DFW

Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie 2021
 
Die Freie Akademie lädt herzlich zu ihrer wissenschaftlichen Tagung zum Thema
 
Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
 
vom 13. bis 16. Mai 2021, in die Tagungsstätte das Hotel-Gasthaus Rose, Hauptstr. 34, 97299 Zell am Main ein.
 
Alexander von Humboldt (1769 – 1859) erforschte die Erde und berichtete über ihre Zusammenhänge. Er sammelte durch seine Reisen und Beobachtungen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse und entwickelte die Zusammenhänge der Ökosysteme und den menschlichen Einfluss darauf. Damit war er Pionier der Klimaforschung. Darauf bauen die weiteren Forschungen der letzten 250 Jahre auf und entwickelten weitergehende Modelle. Lange Zeit waren diese Prognosen und Auswirkungen nur in fernen Ländern bedrohlich. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Klimaänderungen, Stürme und Dürre nehmen allerdings auch in Deutschland zu. Die Erde zeigt somit ihre Grenzen auf. Beängstigend ist, dass die aus den Modellen entwickelten Vorhersagen früher Realität werden und trotzdem noch angezweifelt werden.
 
In der menschlichen Geschichte entstand schon früh die Erkenntnis, dass der Mensch ein Teil der Natur ist, in der er wirkend und ihren Gesetzen unterworfen lebt. Natur und Umwelt sind die Lebensgrundlagen des Menschen, ja der gesamten belebten Natur auf der Erde. In den letzten Jahrzehnten haben wir Raubbau an den natürlichen Ressourcen betrieben, haben die ökologische Sicherheit sträflich vernachlässigt, Umweltprobleme globalen Ausmaßes zugelassen und Klima, Atmosphäre, Wasser, Boden, Flora und Fauna wesentlich geschädigt. Welche Ursachen sehen wir hierfür und welche Entwicklungen zu Veränderungen müssen wir umgehend einleiten? Wie kann die ökologische Wende nachhaltig gelingen?  
 
Die Bewegung der „Fridays for Future“ mahnt an, aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen die entsprechenden Aktionen abzuleiten. Eine neue Ethik und Kultur des Lebens unter Achtung der natürlichen Grenzen ist erforderlich. Wir sind hierdurch aufgefordert, globale Strategien zu entwickeln, die erdverträgliche Lebensweisen im Anthropozän ermöglichen.
 
Auf der Jahrestagung der Freien Akademie 2021 wollen wir anthropogen, ökonomisch, pädagogisch, verantwortungsethisch, verbraucherpraktisch und technologisch begründbare Ursachen der Menschheitskrise sowie Möglichkeiten dieser Bereiche für Nachhaltigkeit diskutieren. Wir laden Sie herzlich ein, unsere Daseins- und Wertefragen zu dieser Thematik intensiv und interdisziplinär zu erörtern.
 
Dr.-Ing. Ute Urban (Wissenschaftliche Tagungsleiterin)
Dr. Volker Mueller (Präsident der Freien Akademie)

Aspekte in der Pappelallee
Am 5. August wurde im Friedhofspark in der Pappelallee die Schlusssequenz für die ZDF-Sendung aspekte gedreht, und zwar ein Auftritt der Band Frida Gold mit ihrem Song "Halleluja" – eine Feier des Lebens, wie der ZDF-Pressetext es formuliert.

Das ZDF hat für die Nutzung eines kleinen Parkabschnitts einen Obulus bezahlt. Da sich die Kolleg*innen zwar umsichtig und respektvoll dem Ort und seinen Besucher*innen gegenüber gegeben, sich aber doch etwas mehr als verabredet im Park ausgebreitet hatten, habe ich als einen Ausgleich, der uns versöhnen könnte, einen Kameraschwenk über das Parktor mit unserer Inschrift „Schafft hier das Leben gut und schön, kein Jenseits ist, kein Aufersteh'n“ im Beitrag vorgeschlagen.
Die Ausstrahlung erfolgte am Freitag, den 14.08.2020 um 23:15 Uhr, danach ist die Sendung 2 Wochen in der Mediathek - https://www.zdf.de/kultur/aspekte - abrufbar.
Anne-Kathrin Pauk -Vorsitzende
Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 | Freireligiöse Gemeinde

