was für uns zählt, ist der Mensch in seinem diesseitigen Wirken zum Wohle aller Lebewesen dieser Welt.“ erklärt Tenko Saphira Bauer, Prä-sidentin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz.
„Freireligiöse in der Pfalz wie im ganzen Bundesgebiet stellten sich von Beginn an entschieden gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Hass. Dieses seien die häufigste Wurzel von Krieg, Elend und Vertreibung,“ so Bauer weiter. „Wir wollen den heutigen Tag nutzen, um an dieses – für das friedliche Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten essentielle – Anliegen, das in Artikel 2 der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen festgeschrieben steht, zu erinnern und rufen alle Menschen auf, Diskriminierung und Rassismus zu bekämpfen.“
Mit Sorge sehe Bauer die Folgen von Nationalismus und Rechtsruck vieler Länder, die – wie aktuell in der Ukraine und weiteren Orten der Welt – kriegstreibend wirke und das jahrhundertelange friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft aufkündige und auf Generationen hinaus vergifte.
„Viele Freireligiöse haben aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu unserer nicht-christlichen Religionsgemeinschaft Diskriminierungserfahrungen gemacht und erleben bis heute Ausgrenzung, wenn sie sich offen zu ihrem humanistisch – naturwissenschaftlichen Weltbild bekennen. Diese eigenen Erfahrungen bewegen viele unserer Mitglieder dazu, sich anderen solidarisch zu zeigen und sich persönlich für Integration zu engagieren und gegen Rassismus auf die Straße zu gehen.“ ergänzt Landessprecherin Marlene Siegel. Auch wenn der Anlass des heutigen Gedenktags der Vereinten Nationen ein beklagenswerter sei, so wäre doch der 21. März in der Freien Religion ein positives Datum, da Freireligiöse an diesem Tag das Naturereignis der Tag-Nacht-Gleiche würdigten, die die Mitte des Sonnenlaufes zwischen der Winter- und Sommersonnenwende markiere, betont Siegel.
Tenko Saphira Bauer (Präsidentin)
Marlene Siegel (Landessprecherin)

Erklärung zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
01.03.2022 – Das Präsidium des Dachverbandes freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. und die Vertreterinnen seiner Mitgliedsorganisationen sind entsetzt über den völkerrechtswidrigen brutalen Krieg Russlands in der Ukraine. Wir fühlen mit allen Menschen, welche in ihrem eigenen Land von Tod und Verfolgung bedroht sind.
Unsere Überzeugung, dass Geistesfreiheit, die Freiheit der Weltanschauung, des Glaubens, Gewissens und der Religion nur bei Wahrung der Würde jedes Einzelnen im Dialog vereinbart werden können, ist der Maßstab für das Zusammenleben im Kleinen wie im Großen. Autoritäre Strukturen, Gewaltanwendung und Krieg stehen im Widerspruch hierzu.
Menschenwürde, Menschlichkeit, die Achtung der Menschenrechte und die Toleranz gegen Andere sind unabdingbare Grundwerte für den Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. Der Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. bekennt sich zum friedlichen Zusammenleben der Völker: er ächtet den Krieg und sieht im menschlichen Leben ein einmaliges, unantastbares Gut.
Wir appellieren an uns alle, unsere direkten und europäischen Nachbarn persönlich und materiell zu unterstützen, die sich im In- und Ausland, mit vielfältigen Aktionen gegen diesen Krieg wenden und tätige Hilfe leisten. Unsere Mitgliedsorganisationen unterstützen die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Vertriebenen wie auch die mit uns verbundenen internationalen Verbände Humanists International, EHF, IARF.

Swaantje Schlittgen
Präsidentin

Silvana Uhlrich-Knoll,
Vize-Präsidentin
Erklärung zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
Das Präsidium des BFGD ist entsetzt über den völkerrechtswidrigen und verbrecherischen Krieg Russ-lands in der Ukraine. Wir fühlen mit den Menschen, welche in ihrem eigenen Land von Tod und Verfol-gung bedroht sind.
Für den Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands, K.d.ö.R. (BFGD) sind Menschenwürde, Menschlichkeit, die Achtung der Menschenrechte und die Toleranz gegen Andere unabdingbare Grundwerte. Er bekennt sich zum friedlichen Zusammenleben der Völker: er ächtet den Krieg und sieht im menschlichen Leben ein einmaliges, unantastbares Gut.
Wir fordern vom Präsidenten Russlands, Putin, die sofortige Beendigung aller kriegerischen Handlungen und das Zurückziehen aller russischen Streitkräfte in ihre heimatlichen Kasernen. Dieser Krieg ist durch nichts gerechtfertigt, verstößt eklatant gegen das Völkerrecht und kann nur als verbrecherisch bezeichnet werden. Wir fordern die sofortige Beendigung.
Gemeinsam mit unseren Mitgliedsgemeinschaften werden wir uns an vielfältigen Aktionen und Demonstrationen gegen Krieg und Terror beteiligen und die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Vertriebenen unterstützen.
Für das Präsidium
Siegward Dittmann
Präsident

