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Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

Lesen Sie hier den neuen
  • Das Recht auf Gleichberechtigung - wer's glaubt!
  • Spendenaufruf für Lamine, einen jungen Humanisten in Not
  • Humanismus im Dschungel: Lagebericht zu den humanistischen Schulen in Uganda
  • Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz geht mit digitalem Neujahrsempfang neue Wege
  • Neuerscheinung: Philosophie der Weltkulturen V – Weisheit aus Indien

- erscheint alle 2 Monate (jeweils ca. Mitte Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember)
- erhältlich als Newsletter-Abo bei der pfw-Redaktion
Corona … für was kämpfen wir eigentlich?
 
Original von Lamine Madani überarbeitet und übersetzt von Silvana Uhlrich-Knoll
Während ich diese Zeilen schreibe, steigt die Rate der Corona-Infizierten stetig in halluzinierende Höhen. Es ist momentan das Hauptthema der Welt, welche nun einmal seit Langem ein und dieselbe Sorge teilt. Währenddessen verfolge ich die Nachrichten  aus aller Welt und wie die einzelnen Nationen mit der Pandemie umgehen. Dies lässt mich besorgt auf unsere Zivilisationen schauen. Jedoch nicht aufgrund der Höhe der Sterberaten, da diese weit entfernt von den Größenordnungen anderer schlimmer Todesursachen wie Hunger und Hungersnot liegen, sondern ich möchte das Thema von meiner pessimistischen Sichtweise aus in unsere Zukunft beleuchten, da wir uns als zivilisiert bezeichnen.
Ich beziehe keine ökonomischen Statistiken mit ein, da dies nicht mein Fachgebiet ist, obwohl diese alle Regierungen besorgt erscheinen lassen.
Aber ich möchte von der humanistischen Seite aus berichten, von jemandes Standpunkt, der Literatur studiert und versucht, Lösungen durch Faktenevaluierung zu erreichen, und wie wir Gefahr laufen, unser menschliches Erbe zu zerstören, wenn wir diesem Weg folgen. Ich meine keine Zerstörung durch Krieg oder die Corona-Pandemie. Nein, lediglich durch den Fakt, dass wir unser Verständnis dafür verloren haben, wie wir diesen Punkt der Zivilisation erreicht haben. Wir haben unseren Pfad der eigenen Entwicklung verloren, der unsere Rationalität und unser qualitatives Denken spezifiziert hat. Da ich aus einem arabischen Land stamme, lag mein Ausgangsfokus natürlich in der arabischen Welt, besonders in meinem Herkunftsland Algerien.
Um ehrlich zu sein, würde ich sagen, dass die arabische Welt vom Ozean bis zum Mittleren Osten es nicht verdient hat, auf einer Weltkarte mit dem Titel „zivilisierte Welt“ zu stehen. Dort, gerade dort, verlieren wir Menschen unsere Rationalität. Wir sind Nationen, welche immer noch zum Bronze-Zeitalter gezählt werden, und für diejenigen, die nicht dem aktuellen Geschehen folgen, lasst es mich so formulieren: Wir sind die einzigen Nationen, die zu Tausenden gegen den Lockdown, der durch die Regierungen verhängt wurde, protestieren gehen, aber nicht gegen Tyrannen und nicht gegen Armut, sondern gegen ein Virus namens Corona. ...weiterlesen...
Das Recht auf Gleichberechtigung – Wer’s glaubt!
Gleichberechtigung in der weltanschaulichen Ausrichtung war und ist der säkularen Welt schon immer ein Anliegen gewesen. Nicht nur um die eigenen Befindlichkeiten durchzusetzen und in den Vordergrund der Aufmerksamkeit zu lenken, sondern um klar zu definieren, dass jeder Mensch ein Anrecht hat, selbst zu entscheiden, welcher Weltanschauung dieser Mensch sich zugehörig fühlt.
In einem christlich geprägten Land mit humanistischen Traditionen aufzuwachsen, ist in Deutschland definitiv ungefährlicher als in einem afrikanischen oder autoritär geführten Land, aber auch in einer Demokratie wie hier gibt es viele Unstimmigkeiten in den politischen Entscheidungen.
Spendenaufruf für Lamine,
einen jungen Humanisten in Not
Die Nachrichten in den letzten Monaten sind voll von Schlagzeilen über Menschen, die nicht nur mit Homeschooling und der Arbeitszeitorganisation an der Grenze der Überforderung hin- und herpendeln. Es sind Künstler, Selbstständige und kleine Betriebe, die mit den Schließungszeiträumen wichtige Einnahmequellen verloren haben. Tief ergreifende Schicksale, gerade wenn wir die Menschen dahinter persönlich kennen.
Lamine Madani hat es ebenfalls schwer getroffen. Als junger gebildeter Mensch ist er aus Algerien nach Deutschland gekommen, um hier Englische Literatur zu studieren und seinen Doktortitel zu erlangen. Obwohl er keine staatliche Förderung in Anspruch nahm, wurde ihm der Weg nach Deutschland nicht leicht gemacht. Mit viel Unterstützung der Universität Potsdam und Kontakten im humanistischen Umfeld gelang es Lamine, sein Studium 2018 zu beginnen, welches er bis 2020 mit einem Master beenden wollte. Die Motivation und Freude waren groß, Lamine suchte sich eine Wohnung, einen Nebenjob und ging fleißig zur Uni. Er schrieb Artikel, nahm an Veranstaltungen mehrerer humanistischer Organisationen teil und versuchte sich weiterhin auf dem Laufenden zu halten, was in Algerien vor sich ging.