Europa-Buch der Freien Akademie erschienen
Das Thema „Ist Europa noch zu retten?“ steht über dem Band 39 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Herausgeber des Buches ist Dr. Gunter Willing. Er hatte die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai/ Juni 2019 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Die Beiträge entstanden aus Vortragstexten im Ergebnis der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie.
Autorinnen und Autoren sind Volker Mueller, Gunter Willing, Peter Wahl, Martin Becher/ Reiner Schübel, Martin Schippan, Christiane Heimann/ Luca Civale/ Helen Gloy, Christian Michelsen, Michael Schippan, Ulrich Schöning und Dieter Fauth.
Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt. Zu Europa gehören heute 49 souveräne Staaten, von denen zurzeit 28 Staaten die Europäische Union bilden.
Steht die Europäische Union für Frieden, Demokratie, Freiheit und Wohlstand? Die EU tritt in der allgemeinen Wahrnehmung meist im Krisenmodus auf. Dafür genügt es, die Schlagwörter „Brexit“, „Eurokrise“ und „Flüchtlingskrise“ in die Debatte zu werfen.
Hat die deutsche Regierung mit ihrem Verhalten die Risse im Fundament des europäischen Vereinigungsprozesses vergrößert? Die Symptome der EU-Krise sind vielfältig und schnell benannt – aber wofür stehen sie? Ist der Europäische Gedanke weiterhin tragfähig; welche Werte trägt die EU? Diese und andere Fragen öffnen den Blick für die komplizierte Geschichte Europas und verweisen darauf, dass bedeutende Territorien unseres Kontinents jahrhundertelang nicht nach Wien, Berlin, Paris oder London ausgerichtet waren, sondern nach Rom, Konstantinopel oder Moskau.
Die europäische Politik verschränkt sich mit dem gegenwärtigen Umbruch der Weltordnung und mit den Globalisierungsprozessen. Der „atlantische Block“, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter Führung der USA herausgebildet hatte, erscheint zerbrochen. Die Frage nach den Beziehungen der EU sowohl zu Russland als auch zu China, zu einem Land also, in dem sich eine stürmisch wachsende kapitalistische Marktwirtschaft mit dem Gewaltmonopol seiner Kommunistischen Partei verbindet, weist auf mehrfach widersprüchliche Konstellationen. Einerseits fürchtet man in Europa gerade China als Konkurrenten und will es kleinhalten. Andererseits bietet den europäischen Unternehmen der chinesische Markt auch große Gewinnchancen.
Rechte und populistische Kulturkämpfer, liberale Reformer und kritische, linke Europäer haben verschiedene Szenarien zur Krisenbewältigung entwickelt. Welche sind das? Verfügt die gegenwärtige Union überhaupt über einen ethischen Wertekonsens des kulturellen Zusammenhalts, die demokratischen Strukturen, die wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen und das rechtsstaatliche  Instrumentarium, um ihre komplexe und tiefgehende Krise zu lösen?
Dieses Buch widmet sich im Interesse der Aufklärung und des Humanismus einem aktuellen Thema und den interdisziplinär zu erörternden Daseins- und Wertefragen des gegenwärtigen und künftigen Zusammenlebens der Menschen auf dem Europäischen Kontinent. Die Beiträge befassen sich mit der Krise und den Chancen der Europäischen Union, ihren Ursachen, Hintergründen und Folgen sowie mit der Frage nach der Problemlösungsfähigkeit der EU. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine Reise in unsere Gegenwart und Zukunft gehen.
Das Buch ist über den Angelika-Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, zu beziehen