Humanists International: „Menschenrechtsrat muss auf Russlands Invasion in der Ukraine reagieren“
Im Vorfeld einer Dringlichkeitsdebatte im UN-Menschenrechtsrat über die Menschenrechtssituation in der Ukraine nach der unprovozierten und illegalen Invasion durch Russland fordert Humanists International die Schaffung eines UN-Mechanismus zur Überwachung und Berichterstattung über die Situation in der Ukraine und die Suspendierung Russlands als Mitglied des Menschenrechtsrates.
Bei der Eröffnung der 49. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates, die heute morgen begann, forderte die Ukraine den Rat auf, die Durchführung einer Dringlichkeitsdebatte nach der russischen Invasion am 24. Februar zu genehmigen. Als der ukrainische Botschafter die Durchführung der Debatte forderte, sagte er: "Der Grund für diesen Antrag ist der ganzen Welt bekannt. Russland, ein Mitglied dieses Rates, hat einen unprovozierten und einheitlichen Angriff auf die Ukraine verübt". Sie stellte fest: "Die russische Aggression wird von einem massiven Strom von Desinformationen begleitet, die darauf abzielen, die Wahrheit zu verdrehen und die internationale Gemeinschaft in die Irre zu führen. Einiges davon werden wir heute und auch in anderen Räumen des [UN-]Palastes der Nationen hören."
Die Mitglieder des Menschenrechtsrates haben den Antrag auf eine Dringlichkeitsdebatte angenommen. 29 von 47 Ländern stimmten dafür. China, Kuba, Russland, Venezuela und Eritrea stimmten gegen die Durchführung der Debatte. Armenien, Kamerun, Gabun, Indien, Kasachstan, Mauretanien, Namibia, Pakistan, Senegal, Somalia, Sudan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Usbekistan enthielten sich der Stimme. Die Debatte ist vorläufig für Donnerstag, den 3. März, angesetzt.
Im Vorfeld der Debatte fordert Humanists International, dass die Debatte zur Verabschiedung einer Resolution führt, die Russlands Verstöße gegen das Völkerrecht, einschließlich des internationalen Strafrechts, der internationalen Menschenrechte und der UN-Charta, unmissverständlich verurteilt. Sie sollte anerkennen, dass das Vorgehen Russlands gegen die Ukraine eine unprovozierte und illegale Invasion darstellt, die zu massiven Menschenrechtsverletzungen geführt hat und führen wird. Sie schließt sich auch der Forderung des Internationalen Dienstes für Menschenrechte an, die Resolution wie folgt zu formulieren
- Aufforderung an die UN-Generalversammlung, die Mitgliedschaft Russlands im Menschenrechtsrat auszusetzen;
- die Einrichtung eines Mechanismus, z.B. einer Untersuchungskommission, um die Lage in der Ukraine zu überwachen und darüber Bericht zu erstatten und um die Rechenschaftspflicht für Verstöße, einschließlich Aggressionsverbrechen, Gräueltaten und andere Menschenrechtsverletzungen, zu fördern;
- Beauftragung eines Sonderberichterstatters für die Menschenrechtslage in Russland selbst. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Russlands repressiver Menschenrechtsbilanz im eigenen Land (d.h. Unterdrückung der Zivilgesellschaft, Straffreiheit für Angriffe auf Journalisten, strenge Beschränkungen der Meinungsfreiheit und Verbreitung von Desinformation) und Putins Fähigkeit, einen Angriffskrieg mit äußerst begrenzter Kontrolle, Ausgewogenheit oder Rechenschaftspflicht zu führen.

Statement des internationalen Rates für Religionsfreiheit zum Krieg in der Ukraine

Wir sind zutiefst traurig und entsetzt über die feindlichen Handlungen, welche zu diesem Krieg geführt haben und die damit eine verbundene gesteigerte Bedrohung für die friedliche Koexistenz in der Region und darüber hinaus darstellen.
Wir sind davon überzeugt, dass bewaffnete Konflikte niemals ein Weg sein sollten können Sicherheitsbedenken zwischen Ländern zu klären.
Wir möchten allen Opfern dieses Krieges unser tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken. Gerade auch jenen, die vor den Grausamkeiten des bewaffneten Konfliktes fliehen müssen. Dieser Konflikt zerreißt Familien.  
Wir begrüßen es, dass Polen, Ungarn und Rumänien und andere, ihre Grenzen für die Flüchtlinge öffnen. Gleichzeitig rufen wir die Nationen Europas dazu auf, diese Länder bei dieser Flüchtlingskrise zu unterstützen.
Wir sind zutiefst besorgt um die geistige Freiheit und das Wohlergehen der Ukraine und ihrer Nachbarn, deren friedliche Existenz nun durch die gesammelte militärische Präsenz in Osteuropa bedroht wird.
Wir rufen alle Glaubensgemeinschaften auf, die humanitäre Krise, die sich in der Ukraine entwickelt, auf jede ihnen mögliche Art zu beantworten. Auf dass die Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften der Ukraine zusammenarbeiten als ein Beispiel des gegenseitigen Respekts und der Menschlichkeit zugunsten der ukrainischen Bevölkerung. Möge die orthodoxe Kirche, das Moskauer Patriarchat sowie andere Kirchen und Glaubensgemeinschaften der Region, den Mut und die Stärke aufbringen, zu Versöhnung und Heilung zu inspirieren.
Wir hoffen innigst, dass Frieden und Gerechtigkeit in der Ukraine und bei ihren Nachbarn siegen werden.

Robert Ince, President
IARF: International Association for Religious Freedom
Digitaler Jahresauftakt als Neuanfang?
 
Am Samstag, den 22. Januar 2022 lud der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) zu seinem ersten Digital-Seminar ein, um seine Tradition eines Januarseminars zum Auftakt ins jeweils neue Jahr fortzuführen.
 
Durch die kürzlichen Entwicklungen in den weltanschaulich freien Organisationsbündnissen war der Wunsch nach einem gemeinsamen Austausch untereinander gewachsen. Man wollte sich auf Augenhöhe neu sammeln, und diskutieren, um gerade die Schwierigkeiten und Probleme zu beleuchten, die gemeinsame Schritte und Austritte in der Vergangenheit betrafen. Zu diesem Seminar konnte das DFW-Präsidium somit 24 Teilnehmende aus unitarischen, freireligiösen, freidenkerischen, humanistischen und säkularen Verbänden willkommen heißen.
 
