DFW

Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Sie interessieren sich für freie Weltanschauungsgemeinschaften? Dann sind Sie hier genau richtig!

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

Freireligiöse Landesgemeinde Baden trauert um Vorsitzenden Roland Weiß
An die
Freundinnen und Freunde der
Freireligiösen Landesgemeinde Baden

30. Dezember 2020
Liebe Freundinnen und Freunde,
schweren Herzens müssen wir Ihnen / Euch mitteilen, dass unser Vorsitzender der Freireligiösen Landesgemeinde Baden, Roland Weiß, verstorben ist.
Seit 2017 war Roland Weiß Vorsitzender der Freireligiösen Landesgemeinde Baden.
Wir verlieren mit Roland Weiß einen engagierten, fordernden und sozialen Vorsitzenden, der sich mit viel Eifer und Energie für die Belange der Freireligiösen eingesetzt hat, jederzeit ansprechbar war und stets ihren Fortbestand und ihre Zukunft im Blick hatte.
Roland Weiß war seit 2012 zunächst stellvertretender Vorsitzender des Freireligiösen Wohlfahrtsverbands Baden e.V. und seit 2014 dessen Vorsitzender. In dieser ehrenamtlichen Position hat er den Verband und sein Aufgabenfeld stark erweitert:
Über die Verwaltung und den Betrieb des Karl-Weiß-Heims, dessen Neubau Teil unseres großen Projekts „Forum Franklin“ derzeit im Bau ist, hat er mit dem Projekt Schulkindbetreuung, derzeit an 10 Standorten im Stadtgebiet, bis hin zum Karl-Weiß-Mobil, einem mobilen Betreuungsdienst, neue Akzente gesetzt. Für die Freireligiöse Gemeinde Mannheim hat er Zukunftskonzeptionen für Jugendarbeit und nicht zuletzt das große Bauprojekt auf Franklin, unser „Forum Franklin“, auf den Weg gebracht, dessen Fertigstellung er nun leider nicht mehr miterleben kann.
Sein und unser Motto: „Frei sei der Geist, ohne Zwang der Glaube“ war ihm ein wichtiges Anliegen.
Wir verlieren einen Ideengeber, einen Motivator und Organisator voller Energie und Weitblick – aber zu allererst haben wir einen Freund verloren.
Sein Tod hinterlässt eine große Lücke in unseren Reihen.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, der wir viel Kraft für die kommende Zeit wünschen.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Schöttle (Stv. Vorsitzende)
Ute Kränzlein (Landespredigerin i.R.)
Thomas Lasi (Landesprediger)
Daniela Hackmann (Landessekretärin)

10. Dezember – Tag der Menschenrechte
Anlässlich des Tages der Menschenrechte, die für die Mitgliedsorganisationen des DFW die wesentliche Grundlage für das Handeln in der menschlichen Gemeinschaft bilden, ist die besondere Bedeutung der Einigung und Umsetzung auf diese hervorzuheben. Zum Weiterlesen wird auf die Veröffentlichung des KORSO verwiesen.
Freedom of Thought Report 2020 der Humanists International erschienen
Menschenrechtsverletzungen sind vielfältig,  nicht selten treffen sie anders denkende Minderheiten, oftmals  insbesondere Atheisten oder religionskritische Menschen. Weltweit. Humanists International stellen am Tag der Menschenrechte ihren aktuellen Freedom of Thought Report 2020 vor.

Europa-Buch der Freien Akademie erschienen
Das Thema „Ist Europa noch zu retten?“ steht über dem Band 39 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Herausgeber des Buches ist Dr. Gunter Willing. Er hatte die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai/ Juni 2019 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Die Beiträge entstanden aus Vortragstexten im Ergebnis der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie.
Autorinnen und Autoren sind Volker Mueller, Gunter Willing, Peter Wahl, Martin Becher/ Reiner Schübel, Martin Schippan, Christiane Heimann/ Luca Civale/ Helen Gloy, Christian Michelsen, Michael Schippan, Ulrich Schöning und Dieter Fauth.
Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt. Zu Europa gehören heute 49 souveräne Staaten, von denen zurzeit 28 Staaten die Europäische Union bilden.
Steht die Europäische Union für Frieden, Demokratie, Freiheit und Wohlstand? Die EU tritt in der allgemeinen Wahrnehmung meist im Krisenmodus auf. Dafür genügt es, die Schlagwörter „Brexit“, „Eurokrise“ und „Flüchtlingskrise“ in die Debatte zu werfen.
Hat die deutsche Regierung mit ihrem Verhalten die Risse im Fundament des europäischen Vereinigungsprozesses vergrößert? Die Symptome der EU-Krise sind vielfältig und schnell benannt – aber wofür stehen sie? Ist der Europäische Gedanke weiterhin tragfähig; welche Werte trägt die EU? Diese und andere Fragen öffnen den Blick für die komplizierte Geschichte Europas und verweisen darauf, dass bedeutende Territorien unseres Kontinents jahrhundertelang nicht nach Wien, Berlin, Paris oder London ausgerichtet waren, sondern nach Rom, Konstantinopel oder Moskau.
Die europäische Politik verschränkt sich mit dem gegenwärtigen Umbruch der Weltordnung und mit den Globalisierungsprozessen. Der „atlantische Block“, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter Führung der USA herausgebildet hatte, erscheint zerbrochen. Die Frage nach den Beziehungen der EU sowohl zu Russland als auch zu China, zu einem Land also, in dem sich eine stürmisch wachsende kapitalistische Marktwirtschaft mit dem Gewaltmonopol seiner Kommunistischen Partei verbindet, weist auf mehrfach widersprüchliche Konstellationen. Einerseits fürchtet man in Europa gerade China als Konkurrenten und will es kleinhalten. Andererseits bietet den europäischen Unternehmen der chinesische Markt auch große Gewinnchancen.
Rechte und populistische Kulturkämpfer, liberale Reformer und kritische, linke Europäer haben verschiedene Szenarien zur Krisenbewältigung entwickelt. Welche sind das? Verfügt die gegenwärtige Union überhaupt über einen ethischen Wertekonsens des kulturellen Zusammenhalts, die demokratischen Strukturen, die wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen und das rechtsstaatliche  Instrumentarium, um ihre komplexe und tiefgehende Krise zu lösen?
Dieses Buch widmet sich im Interesse der Aufklärung und des Humanismus einem aktuellen Thema und den interdisziplinär zu erörternden Daseins- und Wertefragen des gegenwärtigen und künftigen Zusammenlebens der Menschen auf dem Europäischen Kontinent. Die Beiträge befassen sich mit der Krise und den Chancen der Europäischen Union, ihren Ursachen, Hintergründen und Folgen sowie mit der Frage nach der Problemlösungsfähigkeit der EU. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine Reise in unsere Gegenwart und Zukunft gehen.
Das Buch ist über den Angelika-Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, zu beziehen