www.lenz-verlag.de | info@lenz-verlag.de | Tel. 06102-723509
 
151 Seiten | Berlin 2020 | ISBN 978-3-923834-37-2 | 19,90 €.
 
Dr. Volker Mueller, Falkensee
 

Selbstbestimmtes Sterben bleibt schwierig
Im Mai lehnte des Bundesverfassungsgericht mehrere Vorlagen des Verwaltungsgerichts Köln, welches über Anträge auf Verordnung eines „Sterbemedikamentes“ zu entscheiden hatte und den Konflikt zwischen dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und den Verboten des Betäubungsmittel-Gesetzes als verfassungswidrig ansah, ab. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass jedenfalls aufgrund der Entscheidung vom 26.02.2020, indem die Vorschrift des §§ 217 StGB als verfassungswidrig eingeordnet wurde, diese zwischenzeitlich ergangene Entscheidung in die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts einfließen muss, d.h. für die Betroffenen wird es kurzfristig weiter keine Entscheidung geben. Zu den Einzelheiten wird auf die Presserklärung der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben DGHS vom 02.07.20 verwiesen.
„Wenn es so einfach wäre, einen Arzt zu finden“
DGHS zur Frage des Natrium-Pentobarbitals im BtMG
„Für  die betroffenen Schwerstkranken ist der Nervenkrieg leider noch lange  nicht vorbei.“ Professor Robert Roßbruch, Vizepräsident der Deutschen  Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), der als Rechtsanwalt derzeit  insgesamt acht Antragsteller/innen bei ihren Anträgen auf Erlaubnis zum  Erwerb von Natrium-Pentobarbital (NaP) vertritt, bewertet die soeben  veröffentlichte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom  20.05.2020 (Az. 1 BvL 2/20 u.a.) (verfassungs-)rechtlich für schlüssig  und konsequent und mittelfristig für zielführend, jedoch bezogen auf die  aktuelle Situation der Betroffenen für praxisfern.
Karlsruhe  hatte sich mit Post vom Verwaltungsgericht Köln zu befassen, wo Roßbruch  einige der beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte  (BfArM) anhängigen Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb von NaP auf dem  Klageweg durchsetzen will. Das Verwaltungsgericht hatte im November 2019  die Problematik des Betäubungsmittelgesetzes (hier besonders § 5 Abs. 1  Nr. 6 BtMG), das nach Auffassung des BfArM den Erwerb von NaP nicht  erlaubt, den Verfassungsrichtern zur Entscheidung vorgelegt und alle  diesbezüglichen Verfahren ausgesetzt. Die Richter der 2. Kammer des  Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts haben nun den  Vorlagebeschluss des VG Köln als unzulässig zurückgewiesen, da dessen  Begründung nach dem inzwischen ergangenen Suizidhilfe-Urteil des Zweiten  Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020 nicht mehr den  Anforderungen genüge.
Allein in der Zeit vom 1. August 2019 bis  zum 10. Mai 2020 waren nochmals 46 solcher Anträge beim Bundesinstitut  für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingegangen, die sich nach  einem entsprechenden Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom  März 2017 Hoffnungen auf eine berechtigte Ausnahmegenehmigung gemacht  hatten.
„Das BfArM kommt aus der Problematik nicht heraus. Denn  die Antragsteller werden wohl kaum einen Arzt finden, der ihnen das NaP  oder eine alternative Medikation zur Selbsttötung verschreibt“, meint  Roßbruch, der sich seit Jahren mit der Frage des selbstbestimmten  Lebensendes befasst. Auch nach dem Kippen des Verbots der  geschäftsmäßigen Suizidhilfe
(§ 217 StGB) seien Ärzte und  Apotheker, die an einer Suizidhilfe mitwirken würden, sehr rar gesät und  kaum zu finden. Daher werden Vereine, die Freitodbegleitungen anbieten,  oder einzelne Freitodbegleiter diese Lücke noch für eine lange Zeit  füllen müssen. „Denn viele Ärzte fürchten aufgrund des in einigen  Bundesländern immer noch sehr restriktiv formulierten Berufsrechts  berufsrechtliche Sanktionen, wenn sie eine Freitodbegleitung durchführen  bzw. ein zur Selbsttötung taugliches Medikament verschreiben“, so  Roßbruch. Er konzentriert sich nun auf die wiedereröffneten Verfahren  vor dem Verwaltungsgericht Köln, um für seine Mandanten doch noch in  absehbarer Zeit eine juristische Lösung zu erreichen.
Ob auf  bundespolitischer Ebene bald eine verfassungskonforme gesetzliche  Regelung zur professionellen Freitodbegleitung beschlossen wird, die den  Ärzten genügend Rechtssicherheit bietet, bezweifelt Roßbruch. „Das wird  wohl dauern, ganz abgesehen davon, dass es mehr als fraglich erscheint,  ob dies derzeit überhaupt nötig ist. Wenn jedoch eine gesetzliche  Regelung erfolgen soll, dann sollte diese im Zivilrecht bei den  Patientenrechten, nicht erneut im Strafrecht, angesiedelt werden.  Gleichzeitig muss aber auch eine verfassungskonforme Novellierung des  Betäubungsmittelgesetzes in Angriff genommen werden. Denn nur mit einer  konsistenten Ausgestaltung des Betäubungsmittelrechts und des  Berufsrechts der Ärzte und Apotheker kann den Betroffenen ein  hindernisfreier Weg zu einem freiverantwortlichen Suizid ermöglicht  werden.“
Wega Wetzel M.A.
Pressesprecherin DGHS e.V.
Tel: 0 30/21 22 23 37-22
Fax: 030/21 22 23 37-77
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Nachruf für Rolf Röber
Es war Rolf Röber, der Ende der Achtziger Jahre anlässlich einer höchst streitigen Hauptversammlung zu den verschiedenen Strömungen innerhalb der – damals noch – "Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V." seine Sicht als Professor für Zierpflanzen deutlich kundtat: Bei einer Pflanze würde man eine kranke Wurzel kappen, damit sich die Pflanze gut erholt. – Dem ließ sich nicht viel hinzufügen, der Rest ist Geschichte. Rolf Röber war langjähriger Schatzmeister bei den Unitariern und seit der gemeinsamen Jugendgruppe in Bremen ein Wegbegleiter von unserem früheren Vizepräsidenten Horst Prem, der vor einem Jahr verstarb. – Unter dem Dach des DFW engagierte sich Rolf Röber bei der Freien Akademie, dazu ein Nachruf von Volker Mueller. Die Trauer um Rolf Röber, der am 15.06.2020 in Freising verstarb, teilen wir mit Jutta Röber und der ganzen Familie.
Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