Der gastgebende Dachverband DFW hatte Michael Bauer und Erwin Kress als Referenten gewinnen können, die der Anfrage dankenswerterweise  zugestimmt hatten. Michael Bauer war gebeten worden, in seiner Stellung als Präsident der EHF (European Humanist Federation) zur Entwicklung der Transition der EHF in die Humanists International zu sprechen. Erwin Kress als Bundesvorsitzender des HVD referierte über die historischen Wege der einzelnen humanistischen, freireligiösen und anderen freien Weltanschauungen, ihre gemeinsamen Ideen bis zu den aktuellen Entwicklungen, die Umbenennung des KORSO in „Zentralrat der Konfessionsfreien“ und die daraus resultierende aktuelle Situation in der weltanschaulich-freigeistigen Landschaft. Im Anschluss an die Redebeiträge der beiden Referenten nutzten einige Teilnehmende die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
 
Der Austausch an diesem Samstag zeigte deutlich, dass das Interesse an einem offenen Miteinander, einem Diskutieren, einer konstruktiven Streitkultur sehr geschätzt wird und die Teilnehmenden nach Lösungen und weiteren Formen von gemeinsamen Wegen zur Bündelung der Kräfte suchen.
 
Es entstand ein Hoffnungsschimmer, ein Türöffner in die gefühlt richtige Richtung, um nicht resignierend aufzugeben bzw. nach der Auflösung schwieriger Zusammenschlüsse wieder von vorne beginnen zu müssen. Scheitern bzw. ein Neustart sollte nicht nur als ein Ende von etwas gesehen werden, sondern immer als Chance, als Platz für Neues, als eine bisher ungeahnte Ausrichtung, um Raum für andere Netzwerke zu schaffen, vielleicht auch, um Mutiges zu wagen. Der Gedanke eines neuen bundesweiten säkularen Netzwerkes von interessierten freien Weltanschauungsgemeinschaften solle verfolgt werden.
 
Vielleicht gibt dies für 2022 neuen Auftrieb und neue Kraft, sich gegenseitig zuzuhören, seine eigenen Gedanken klarer zu formulieren und seinen Horizont weiter zu öffnen, um andere Sichtweisen und Ideen anzuerkennen oder zumindest in Erwägung zu ziehen. Denn mit den Worten von Michael Bauer ist es doch unser aller Anliegen, die Bedeutung der humanistischen Stimme nicht aus dem Blick zu verlieren.
 
Silvana Uhlrich-Knoll

Erinnern
Sich erinnern, jemanden erinnern, an jemanden erinnern, sich gemeinsam erinnern, gemeinsame Erinnerung, gemeinschaftliche Erinnerung, Erinnerungen lebendig halten, aus Erinnerungen lernen – das ist ein immerwährender Prozess, der nicht auf Gedenktage beschränkt sein sollte. Aber der heutige Gedenktag fordert uns zum Innehalten auf: Das Grauen der bürokratisch systematisierten Tötung von Menschen ging von Deutschen aus. Das dürfen wir dauerhaft nicht vergessen, auch wenn es anderswo in dieser Welt Vorfälle gibt, die ähnlich grauenvoll erscheinen.
Grund und Anlass, alte und neue Kategorien von Anderssein zu hinterfragen und den Menschen im Gegenüber –der oder dem vermeintlich Andere(n)- zu sehen und anzunehmen. Das täte uns in Deutschland, aber auch in der Welt als Menschen gut. – Erinnern heißt auch, dass wir als Einzelmensch einzeln und als Teil von Gemeinschaften jeden Tag die Wahl haben, uns weniger grauenvoll als gestern, vorgestern oder im letzten Jahrhundert zu verhalten.

Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften
Abschied zum Jahresende – Austritt aus dem Zentralrat der Konfessionsfreien
Nachdem der DFW zu den Mitbegründern der vormaligen Sichtungskommission, die in den Koordinierungsrat säkularer Organisationen KORSO e.V. mündete, gehörte, konnte der DFW den im Frühjahr 2021 eingeschlagenen Weg, der am 19.09.2021 mit der Neugeburt des Zentralrats der Konfessionsfreien eine neue Richtung nahm, nicht weiter mitgehen. –
Eine Mehrheit von Mitgliedsverbänden war zu der Auffassung gelangt, dass ein neuer Name die angestrebten Ziele besser abbilden würde. Damit nicht genug – mit der Vorstellung, sich zu professionalisieren, wurde die ursprünglich paritätische Mitbestimmung der Mitgliedsorganisationen aufgegeben und der Kreis möglicher Mitgliedsorganisationen auf alle säkularen konfessionsfreien Organisationen erweitert, wobei sich die Mitbestimmung auf die Themen der jeweiligen Ratsversammlung beschränkt.
Mit Beschluss des Präsidiums vom 30.08.2021 entschied sich der DFW, den neugestalteten Zentralrat zu verlassen, wenn am 19.09.2021 alle angekündigten Beschlüsse gefasst würden. Nachdem diese verabschiedet wurden, erklärte der DFW abschließend zum 31.12.2021 seinen Austritt aus dem Zentralrat. Vor dem DFW war im März 2021 bereits der HVD diesen Weg gegangen. Mit Erklärung vom 25.10.2021 verließ auch der DFV den neuen Zentralrat. –
Freie Weltanschauung reicht aus Sicht des DFW über den Begriff der Konfessionsfreiheit hinaus, Humanismus ist ein sehr vielfältig verwandter Begriff, und so bleibt die Koordination der gemeinsamen Interessen eine angestrebte Aufgabe aller weltanschaulich freien, humanistischen, freireligiösen oder freigeistigen säkularen Organisationen.
Der DFW möchte sich in einer Online-Veranstaltung zum Thema Die Entwicklung humanistischer Zusammenarbeit national und international am Samstag, den 22.01.2022, Beginn um 11.00 Uhr, unter
mit Referenten und Gästen dazu weiter austauschen.