Humanismus im Dschungel
Lagebericht zu den humanistischen Schulen in Uganda
Schulschließungen wegen Covid 19 gab es nicht nur bei uns, sondern in den meisten anderen Ländern, auch in Uganda. Durch entschlossene und durchgreifende Schließung von Schulen, Märkten und anderen Treffpunkten hat Uganda bis jetzt weniger als 40.000 Corona-Infizierte und wenig mehr als 300 Verstorbene zu beklagen. Geplant ist, die Schulen generell wieder ab April 2021 zu öffnen.
Im Januar 2021 konnten unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen nur die Abschlussklassen zu ihren Prüfungen kommen.
Hart betroffen von den Schließungen waren auch die humanistischen Schulen, die Mustard Seed School und die Isaac Newton High School, ebenso die Grundschulen, von denen inzwischen zwei unterstützt werden. Die eine, Katumba, wird schon seit mehreren Jahren betreut, die andere, Kanungu, wurde im letzten Jahr, 2020, aufgenommen.

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz geht mit digitalem Neujahrsempfang neue Wege
Über viele Jahrzehnte hinweg war der Neujahrsempfang an einem Samstag Anfang Januar ein Höhepunkt in den Jahresveranstaltungen der Landesgemeinde.
Im Johannes-Ronge-Haus treffen sich unsere Mitglieder, die Vertreter*innen anderer Gemeinden wie auch die vielzähligen Kooperationspartner aus der Ludwigshafener Stadtgesellschaft zu einem kurzweiligen Jahresauftakt. Mit Ansprachen von Präsident und Landessprecherin sowie Grußworten der Oberbürgermeisterin und weiteren Menschen aus der Politik und umrahmt von jungen Musizierenden der Städtischen Musikschule, wird gemeinsam auf das Neue Jahr angestoßen.
Spendenaufruf zur Unterstützung des Kenya Chapter, Mitgliedsgruppe der IARF
Liebe Freunde der freien Religion, liebe Einzelmitglieder der IARF,
durch die Corona-Pandemie sind wir seit Monaten starken Veränderungen ausgesetzt. Diese wirken sich auf unser persönliches Erleben und unsere wirtschaftliche Lage aus. Doch nicht nur wir sind betroffen, sondern weltweit besonders Länder mit einer schlechten Infrastruktur.
Wir, die Deutsche Mitgliedergruppe der IARF e.V. (DMI), erhielten einen Hilferuf aus Nairobi, Kenia. Dort unterhält Reverend Lawrence Adera am Rande der kenianischen Hauptstadt, wo die Menschen in Slums leben, das Family Resource Center (FRC). Dieses Family Resource Center unterstützt die Menschen unabhängig von ihren religiösen Überzeugungen und Zugehörigkeiten. Der interreligiöse Dialog und die Hilfe für die von Armut betroffenen Menschen sind wichtige Ziele des Kenya Chapters der IARF. ...weiterlesen...