Am 15. Juni 2020 ist unser langjähriges Mitglied der Freien Akademie und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Freien Akademie, unser Mitstreiter und Freund Prof. Dr. Rolf Röber verstorben. Wir verlieren einen sehr engagierten Kollegen mit ausgezeichneten und weitreichenden Fachkenntnissen.
Durch seine Vorschläge und Ideen, durch seine intensive Mitarbeit im FA-Präsidium als gewählter Schatzmeister (2006 bis 2012) und durch seine Beiträge auf unseren wissenschaftlichen Tagungen hat er unsere freiakademische Arbeit bereichert. Wir erinnern uns dankbar an seine vielen Beiträge während der Tagungen der Freien Akademie, an seine wissensreiche Kritik, seine bemerkenswerten Sichtweisen und seine wertvollen Impulse, an seine Tagungsleitung und seine Texte. Unvergessen bleibt die von ihm geleitete Tagung 2011 zu den Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik.
Rolf Röber, Jahrgang 1941, studierte von 1962 bis 1966 Gartenbau an der TU Hannover. Er promovierte dort 1969 und arbeitete zunächst auf den Forschungsgebieten der Pflanzenernährung und der Düngemittel, dann im Zierpflanzenbau. Er vertrat von 1980 bis 2006 das Fachgebiet Zierpflanzenbau an der FH Weihenstephan und war dort Institutsleiter. Seine Lehr- und Forschungsgebiete umfassten vor allem „Umweltschonende Kulturverfahren“, „Wassermenge und -qualität“ sowie die „Qualität von Schnittblumen und Topfpflanzen“.
Rolf Röber war ein national und international anerkannter und sehr gefragter Wissenschaftler. Er hat mehrere Fachbücher und viele Publikationen vorgelegt.  
Als selbstbewusster, anregender Denker und kreativer Wissenschaftler bleibt uns Rolf Röber in lebendiger Erinnerung. Wir werden ihn vermissen und sein Andenken in Ehren halten.
Die Freie Akademie hat einen seiner aktivsten und klugen liberalen Persönlichkeiten verloren. Wir vermissen ihn.
Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Jutta und seiner Familie.
Dr. Volker Mueller
Präsident der Freien Akademie