Unser Programm:

11.00   Begrüßung (Swaantje Schlittgen/ Silvana Ulrich-Knoll, DFW) und Kennenlernen,
11.20   Zusammenarbeit im Humanistischen Verband – regional und überregional
11.40   virtuelle Pause
11.45   Zusammenarbeit humanists international und european humanists federation
          (Michael Bauer, Präsident EHF und Vorstand HV)
12.10   Luftholen
12.15   Diskussion, Gespräch, Fragen der Teilnehmer
13.00   Verabschiedung (Swaantje Schlittgen)


Das Passwort wird auf Anfrage über post@dfw-dachverband.de zugesandt.
Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.
Wintersonnwende am Roxheimer Altrhein
Das Naturschutzgebiet Roxheimer Altrhein liegt südlich von Worms zwischen Roxheim und dem Rhein. Dort wollen wir im Rahmen einer kleinen Wanderung gegen 16.29 Uhr den Sonnenuntergang beobachten.
Wir treffen uns am Dienstag, 21. Dezember 2021 um 15.30 Uhr auf dem Parkplatz des SC Bobenheim-Roxheim, Am Binnendamm 20, 67240 Bobenheim-Roxheim.
Von dort starten wir gemeinsam auf dem Weg in Richtung Silbersee. Nach ca. 3 km machen wir eine Rast mit Blick auf Roxheim, das dann genau auf der anderen Seite des Weihers liegt. Dort erwarten wir den Sonnenuntergang. Da wir uns im Freien befinden und genügend Abstand halten können, möchten wir gerne wieder ein paar Lieder singen. Wer eine Wintergeschichte parat hat, darf sie mitbringen und vorlesen.
Nach weiteren ungefähr 2,5 km beenden wir die Runde wieder beim SC Bobenheim-Roxheim und möchten, wenn es die Bedingungen zulassen, zum Abschluss dort noch in Puskas Restaurant (Achtung 2G+ Regel) einkehren.
Eine vorherige telefonische oder schriftliche Anmeldung unter Tel. 0621 512582 oder Mail pfalz@freireligioese.de ist unbedingt erforderlich. Dabei bitte angeben, ob Einkehr im Lokal erwünscht ist, damit noch kurzfristig Plätze reserviert werden können.
Hilfe für Flutopfer
Liebe Freundinnen und Freunde,
die Flutkatastrophe in den letzten Monaten hat viele Menschenleben gekostet. Wir sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen und Freunden. Bei ihrem schweren Verlust können wir kaum helfen.

Aber die Menschen dieser Region benötigen nicht nur kurzfristig, sondern noch über Monate auch finanzielle Hilfe, um ihre Existenz einigermaßen retten zu können. Wir haben bereits im Juli zu Spenden aufgerufen und bisher im BFGD fast 3000 € zusammenbekommen. Die Betroffenen werden aber noch lange Hilfe benötigen.

Wir bitten Sie deshalb: Spenden Sie für die Opfer dieser Flutkatastrophe.

Bitte spenden Sie auf das Konto des BFGD: DE78 5502 0500 0001 5209 00 unter „Fluthilfe“, wir werden Ihre Spenden sammeln und regelmäßig auf das Spendenkonto „Katastrophenhilfe Hochwasser“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz in Mainz überweisen.

Auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Siegward Dittmann
Präsident "Bund Freireligiöser
Gemeinden Deutschlands (KdöR)"
FORUM FRANKLIN – das neue Haus der Freireligiösen Gemeinde Mannheim
Nur noch der letzte Feinschliff fehlt, bis es soweit ist: Die Eröffnung des FORUM FRANKLIN – Zentrum für humanistische Lebenskultur steht unmittelbar bevor.
Der Umzug ins neue Karl-Weiß-Heim findet Anfang November statt. Doch im Neubau gibt es nicht nur Platz für das Pflegeheim mit 60 Einzelzimmern, Küche und Büros. Das multifunktionale Gebäude umfasst außerdem einen Kindergarten mit Spielplatz, 33 barrierefreie und seniorengerechte Service-Wohnungen sowie einen großen Veranstaltungsbereich für gesellige und kulturelle Angebote. Außerdem finden sowohl die Freireligiöse Landesgemeinde Baden als auch die Freireligiöse Jugend im FORUM FRANKLIN neue Räumlichkeiten. ...weiterlesen...
Natur in der Freien Religion
Spätestens jetzt sollten wir ins Grübeln kommen. Denn wer schon mal in Griechenland oder Spanien oder der Türkei oder wo es auch immer in diesem Jahr brannte, war und jetzt die Bilder der einmal bereisten Gegend mit ihrer vernichteten Natur sieht, dem bleibt wie mir nur der Schrecken.
Warum ich das erwähne?
In vielen Aufsätzen lese ich die Hinweise auf unsere Freiheit in der Religion, auf die Möglichkeit und Notwendigkeit, sich eine eigene Anschauung zu bilden und selbstverantwortlich zu handeln.
Religion betrachten wir als emotionale und kognitive Bindung an die Welt mit Betonung auf Vernunft und Diesseits und einer humanistischen Ethik, die wir als vom Menschen ausgehend und geschaffen und nicht von Göttern vorgegeben ansehen.
Dachverband zur Bündelung der freigeistigen und säkular-humanistischen Kräfte
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von freien Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland und vertritt ca. 18.000 Mitglieder. Der 1991 aus dem 1949 gegründeten Deutschen Volksbund für Geistesfreiheit hervorgegangene DFW tritt für die Verwirklichung der in Artikel 4 GG garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses ein. Er erhebt den Anspruch, die besonderen weltanschaulichen, sozialen und kulturellen Interessen der dem säkularen Humanismus verbundenen kirchenfreien Menschen zu vertreten. Dabei entwickeln seine Mitgliedsverbände entsprechende kulturelle Angebote (z.B. Jugendweihe/Jugendfeier, andere Lebensfeiern, Trauerhilfe), soziale Projekte, Bildung und gemeinnützige Einrichtungen.
Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, d.h. freireligiöser, freidenkerischer, freier humanistischer und unitarischer Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenwürde. Er setzt sich für die Durchsetzung und Sicherung der Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der Menschen, unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen, ihrer Herkunft, ihrer Lebensauffassung und ihres Geschlechts sowie für die Gleichstellung aller Menschen ein. ...weiterlesen...