www.lenz-verlag.de | info@lenz-verlag.de | Tel. 06102-723509
 
151 Seiten | Berlin 2020 | ISBN 978-3-923834-37-2 | 19,90 €.
 
Dr. Volker Mueller, Falkensee
 

Miteinander. gewaltfrei. Leben. gestalten!
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. trauert mit den Angehörigen um die ermordeten Mitmenschen von Hanau. Mit ihnen fühlen wir das Entsetzen und den Schmerz um den Verlust.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verfolgt das Ziel, die Verwirklichung der Menschenrechte und Grundrechte im öffentlichen Leben der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht in dem Gedanken der Toleranz ein universelles Verhaltensprinzip und strebt dessen Verwirklichung in allen Lebensbereichen an. Der menschenverachtende Terroranschlag auf arglose Menschen in Hanau wie auch der weitere Anschlag am Rosenmontag, der zurückliegende Terroranschlag in Halle, der Mord an einem Regierungspräsidenten sowie ähnliche Gewalttaten sind mit dieser Vorstellung nicht vereinbar! Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. vertritt die Auffassung, dass Werte und Normen eines Gemeinwesens nur bei Wahrung der Würde jeder Einzelnen im Dialog vereinbart werden können. Der Maßstab hierfür ergibt sich aus dem Grundgesetz, in dem insbesondere die Einhaltung der Grundrechte die Qualität des Zusammenlebens prägen. Intolerante Ideologien, völkische Denkweisen und andere Formen des Rassismus, Dogmen, autoritäre Strukturen und Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung stehen im Widerspruch hierzu.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. tritt für die Freiheit der Weltanschauung, des Glaubens, des Gewissens und der Religion ein. Er wendet sich jedoch gegen jegliche Gewalt gegenüber Mitmenschen: Das Selbstbestimmungsrecht der Einzelnen endet dort, wo die jeweils Andere in ihren Menschen- und Grundrechten verletzt wird.
Terror und Mord sind niemals hinnehmbar und müssen vom Staat sanktioniert werden. Jede Einzelne hier Lebende ist Teil dieser Gesellschaft. Die von den UN verabschiedeten Menschenrechte gelten für alle Bewohnerinnen der Bundesrepublik Deutschland - und sollten nicht nur gegenüber Diktatoren eingefordert werden. Die Achtung von Menschen- und Grundrechten ist nicht allein staatlichen Institutionen vorbehalten, sondern jede von uns, jede Einzelne, kann/muss diese Achtung in das gemeinsame öffentliche und private Leben einbringen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht im Recht auf Selbstbestimmung gleichzeitig auch die Pflicht zur Selbst- und Mitverantwortung der Einzelnen, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft gewaltfrei und unter Wahrung der Würde jeder Einzelnen zu gestalten.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verurteilt jede Gewalt  gegen andere Menschen. Jeder Anschlag und jedes Opfer sind eines:  - zuviel!

Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

Immer mehr Kirchenaustritte
KORSO fordert Konsequenzen in der Kirchenfinanzierung und hinsichtlich der Privilegien von Weltanschauungsgemeinschaften
Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Obwohl die deutsche Gesamtbevölkerung 2018 nur um 280.000 Personen angestiegen ist, verlor die katholische Kirche gegenüber dem Vorjahr rund 300.000 Mitglieder, die evangelische Kirche sogar 400.000. Die Gruppe der konfessionsfreien Menschen wiederum ist um mehr als 800.000 Personen  gewachsen.[1]  Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Eine Prognose des  „Forschungszentrums Generationenverträge“ an der Universität Freiburg geht davon aus, dass die Kirchen bis zum Jahr 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren werden [2] und damit einen Anteil von unter 30% an der Gesamtbevölkerung einnehmen. ...weiterlesen...

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