„Ungeheuerliche Verweigerungshaltung“
DGHS kritisiert Sterbehilfe-Antwort der Bundesregierung zur Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion
"Es ist ungeheuerlich, dass sich die Bundesregierung nach wie  vor der Not derjenigen Schwerstkranken verweigert, die auf einem  ordnungsgemäßen Rechtsweg ihr Selbstbestimmungsrecht bis zum Lebensende  wahrnehmen wollen“, empört sich Professor Robert Roßbruch, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). Er bezieht sich  auf die Stellungnahme der Bundesregierung vom 25. Mai dieses Jahres, in  der eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zur  Erlaubniserteilung des Erwerbs eines tödlich wirkenden Medikamentes zum Zweck der Selbsttötung beantwortet wird. Allein in der Zeit vom 1.  August 2019 bis zum 10. Mai 2020 waren 46 solcher Anträge beim  Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingegangen,  die sich nach einem entsprechenden Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom März 2017 Hoffnungen auf eine berechtigte  Ausnahmegenehmigung gemacht hatten.
„Zuerst gab es keine  Antworten durch die zuständige Behörde, dann Hinhaltetaktiken, später  langwierige Prüfungen der Einzelfälle und nur pauschal begründete  ablehnende Bescheide. Jetzt wird das Grundsatzurteil des  Bundesverfassungsgerichts, das Ende Februar dieses Jahres die  Strafgesetzgebung zur Suizidhilfe für nichtig erklärt hatte, nicht auf  diese Fälle angewandt, obwohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)  immer wieder darauf verwiesen hat, dass er noch das Urteil des  Bundesverfassungsgerichts zu § 217 Strafgesetzbuch abwarten und dann  entscheiden wolle. Auch dies entpuppt sich nun als reine  Hinhaltetaktik“, resümiert Roßbruch, der als Beschwerdeführer und  Bevollmächtigter u. a. von Uwe-Christian Arnold und Dr. med. Erika  Preisig eine der sechs verhandelten Verfassungsbeschwerden eingereicht  hatte. „Die Aussage der Richter und Richterinnen des  Bundesverfassungsgerichts, dass es zum Selbstbestimmungsrecht des  Einzelnen gehört, sich auch Hilfe bei einem freiverantwortlichen Suizid  zu holen, ist doch glasklar.“ Doch anstatt sich mit der  verfassungskonformen gesetzlichen Ausgestaltung von  Lebensendberatungsangeboten zu befassen und die Anträge auf ein  Medikament zur Selbsttötung zügig zu bearbeiten, spiele die amtierende  Bundesregierung weiter auf Zeit. „Derweil versterben die Betroffenen –  oftmals auf eine Art, die sie sich eben nicht gewünscht hatten, nur,  weil ein selbstbestimmter humaner Abschied verunmöglicht wird“, so der  Vizepräsident der DGHS. Die Bundesregierung, die weiter auf Zeit spielt,  will nun in aller Ruhe erst die nächste Entscheidung des  Bundesverfassungsgerichts (zu Fragen des Betäubungsmittelgesetzes)  abwarten, wissend, dass eine Entscheidung frühestens erst Anfang  nächsten Jahres getroffen werden wird.
Die DGHS hatte  unmittelbar nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts  gemeinsam mit DIGNITAS Deutschland eine ergebnisoffene  Suizidversuchs-Präventionsberatung ins Leben gerufen. Dort werden vor  dem Hintergrund der aktuellen Gesetzeslage Perspektiven am Lebensende  aufgezeigt. Die Beratungsstelle Schluss.PUNKT ist unter Tel. 0800 / 80  22 400 werktags von 12-14 Uhr gebührenfrei erreichbar.
     
Wega Wetzel M.A.
Pressesprecherin DGHS e.V.
Tel: 0 30/21 22 23 37-22 | Fax: 030/21 22 23 37-77 | E-Mail: wega.wetzel@dghs.de | presse@dghs.de
Internet: www.dghs.de
Facebook: facebook.com/DGHSde
Twitter: twitter.com/DGHSPresse