Gute Nachrichten aus Uganda
Vor einigen Monaten berichtete ich, dass die Humanistischen Schulen Ugandas die Möglichkeit bekamen, weitere Schulen zu übernehmen und zwar lokale Grundschulen. Inzwischen informierte der Schulleiter der Isaak Newton High School über die Fortschritte, die es bei ihnen gibt.
Die lokalen Grundschule in Kateera wurde im Mai gekauft und inzwischen renoviert. Außerdem wird ein Kindergarten angebaut für die drei- bis fünfjährigen Kinder, der ab September zu Schulbeginn geöffnet werden soll.  Die ehemalige Schülerin der Isaak Newton High School Juliet Nakyanzi wird dann die Leitung des Kindergartens übernehmen.
In Uganda besuchen die Schüler*innen die Grundschule für sieben Klassen ab dem sechsten Lebensjahr. Ein davor angebotener Kindergarten unterstützt nicht nur die Kleinen selbst, sondern auch ihre Eltern, von denen viele zu beiden Teilen arbeiten müssen oder auch alleinerziehend sind.
Peter Kisirinya, der Direktor der INHS, berichtete, wie froh die lokale Gemeinde über diese Übernahme ist, denn damit wird eine inklusive Bildung (über Religionsgrenzen hinweg) für alle Schüler*innen möglich. ...weiterlesen...
Generationenwechsel unter schwierigen Bedingungen: Tenko Saphira Bauer zur neuen Präsidentin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R. gewählt
Neuwahl digital: Am Sonntag, den 20. Juni 2021, wählten die Delegierten der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz die Ludwigshafenerin Tenko Saphira Bauer (30) zu ihrer neuen Präsidentin. Die – coronabedingt seit 2020 mehrfach verschobene – ordentliche 73. Landesversammlung wurde aus Rücksicht auf die Delegierten, die in der Impfreihenfolge noch auf der Warteliste waren, per Videokonferenz durchgeführt.
Die digitale Durchführung der Landesversammlung als Alternative zu einem echten Zusammentreten der Delegierten war seit Januar parallel geplant und ausgearbeitet worden. Die ursprünglich geplante Präsenz-Veranstaltung bei den Naturfreunden im Rahnenhof in Hertlingshausen mit Sonnwendfeier am Vorabend war aus diesem Grund abgesagt worden. Coronabedingt hatte die Freireligiöse Landesgemeinde ihr digitales Angebot ausgebaut und in die notwendige technische Ausrüstung für die Jugend-, Senioren- und Beratungsarbeit investiert. Durch die Dachorganisation Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) wird den Mitgliedsgemeinden das datenschutzrechtlich solide Programm Big Blue Button (BBB) zur Verfügung gestellt, für dessen Betrieb ausschließlich ein in Deutschland betriebener, eigener Server benutzt wird. ...weiterlesen...


Zur Person: Tenko Saphira Bauer
Persönlich kennen einige unsere neu gewählte Präsidentin vielleicht noch unter dem alten Namen als Kind der ehemaligen Landesprecherin Renate Bauer und aus dessen Engagement in den Freireligiösen überregionalen Kontexten. Seit 2020 lebt Tenko Saphira Bauer offen als Frau und geht zurzeit den Weg der Transition (geschlechtsangleichende Maßnahmen).
Geboren wurde die neue Präsidentin der Landesgemeinde am 20. November 1990 in Ludwigshafen am Rhein. Nach dem Abitur 2009 am Carl-Bosch-Gymnasium absolvierte Glenn aus Freireligiöser Überzeugung heraus den Zivildienst beim ASB in Ludwigshafen und verweigerte den Wehrdienst. ...weiterlesen...
Hilfe für Flutopfer
Liebe Freundinnen und Freunde,

die Flutkatastrophe in den letzten Tagen hat viele Menschenleben gekostet. Wir sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen und Freunden. Bei Ihrem schweren Verlust können wir kaum helfen.
Aber die Menschen dieser Region benötigen nicht nur kurzfristig, sondern noch über Monate auch finanzielle Hilfe, um ihre Existenz einigermaßen retten zu können.

Wir bitten Sie deshalb: Spenden Sie für die Opfer dieser Flutkatastrophe.