Gedanken zum Bericht des Wehrbeauftragten vor dem Bundestag
Ich wunderte mich, denn in einem Nebensatz wurde mitgeteilt, dass nun auch die Jüdische Gemeinde einen Militär-Bischof stellt. Was ja im Grunde gut ist. Nur stellt sich die Frage, wie groß ist der Anteil jüdischer Soldaten in der Truppe und spiegelt das die Realität wider? Da kommen mir doch einige Zweifel. Rückblickend muss man sich fragen, warum wurde vor Jahren dem DFW der Stuhl vor die Tür gestellt, der doch einen wesentlich größeren Bevölkerungsanteil repräsentiert (ca. ein Drittel der Bevölkerung sind mittlerweile konfessionsfrei).
Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Entwicklung sollte man das Thema Gleichbehandlung noch einmal aufrollen oder eine völlig neue Herangehensweise bei der staatsbürgerlichen Bildung in der Bundeswehr anvisieren. Es fehlt ein klares Konzept für die Bildung einer demokratischen Armee, die vom Parlament geführt wird, sowie entsprechende Aussage darüber. ...weiterlesen...
Rücksicht ist die neue Freiheit
„Denken Sie an andere!“ Mit diesem Satz wirbt die Bundesregierung für die Einhaltung der Hygieneregeln. Aber denken wir  nicht immer und sowieso an andere? Offensichtlich nicht, denn sonst bräuchte es derartige Ermahnungen nicht.
Für viele ist Rücksichtnahme und das Bedenken der Folgen des eigenen Tuns für andere eine Einschränkung ihrer Vorstellung von Freiheit.
Freiheit übersetzen viele als: ich kann machen was ich will. Eine solche Definition widerlegen die philosophischen Ethiken und die Religionen.  Dort wird durchgängig Rücksicht gefordert, ob bei Kant, der die eigenen Rechte begrenzt durch die Rechte der anderen, oder bei den Utilitaristen, die verlangen,  die Folgen des eigenen Tuns für das Wohl aller zu berücksichtigen.
Und viele vergessen auch, dass neben dem Recht auf Freiheit auch andere Rechte stehen und diese gleich zu gewichten sind, etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ethisches Handeln bedeutet immer auch eine Abwägung zwischen Rechten und zwischen Pflichten, die sich aus diesen Rechten ergeben. ...weiterlesen...
75 Jahre UN-Charta: Für ein offenes, tolerantes und menschliches Zusammenleben auf diesem Planeten
Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der Vereinten Nationen (UNO) in Kraft. Unter dem katastrophalen Eindruck des zweiten Weltkriegs hatten sich im Sommer 1945 zunächst 51 Staaten zusammengefunden, um gemeinsame Ziele für eine weltweite Zusammenarbeit zu definieren. „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, […] haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieser Ziele zusammenzuwirken”, heißt es in der Präambel. Als Ziele formulierten die Verhandlungspartner damals: „Künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren”, „unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie allen Nationen […] zu bekräftigen”, „Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen […] gewahrt werden kann” und „den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern”. ...weiterlesen...
Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie 2021:
Die Freie Akademie lädt herzlich zu ihrer wissenschaftlichen Tagung zum Thema
Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
vom 13. bis 16. Mai 2021 in die Tagungsstätte das Hotel-Gasthaus Rose, Hauptstr. 34, 97299 Zell am Main ein.
Alexander von Humboldt (1769–1859) erforschte die Erde und berichtete über ihre Zusammenhänge. Er sammelte durch seine Reisen und Beobachtungen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse und entwickelte die Zusammenhänge der Ökosysteme und den menschlichen Einfluss darauf. Damit war er Pionier der Klimaforschung. Darauf bauen die weiteren Forschungen der letzten 250 Jahre auf und entwickelten weitergehende Modelle. Lange Zeit waren diese Prognosen und Auswirkungen nur in fernen Ländern bedrohlich. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Klimaänderungen, Stürme und Dürre nehmen allerdings auch in Deutschland zu. Die Erde zeigt somit ihre Grenzen auf. Beängstigend ist, dass die aus den Modellen entwickelten Vorhersagen früher Realität werden und trotzdem noch angezweifelt werden. ...weiterlesen...
75 Jahre danach!
Brecht hat wohl recht behalten: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch! Man müsste doch denken, nach 75 Jahre Zerschlagung des Faschismus in Deutschland hätten wir die richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen! Allem Anschein nach jedoch nicht. So steht man mit der Reichsflagge vor dem Bundestag (und anderswo) und will ihn besetzen. ...weiterlesen...
Freedom of Thought Report 2020 der Humanists International erschienen
Menschenrechtsverletzungen sind vielfältig,  nicht selten treffen sie anders denkende Minderheiten, oftmals  insbesondere Atheisten oder religionskritische Menschen. Weltweit. Humanists International stellen am Tag der Menschenrechte ihren aktuellen Freedom of Thought Report 2020 vor.