Miteinander. gewaltfrei. Leben. gestalten!
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. trauert mit den Angehörigen um die ermordeten Mitmenschen von Hanau. Mit ihnen fühlen wir das Entsetzen und den Schmerz um den Verlust.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verfolgt das Ziel, die Verwirklichung der Menschenrechte und Grundrechte im öffentlichen Leben der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht in dem Gedanken der Toleranz ein universelles Verhaltensprinzip und strebt dessen Verwirklichung in allen Lebensbereichen an. Der menschenverachtende Terroranschlag auf arglose Menschen in Hanau wie auch der weitere Anschlag am Rosenmontag, der zurückliegende Terroranschlag in Halle, der Mord an einem Regierungspräsidenten sowie ähnliche Gewalttaten sind mit dieser Vorstellung nicht vereinbar! Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. vertritt die Auffassung, dass Werte und Normen eines Gemeinwesens nur bei Wahrung der Würde jeder Einzelnen im Dialog vereinbart werden können. Der Maßstab hierfür ergibt sich aus dem Grundgesetz, in dem insbesondere die Einhaltung der Grundrechte die Qualität des Zusammenlebens prägen. Intolerante Ideologien, völkische Denkweisen und andere Formen des Rassismus, Dogmen, autoritäre Strukturen und Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung stehen im Widerspruch hierzu.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. tritt für die Freiheit der Weltanschauung, des Glaubens, des Gewissens und der Religion ein. Er wendet sich jedoch gegen jegliche Gewalt gegenüber Mitmenschen: Das Selbstbestimmungsrecht der Einzelnen endet dort, wo die jeweils Andere in ihren Menschen- und Grundrechten verletzt wird.
Terror und Mord sind niemals hinnehmbar und müssen vom Staat sanktioniert werden. Jede Einzelne hier Lebende ist Teil dieser Gesellschaft. Die von den UN verabschiedeten Menschenrechte gelten für alle Bewohnerinnen der Bundesrepublik Deutschland - und sollten nicht nur gegenüber Diktatoren eingefordert werden. Die Achtung von Menschen- und Grundrechten ist nicht allein staatlichen Institutionen vorbehalten, sondern jede von uns, jede Einzelne, kann/muss diese Achtung in das gemeinsame öffentliche und private Leben einbringen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht im Recht auf Selbstbestimmung gleichzeitig auch die Pflicht zur Selbst- und Mitverantwortung der Einzelnen, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft gewaltfrei und unter Wahrung der Würde jeder Einzelnen zu gestalten.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verurteilt jede Gewalt  gegen andere Menschen. Jeder Anschlag und jedes Opfer sind eines:  - zuviel!

Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

Bundesverfassungsgericht kippt das Verbot geschäftsmäßiger Hilfe beim Suizid
Ärzte und Vereine dürfen sterbewilligen Schwerstkranken  wieder straffrei Beihilfe zur Selbsttötung leisten. Das hat der Zweite  Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe heute, am 26. Februar  2020, entschieden. Die Richter erklärten den umstrittenen Paragrafen 217  des Strafgesetzbuchs (StGB) für verfassungswidrig und damit für  nichtig. Das bereits bei seiner Einführung im Jahr 2015 umstrittene  Gesetz bestraft die sogenannte „geschäftsmäßige“ Sterbehilfe mit bis zu  drei Jahren Haft. Der Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO)  begrüßt das Urteil als wegweisende Entscheidung zugunsten der  Selbstbestimmung am Lebensende:
„Das ist eine gute Nachricht für Menschen am Ende ihres Lebens, also  früher oder später für uns alle. Die durch das nun gekippte Gesetz  entstandene absurde Situation, dass gerade am Lebensende professionelle  Unterstützung wegen Strafandrohung versagt bleiben musste, ist nun  beendet. Dies gibt Menschen ein Stück Würde zurück, wenn sie bewusst und  ohne äußeren Druck über die Entscheidung nachdenken, ihr Leben zu  beenden und dafür professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen“, so der  KORSO-Vorsitzende Dr. Rainer Rosenzweig in einer ersten Stellungnahme.
Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben schließe die Freiheit ein,  sich das Leben zu nehmen und dabei Angebote von Dritten in Anspruch zu  nehmen, stellte Andreas Voßkuhle, Präsident des  Bundesverfassungsgerichts, bei der Urteilsverkündung klar.
Auch angesichts der Tatsache, dass sich 80 Prozent der Deutschen mehr Selbstbestimmung am Lebensende wünschen,  war die Anpassung der Rechtsvorschriften überfällig. Das Urteil  eröffnet den Weg für Beratungs- und Hilfsangebote. Der KORSO begrüßt  alle Initiativen aus dem säkularen Spektrum, die Menschen dabei helfen,  ihr Lebensende würdevoll und nach ihren eigenen Vorstellungen zu  gestalten – und zwar mit professioneller Unterstützung nach höchstem  medizinisch-wissenschaftlichen Standard.