Bitte Spenden Sie auf das Konto des BFGD: DE78 5502 0500 0001 5209 00 unter „Fluthilfe“, wir werden Ihre Spenden gesammelt auf das Spendenkonto „Katastrophenhilfe Hochwasser“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz in Mainz überweisen.
Auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.
Siegward Dittmann
Präsident „Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (KdöR)
100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ – Aufruf des DFW
Im Jahr 2022 begehen wir das 100. Gründungsjubiläum der „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ (RAG), dem Dachverband verschiedener freigeistiger, freireligiöser, monistischer, freidenkerischer und säkular-humanistischer Verbände und Körperschaften in der Weimarer Republik. Er wurde am 9. und 10. Oktober 1922, in Magdeburg gegründet und vertrat bis zu einer Million Mitglieder. In den größeren Städten wurden Ortskartelle gebildet.
Als Hauptaufgaben wurden verfolgt: Schutz und Ausbau der freigeistigen Bewegung zur Verwirklichung der Geistes- und Gewissensfreiheit, Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Kirche und Schule sowie alle zwei Jahre die gemeinsame Gestaltung freigeistiger Wochen. Fragen der Kultur und Aufklärung, der Schulbildung, des Kirchenaustritts und der Friedhofsangelegenheiten wurden gemeinsam verfolgt. Der faire Austausch und eine an den gemeinsamen Interessen ausgerichtete Kooperation erfolgten trotz der Meinungsvielfalt in der RAG auf der Basis des Respekts vor der Identität der anderen Verbände in der RAG. Mit einer Stimme wurde gegenüber der damaligen Reichsregierung und des Parlaments aufgetreten.
Als Persönlichkeiten der freigeistigen humanistischen Bewegung von 1922 bis 1933 waren unter anderem Gustav Tschirn, Carl Peter, Carl Rieß, Georg Kramer, Georg Pick, Theodor Hartwig, Albert Heuer und Max Sievers in der RAG aktiv. Das Besondere ist, dass gefordert wurde, dass der Staat weltanschaulich neutral sein solle und alle Religionen und Weltanschauungen gleichbehandelt werden. Die RAG-Mitglieder waren gleichberechtigt organisiert. Am Anfang der 30er Jahre wandten sich die Verbände der RAG zunehmend gegen den aufkommenden Faschismus und Nationalismus und gegen Unfreiheit und Verletzungen der Menschenwürde. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus  wurde 1933 auch die Reichsarbeitsgemeinschaft aufgelöst.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW), der sich in der Tradition der RAG versteht, feiert das 100-jährige Jubiläum der Reichsarbeitsgemeinschaft für Geistesfreiheit und Humanismus und leitet aus dem historischen Vermächtnis sein Selbstverständnis für sein gegenwärtiges und künftiges Wirken ab.
In einem bundesweiten Fest im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit allen DFW-Mitgliedsorganisationen – eventuell am 9. Oktober 2022, in Mannheim – wird dieses Jubiläum würdig begangen.

Beschluss des Präsidiums des DFW, 31. Mai 2021
Swaantje Schlittgen (DFW-Präsidentin)
Dr. Volker Mueller (DFW-Präsidiumsmitglied für Grundsatzfragen)
Die Zeiten ändern sich – und wir?
von Renate Bauer

Haben Sie genug von all den Veränderungen, die im letzten Jahr auf Sie zukamen? Das wäre sehr verständlich, denn nicht alle waren angenehm. Manche jedoch sind inzwischen wohl zur neuen Gewohnheit geworden.
Wir können uns nun zähneknirschend mit Neuem abfinden und weiter alten Gewohnheiten oder „Normalitäten“ oder wie immer man das nennen will, nachtrauern. Helfen wird das nicht viel, denn weitere Veränderungen werden kommen und uns neu herausfordern. ...weiterlesen ...
Stellungnahme der Freireligiösen Landesgemeinde Baden zur gleichgeschlechtlichen Ehe
Die katholische Kirche hat ein weiteres Mal festgestellt, homosexuellen Paaren keinen Segen erteilen zu können, so eine offizielle Pressemitteilung des Heiligen Offizium aus Rom. Diese Erkenntnis der Kirche ist nicht neu, wirkt im Jahr 2021 sogar sehr alt. Die Begründung, man wäre nicht befugt, eine gleichgeschlechtliche Ehe zu segnen, da sie Gottes Plan widerspreche, klingt eher, als wäre das Offizium in seine Ursprünge als Wächter der Inquisition zurückgefallen. ...weiterlesen...
Neue humanistische Grundschulen in Uganda möglich mit unserer Hilfe!
von Renate Bauer