Europa-Buch der Freien Akademie erschienen
Das Thema „Ist Europa noch zu retten?“ steht über dem Band 39 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Herausgeber des Buches ist Dr. Gunter Willing. Er hatte die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai/ Juni 2019 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Die Beiträge entstanden aus Vortragstexten im Ergebnis der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie.
Autorinnen und Autoren sind Volker Mueller, Gunter Willing, Peter Wahl, Martin Becher/ Reiner Schübel, Martin Schippan, Christiane Heimann/ Luca Civale/ Helen Gloy, Christian Michelsen, Michael Schippan, Ulrich Schöning und Dieter Fauth.
Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt. Zu Europa gehören heute 49 souveräne Staaten, von denen zurzeit 28 Staaten die Europäische Union bilden.
Steht die Europäische Union für Frieden, Demokratie, Freiheit und Wohlstand? Die EU tritt in der allgemeinen Wahrnehmung meist im Krisenmodus auf. Dafür genügt es, die Schlagwörter „Brexit“, „Eurokrise“ und „Flüchtlingskrise“ in die Debatte zu werfen.
Hat die deutsche Regierung mit ihrem Verhalten die Risse im Fundament des europäischen Vereinigungsprozesses vergrößert? Die Symptome der EU-Krise sind vielfältig und schnell benannt – aber wofür stehen sie? Ist der Europäische Gedanke weiterhin tragfähig; welche Werte trägt die EU? Diese und andere Fragen öffnen den Blick für die komplizierte Geschichte Europas und verweisen darauf, dass bedeutende Territorien unseres Kontinents jahrhundertelang nicht nach Wien, Berlin, Paris oder London ausgerichtet waren, sondern nach Rom, Konstantinopel oder Moskau.
Die europäische Politik verschränkt sich mit dem gegenwärtigen Umbruch der Weltordnung und mit den Globalisierungsprozessen. Der „atlantische Block“, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter Führung der USA herausgebildet hatte, erscheint zerbrochen. Die Frage nach den Beziehungen der EU sowohl zu Russland als auch zu China, zu einem Land also, in dem sich eine stürmisch wachsende kapitalistische Marktwirtschaft mit dem Gewaltmonopol seiner Kommunistischen Partei verbindet, weist auf mehrfach widersprüchliche Konstellationen. Einerseits fürchtet man in Europa gerade China als Konkurrenten und will es kleinhalten. Andererseits bietet den europäischen Unternehmen der chinesische Markt auch große Gewinnchancen.
Rechte und populistische Kulturkämpfer, liberale Reformer und kritische, linke Europäer haben verschiedene Szenarien zur Krisenbewältigung entwickelt. Welche sind das? Verfügt die gegenwärtige Union überhaupt über einen ethischen Wertekonsens des kulturellen Zusammenhalts, die demokratischen Strukturen, die wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen und das rechtsstaatliche  Instrumentarium, um ihre komplexe und tiefgehende Krise zu lösen?
Dieses Buch widmet sich im Interesse der Aufklärung und des Humanismus einem aktuellen Thema und den interdisziplinär zu erörternden Daseins- und Wertefragen des gegenwärtigen und künftigen Zusammenlebens der Menschen auf dem Europäischen Kontinent. Die Beiträge befassen sich mit der Krise und den Chancen der Europäischen Union, ihren Ursachen, Hintergründen und Folgen sowie mit der Frage nach der Problemlösungsfähigkeit der EU. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine Reise in unsere Gegenwart und Zukunft gehen.
Das Buch ist über den Angelika-Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, zu beziehen