Hintergrundinformationen:


DGHS begrüßt Bundestags-Entscheidung zur Organspende
Die DGHS begrüßt das im deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende (BT-Drucksache 19/01187).
Der Bundestag hat am 16.1.2020 mit großer Mehrheit eine moderate Reform der Organspenderegeln in Deutschland beschlossen. Demnach sollen die Bürger in Zukunft stärker dazu bewegt werden, eine Entscheidung zu treffen. Neu geschaffen wird auch ein Online-Register.
DGHS-Präsident Professor Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher betont die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Vorsorge für das eigene Lebensende. Im Vordergrund stehen dabei Patientenverfügungen und weitere Entscheidungen zur Vorsorge wie auch die Dokumentation, ob und unter welchen Bedingungen man gegebenenfalls als Organspender zur Verfügung stehen würde. Allerdings, so Birnbacher in einer ersten Reaktion weiter, müssen die organisatorischen Bedingungen der Organspende weiter verbessert und „die Information über die Organspende realistischer und die Angehörigen des potenziellen Organspenders zu einem möglichst frühen Zeitpunkt einbezogen werden.“
Ein Automatismus, nach dem jeder Bundesbürger ab 16 Jahre zum Organspender wird, wenn er nicht ausdrücklich widersprochen hat, ist mit dem verfassungsrechtlich garantierten Selbstbestimmungsrecht des Menschen nicht vereinbar. Viele Menschen werden durch die Informationen zur Organspende nicht erreicht und erklären sich weder für noch gegen eine Organspende. Der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die Einführung einer doppelten Widerspruchslösung vorgesehen hatte, war bereits in zweiter Lesung mehrheitlich abgelehnt worden. Vorausgegangen war eine zweistündige Debatte.
Im Jahr 2019 haben nach einer Mitteilung der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Deutschland 932 Menschen ein Organ nach ihrem Tod gespendet, eine ähnlich niedrige Zahl wie im Vorjahr. Mit einer durchschnittlichen Spenderrate von 11,2 Spendern pro eine Million Einwohner nimmt Deutschland im internationalen Vergleich einen hinteren Platz ein.
Wega Wetzel M.A.
Pressesprecherin DGHS e.V.
Tel: 0 30/21 22 23 37-22 | Fax: 030/21 22 23 37-77
E-Mail: wega.wetzel@dghs.de | presse@dghs.de
www.dghs.de

Ausreiseverbot für den Ehrenvorsitzenden der Alevitischen Union Europa, Herrn Turgut Öker, muss aufgehoben werden
Der Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) hat einen Brief an Außenminister Heiko Maas geschickt, mit der Bitte, sich für die Aufhebung des Ausreiseverbots für Herrn Turgut Öker einzusetzen. Gleichzeitig hat der Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands eine Pressemitteilung herausgegeben, und zwar in Zusammenarbeit mit der Freireligiösen Landesgemeinde Baden, der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach, der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz, der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, der Alevitischen Gemeinde und Kulturzentrum Mannheim, der Alevi-Bektaschi Gemeinde Marl und dem Alevitischen Kulturzentrum Frankfurt/Main, mit folgendem Wortlaut:

Mit Unverständnis haben wir der Presse entnommen, dass ein türkischer Anwalt der Deutschen Botschaft in Ankara verhaftet worden ist. Wir unterstützen den Protest unseres Außenministers Heiko Maas bei der türki-schen Regierung und seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu und fordern die sofortige Freilassung des RA Yilmaz S. .
Wir fordern aber auch, über alle kulturellen und religiösen Grenzen hinweg, die sofortige Aufhebung des Ausreiseverbotes für den Ehrenvorsitzenden der Alevitischen Union Europa, Herrn Turgut Öker. Diese vorzeitig ausgesprochene Entscheidung bedeutet einen massiven Eingriff in die Freiheits- und Menschenrechte, zumal niemand weiß, wie viele Monate oder eher Jahre das Verfahren dauern wird. Diese Entscheidung verstößt gleich mehrfach gegen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Art. 3, Art.12 und Art. 13/2)“.
Herrn Turgut Öker, welcher die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, reiste zu seiner Verhandlung eigens aus Deutschland in die Türkei. Nach seiner Vernehmung vor dem Gericht in Istanbul/Kartal wurde gegen ihn ein Ausreiseverbot verhängt, er darf die Türkei nicht mehr verlassen. Bisher ist Herr Turgut Öker allen gerichtlichen Ladungen gefolgt.
Wir fordern die türkische Regierung auf, die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ einzuhalten und das Ausreiseverbot gegen Herr Turgut Öker sofort aufzuheben.
Siegward Dittmann
Präsident des BFGD