Am 6. April 2021 erreichte mich ein Schreiben der Uganda Humanist School Foundation mit der dringenden Bitte um Hilfe.
Durch die Corona-Krise mussten in Uganda viele private Schulen schließen, darunter auch zwei Grundschulen, die in unmittelbarer Nähe zu den humanistischen Sekundarschulen liegen. Von diesen Grundschulen kamen viele auf die humanistischen Schulen, aber das Leistungsniveau der Schüler*innen von diesen Grundschulen war sehr niedrig.
Die Eltern der betroffenen Schüler haben sich nun an die Leitungen der beiden humanistischen Schulen gewandt mit der Bitte, die Grundschulen zu übernehmen und nach humanistischen Prinzipien zu führen.
Vorher wurde eine Schule als muslimische geführt, die andere hatte ein Angebot erhalten, als Madrasa, ebenfalls als muslimische Schule weitergeführt zu werden.
Die Eltern befürchten in jedem Fall, dass die Bildungsqualität noch weiter nachlässt. Um die Schulen nun übernehmen zu können, müssen den bisherigen Eigentümern Ablösesummen für Grund und Gebäude gezahlt werden. Dafür bittet die Stiftung dringend um weitere Spenden, denn damit kann die Bildung mehrerer hundert Kinder auf höherem Niveau sichergestellt werden. Wenn Sie helfen wollen, können Sie auf das Konto der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz eine Spende überweisen, Stichwort „Uganda Schulen“, die Landesgemeinde leitet es weiter. Spendenkonto:
Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R.
Sparkasse Vorderpfalz
Konto Nr. 9316 · BLZ 545 500 10
IBAN: DE54 5455 0010 0000 0093 16
BIC: LUHSDE6AXXX
Corona … für was kämpfen wir eigentlich?
Original von Lamine Madani überarbeitet und übersetzt von Silvana Uhlrich-Knoll
Während ich diese Zeilen schreibe, steigt die Rate der Corona-Infizierten stetig in halluzinierende Höhen. Es ist momentan das Hauptthema der Welt, welche nun einmal seit Langem ein und dieselbe Sorge teilt. Währenddessen verfolge ich die Nachrichten  aus aller Welt und wie die einzelnen Nationen mit der Pandemie umgehen. Dies lässt mich besorgt auf unsere Zivilisationen schauen. Jedoch nicht aufgrund der Höhe der Sterberaten, da diese weit entfernt von den Größenordnungen anderer schlimmer Todesursachen wie Hunger und Hungersnot liegen, sondern ich möchte das Thema von meiner pessimistischen Sichtweise aus in unsere Zukunft beleuchten, da wir uns als zivilisiert bezeichnen. ...weiterlesen...
Neu!
Erol Ünal: Der Abtrünnige
15 Jahre in Moscheegemeinden – Meine Einblicke in eine Welt von
Fundamentalisten und Rechtsextremen über Radikale bis zu Sufis
Was wird in Moscheegemeinden hinter verschlossenen Türen gepredigt? Zum ersten Mal packt ein Insider das Innenleben diverser muslimischer Gemeinden mit Klarnamen und Fotos aus. Er zeigt, wie diese Erlebnisse ihn, seinen Bruder Ömer Ünal und andere Gemeindemitglieder geprägt haben. ...weiterlesen...
Das Recht auf Gleichberechtigung – Wer’s glaubt!
Gleichberechtigung in der weltanschaulichen Ausrichtung war und ist der säkularen Welt schon immer ein Anliegen gewesen. Nicht nur um die eigenen Befindlichkeiten durchzusetzen und in den Vordergrund der Aufmerksamkeit zu lenken, sondern um klar zu definieren, dass jeder Mensch ein Anrecht hat, selbst zu entscheiden, welcher Weltanschauung dieser Mensch sich zugehörig fühlt.
In einem christlich geprägten Land mit humanistischen Traditionen aufzuwachsen, ist in Deutschland definitiv ungefährlicher als in einem afrikanischen oder autoritär geführten Land, aber auch in einer Demokratie wie hier gibt es viele Unstimmigkeiten in den politischen Entscheidungen.
Humanismus im Dschungel
Lagebericht zu den humanistischen Schulen in Uganda
Schulschließungen wegen Covid 19 gab es nicht nur bei uns, sondern in den meisten anderen Ländern, auch in Uganda. Durch entschlossene und durchgreifende Schließung von Schulen, Märkten und anderen Treffpunkten hat Uganda bis jetzt weniger als 40.000 Corona-Infizierte und wenig mehr als 300 Verstorbene zu beklagen. Geplant ist, die Schulen generell wieder ab April 2021 zu öffnen.
Im Januar 2021 konnten unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen nur die Abschlussklassen zu ihren Prüfungen kommen.
Hart betroffen von den Schließungen waren auch die humanistischen Schulen, die Mustard Seed School und die Isaac Newton High School, ebenso die Grundschulen, von denen inzwischen zwei unterstützt werden. Die eine, Katumba, wird schon seit mehreren Jahren betreut, die andere, Kanungu, wurde im letzten Jahr, 2020, aufgenommen.

Spendenaufruf zur Unterstützung des Kenya Chapter, Mitgliedsgruppe der IARF
Liebe Freunde der freien Religion, liebe Einzelmitglieder der IARF,
durch die Corona-Pandemie sind wir seit Monaten starken Veränderungen ausgesetzt. Diese wirken sich auf unser persönliches Erleben und unsere wirtschaftliche Lage aus. Doch nicht nur wir sind betroffen, sondern weltweit besonders Länder mit einer schlechten Infrastruktur.
Wir, die Deutsche Mitgliedergruppe der IARF e.V. (DMI), erhielten einen Hilferuf aus Nairobi, Kenia. Dort unterhält Reverend Lawrence Adera am Rande der kenianischen Hauptstadt, wo die Menschen in Slums leben, das Family Resource Center (FRC). Dieses Family Resource Center unterstützt die Menschen unabhängig von ihren religiösen Überzeugungen und Zugehörigkeiten. Der interreligiöse Dialog und die Hilfe für die von Armut betroffenen Menschen sind wichtige Ziele des Kenya Chapters der IARF. ...weiterlesen...