www.lenz-verlag.de | info@lenz-verlag.de | Tel. 06102-723509
 
151 Seiten | Berlin 2020 | ISBN 978-3-923834-37-2 | 19,90 €.
 
Dr. Volker Mueller, Falkensee
 

Jugendfeiern im Havelland finden statt!
Wie ungewohnt für uns, zu dieser Zeit zu Hause zu sein. Eigentlich müssten wir jetzt voller Vorfreude und Aufregung in die anstrengenden und wunderschönen Tage der Humanistischen Jugendfeier starten. Jetzt würden schon die ersten Feierstunden für die 14jährigen im Havelland laufen und alle würden mitfeiern. Aber in diesem Jahr soll alles anders sein, bei jedem von uns. Einige trifft diese Zeit sehr hart und andere kommen ganz gut durch. Tagesabläufe und Arbeitsstrukturen ordnen sich neu oder landen manchmal auch in einem Chaos.
Auf Grund der aktuellen Krisensituation durch die Coronavirus-Pandemie, die große Gesundheitsgefahren erzeugt und erhebliche Beschränkungen und Verbote mit sich brachte, mussten wir die Jugendfeiern 2020 verschieben. Große Veranstaltungen sind gegenwärtig nicht erlaubt. Aber wir werden die Jugendfeiern vereinbarungsgemäß in guter Qualität (später) durchführen. Sie fallen nicht aus! Alle Jugendfeier-Teilnehmenden und deren Eltern haben einen neuen Feiertermin von uns übermittelt bekommen, der im Frühjahr 2021 liegt.
Wir gehen davon aus, dass wir allen Familien mit der notwendigen Verschiebung der Humanistischen Jugendfeiern 2020 auch entgegenkommen. Damit wird der festliche Höhepunkt des Erwachsenwerdens und des Abschieds von der Kindheit durch die von uns gut vorbereitete Feierstunde für die Jugendlichen zu einem späteren Zeitpunkt würdig begangen werden können.
Dieses Jahr gibt es keine Jugendfeiern, aber sind wir mal ehrlich, erwachsen wird man sowieso nicht einfach über Nacht. Also lassen wir es im nächsten Jahr so richtig krachen und bereiten uns darauf vor. Im nächsten Jahr wartet eine Menge Arbeit auf uns, um die Jugendfeier 2020 und dann auch die Feierstunden zur Jugendfeier 2021 toll zu gestalten und gut zu organisieren.
Ich bin froh und dankbar, dass es unserem Jugendfeier-Team des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. gut geht! Und dass wir zusammenhalten und uns gegenseitig stärken. Doppelte Freude auf die Jugendfeiern im Jahr 2021 entsteht - ich freue mich jetzt schon.

Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.
Dr. Volker Mueller
Vorsitzender

Miteinander. gewaltfrei. Leben. gestalten!
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. trauert mit den Angehörigen um die ermordeten Mitmenschen von Hanau. Mit ihnen fühlen wir das Entsetzen und den Schmerz um den Verlust.
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verfolgt das Ziel, die Verwirklichung der Menschenrechte und Grundrechte im öffentlichen Leben der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht in dem Gedanken der Toleranz ein universelles Verhaltensprinzip und strebt dessen Verwirklichung in allen Lebensbereichen an. Der menschenverachtende Terroranschlag auf arglose Menschen in Hanau wie auch der weitere Anschlag am Rosenmontag, der zurückliegende Terroranschlag in Halle, der Mord an einem Regierungspräsidenten sowie ähnliche Gewalttaten sind mit dieser Vorstellung nicht vereinbar! Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. vertritt die Auffassung, dass Werte und Normen eines Gemeinwesens nur bei Wahrung der Würde jeder Einzelnen im Dialog vereinbart werden können. Der Maßstab hierfür ergibt sich aus dem Grundgesetz, in dem insbesondere die Einhaltung der Grundrechte die Qualität des Zusammenlebens prägen. Intolerante Ideologien, völkische Denkweisen und andere Formen des Rassismus, Dogmen, autoritäre Strukturen und Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung stehen im Widerspruch hierzu.
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. tritt für die Freiheit der Weltanschauung, des Glaubens, des Gewissens und der Religion ein. Er wendet sich jedoch gegen jegliche Gewalt gegenüber Mitmenschen: Das Selbstbestimmungsrecht der Einzelnen endet dort, wo die jeweils Andere in ihren Menschen- und Grundrechten verletzt wird.
 
Terror und Mord sind niemals hinnehmbar und müssen vom Staat sanktioniert werden. Jede Einzelne hier Lebende ist Teil dieser Gesellschaft. Die von den UN verabschiedeten Menschenrechte gelten für alle Bewohnerinnen der Bundesrepublik Deutschland - und sollten nicht nur gegenüber Diktatoren eingefordert werden. Die Achtung von Menschen- und Grundrechten ist nicht allein staatlichen Institutionen vorbehalten, sondern jede von uns, jede Einzelne, kann/muss diese Achtung in das gemeinsame öffentliche und private Leben einbringen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht im Recht auf Selbstbestimmung gleichzeitig auch die Pflicht zur Selbst- und Mitverantwortung der Einzelnen, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft gewaltfrei und unter Wahrung der Würde jeder Einzelnen zu gestalten.
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verurteilt jede Gewalt  gegen andere Menschen. Jeder Anschlag und jedes Opfer sind eines:  - zuviel!
 

 
Swaantje Schlittgen
 
Präsidentin
 
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

Immer mehr Kirchenaustritte
KORSO fordert Konsequenzen in der Kirchenfinanzierung und hinsichtlich der Privilegien von Weltanschauungsgemeinschaften
Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Obwohl die deutsche Gesamtbevölkerung 2018 nur um 280.000 Personen angestiegen ist, verlor die katholische Kirche gegenüber dem Vorjahr rund 300.000 Mitglieder, die evangelische Kirche sogar 400.000. Die Gruppe der konfessionsfreien Menschen wiederum ist um mehr als 800.000 Personen  gewachsen.[1] Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Eine Prognose des  „Forschungszentrums Generationenverträge“ an der Universität Freiburg geht davon aus, dass die Kirchen bis zum Jahr 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren werden [2] und damit einen Anteil von unter 30% an der Gesamtbevölkerung einnehmen. ...weiterlesen...

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