Gedanken zum Bericht des Wehrbeauftragten vor dem Bundestag
Ich wunderte mich, denn in einem Nebensatz wurde mitgeteilt, dass nun auch die Jüdische Gemeinde einen Militär-Bischof stellt. Was ja im Grunde gut ist. Nur stellt sich die Frage, wie groß ist der Anteil jüdischer Soldaten in der Truppe und spiegelt das die Realität wider? Da kommen mir doch einige Zweifel. Rückblickend muss man sich fragen, warum wurde vor Jahren dem DFW der Stuhl vor die Tür gestellt, der doch einen wesentlich größeren Bevölkerungsanteil repräsentiert (ca. ein Drittel der Bevölkerung sind mittlerweile konfessionsfrei).
Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Entwicklung sollte man das Thema Gleichbehandlung noch einmal aufrollen oder eine völlig neue Herangehensweise bei der staatsbürgerlichen Bildung in der Bundeswehr anvisieren. Es fehlt ein klares Konzept für die Bildung einer demokratischen Armee, die vom Parlament geführt wird, sowie entsprechende Aussage darüber. ...weiterlesen...
Rücksicht ist die neue Freiheit
„Denken Sie an andere!“ Mit diesem Satz wirbt die Bundesregierung für die Einhaltung der Hygieneregeln. Aber denken wir  nicht immer und sowieso an andere? Offensichtlich nicht, denn sonst bräuchte es derartige Ermahnungen nicht.
Für viele ist Rücksichtnahme und das Bedenken der Folgen des eigenen Tuns für andere eine Einschränkung ihrer Vorstellung von Freiheit.
Freiheit übersetzen viele als: ich kann machen was ich will. Eine solche Definition widerlegen die philosophischen Ethiken und die Religionen.  Dort wird durchgängig Rücksicht gefordert, ob bei Kant, der die eigenen Rechte begrenzt durch die Rechte der anderen, oder bei den Utilitaristen, die verlangen,  die Folgen des eigenen Tuns für das Wohl aller zu berücksichtigen.
Und viele vergessen auch, dass neben dem Recht auf Freiheit auch andere Rechte stehen und diese gleich zu gewichten sind, etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ethisches Handeln bedeutet immer auch eine Abwägung zwischen Rechten und zwischen Pflichten, die sich aus diesen Rechten ergeben. ...weiterlesen...
75 Jahre UN-Charta: Für ein offenes, tolerantes und menschliches Zusammenleben auf diesem Planeten
Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der Vereinten Nationen (UNO) in Kraft. Unter dem katastrophalen Eindruck des zweiten Weltkriegs hatten sich im Sommer 1945 zunächst 51 Staaten zusammengefunden, um gemeinsame Ziele für eine weltweite Zusammenarbeit zu definieren. „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, […] haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieser Ziele zusammenzuwirken”, heißt es in der Präambel. Als Ziele formulierten die Verhandlungspartner damals: „Künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren”, „unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie allen Nationen […] zu bekräftigen”, „Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen […] gewahrt werden kann” und „den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern”. ...weiterlesen...
75 Jahre danach!
Brecht hat wohl recht behalten: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch! Man müsste doch denken, nach 75 Jahre Zerschlagung des Faschismus in Deutschland hätten wir die richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen! Allem Anschein nach jedoch nicht. So steht man mit der Reichsflagge vor dem Bundestag (und anderswo) und will ihn besetzen. ...weiterlesen...
Freedom of Thought Report 2020 der Humanists International erschienen
Menschenrechtsverletzungen sind vielfältig,  nicht selten treffen sie anders denkende Minderheiten, oftmals  insbesondere Atheisten oder religionskritische Menschen. Weltweit. Humanists International stellen am Tag der Menschenrechte ihren aktuellen Freedom of Thought Report 2020 vor.

Europa-Buch der Freien Akademie erschienen
Das Thema „Ist Europa noch zu retten?“ steht über dem Band 39 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Herausgeber des Buches ist Dr. Gunter Willing. Er hatte die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai/ Juni 2019 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Die Beiträge entstanden aus Vortragstexten im Ergebnis der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie.
Autorinnen und Autoren sind Volker Mueller, Gunter Willing, Peter Wahl, Martin Becher/ Reiner Schübel, Martin Schippan, Christiane Heimann/ Luca Civale/ Helen Gloy, Christian Michelsen, Michael Schippan, Ulrich Schöning und Dieter Fauth.
Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt. Zu Europa gehören heute 49 souveräne Staaten, von denen zurzeit 28 Staaten die Europäische Union bilden.
Steht die Europäische Union für Frieden, Demokratie, Freiheit und Wohlstand? Die EU tritt in der allgemeinen Wahrnehmung meist im Krisenmodus auf. Dafür genügt es, die Schlagwörter „Brexit“, „Eurokrise“ und „Flüchtlingskrise“ in die Debatte zu werfen.
Hat die deutsche Regierung mit ihrem Verhalten die Risse im Fundament des europäischen Vereinigungsprozesses vergrößert? Die Symptome der EU-Krise sind vielfältig und schnell benannt – aber wofür stehen sie? Ist der Europäische Gedanke weiterhin tragfähig; welche Werte trägt die EU? Diese und andere Fragen öffnen den Blick für die komplizierte Geschichte Europas und verweisen darauf, dass bedeutende Territorien unseres Kontinents jahrhundertelang nicht nach Wien, Berlin, Paris oder London ausgerichtet waren, sondern nach Rom, Konstantinopel oder Moskau.
Die europäische Politik verschränkt sich mit dem gegenwärtigen Umbruch der Weltordnung und mit den Globalisierungsprozessen. Der „atlantische Block“, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter Führung der USA herausgebildet hatte, erscheint zerbrochen. Die Frage nach den Beziehungen der EU sowohl zu Russland als auch zu China, zu einem Land also, in dem sich eine stürmisch wachsende kapitalistische Marktwirtschaft mit dem Gewaltmonopol seiner Kommunistischen Partei verbindet, weist auf mehrfach widersprüchliche Konstellationen. Einerseits fürchtet man in Europa gerade China als Konkurrenten und will es kleinhalten. Andererseits bietet den europäischen Unternehmen der chinesische Markt auch große Gewinnchancen.
Rechte und populistische Kulturkämpfer, liberale Reformer und kritische, linke Europäer haben verschiedene Szenarien zur Krisenbewältigung entwickelt. Welche sind das? Verfügt die gegenwärtige Union überhaupt über einen ethischen Wertekonsens des kulturellen Zusammenhalts, die demokratischen Strukturen, die wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen und das rechtsstaatliche  Instrumentarium, um ihre komplexe und tiefgehende Krise zu lösen?
Dieses Buch widmet sich im Interesse der Aufklärung und des Humanismus einem aktuellen Thema und den interdisziplinär zu erörternden Daseins- und Wertefragen des gegenwärtigen und künftigen Zusammenlebens der Menschen auf dem Europäischen Kontinent. Die Beiträge befassen sich mit der Krise und den Chancen der Europäischen Union, ihren Ursachen, Hintergründen und Folgen sowie mit der Frage nach der Problemlösungsfähigkeit der EU. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine Reise in unsere Gegenwart und Zukunft gehen.
Das Buch ist über den Angelika-Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, zu beziehen

www.lenz-verlag.de | info@lenz-verlag.de | Tel. 06102-723509
 
151 Seiten | Berlin 2020 | ISBN 978-3-923834-37-2 | 19,90 €.
 
Dr. Volker Mueller, Falkensee
 

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