Absender dieser Pressemitteilung sind folgende Verbände:
Freireligiöse Landesgemeinde Baden K.d.ö.R., T 6, 26 68161 Mannheim
Frei-religiöse Gemeinde Offenbach K.d.ö.R., Schillerplatz 1, 63067 Offenbach
Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R., Wörthstr. 6a, 67059 Ludwigshafen
Alevitische Gemeinde Deutschlands, Stolberger Straße 317, 50933 Köln
Alevitische Gemeinde und Kulturzentrum, Innstr. 24, 68198 Mannheim
Alevi-Bektaschi Gemeinde Marl e. V., Bachackerweg 90, 45772 Marl
Alevitisches Kulturzentrum Frankfurt e. V., An der Steinmühle 16, 65934 Frankfurt am Main

Klimaschutz ist Gemeinwohlschutz
Gedanken zum DFW-Seminar in Klingberg 04.-06.10.2019
Skepsis sehe ich in den Gesichtern meiner gegenüber sitzenden TeilnehmerInnen. Nicht am Thema, sondern an der eigenen Überzeugungskraft, das Wissen, was man hat, weiter zu vermitteln, zu überzeugen mit Fakten, sich den kritischen Stimmen entgegen zu stellen und dies ohne pädagogischen Zeigefinger. Klimaschutz klingelt uns in den Ohren, die ersten verdrehen gelangweilt im Bekanntenkreis die Augen nach dem Motto nicht schon wieder, aber sind auch die ersten, die zu Starbucks rennen und ihren Coffee to go nicht verpassen dürfen.
Nachhaltigkeit hallt lange nach?
Nicht unbedingt stimmlich, aber in mir. Denn, wenn mich ein Thema überzeugt hat, überträgt es sich in meinen Alltag und zeigt somit Langzeitwirkung. Denken wir zurück, wie Stück um Stück die Mülltrennung eingeführt wurde. Die Mülltrennung ist aus unserem häuslichen Alltag nicht mehr wegzudenken, seitdem es Plastik-, Papier- und auch Biotonnen gibt. In den öffentlichen Bereichen ist die Vorbildwirkung jedoch erst jetzt auf dem Vormarsch. Vorreiter sind die Mülltrennungskörbe an größeren Bus- und Bahnhöfen, nachschreitend Schulen, Kitas und andere Institutionen, wo im Miteinander gelernt wird. ...weiterlesen...

KORSO trifft religionspolitische Sprecher im Bundestag
Der Koordinierungsrat säkularer Organisationen e.V., KORSO, hat satzungsgemäß die Interessen der Konfessionsfreien zu koordinieren und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Deren Interessen und Bedürfnisse sollen in Staat und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, in Bildung, Kultur und Wissenschaft in aufklärerischer Absicht eingebracht werden.
Dieses Satzungsziel vor Augen machte sich der geschäftsführende Vorstand des KORSO nach Berlin auf, um die religionspolitischen Sprecher der im Bundestag vertretenen Fraktionen zu treffen. Der Bericht zu den Gesprächen legt nahe, dass manche unserer Anliegen bis in den Bundestag vorgedrungen sind ...weiterlesen...
Swaantje Schlittgen
DFW-Präsidentin

Verwaltungsgericht Köln ruft Bundesverfassungsgericht an: DGHS hofft auf Liberalisierung des Betäubungsmittelgesetzes
Die von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) unterstützten und von DGHS-Vizepräsident RA Prof. Robert Roßbruch vertretenen Kläger leiden an gravierenden Erkrankungen und deren Folgen. Sie begehren vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn die Erlaubnis zum Erwerb einer tödlichen Dosis Natrium-Pentobarbital zur Selbsttötung. Das BfArM hatte die Anträge der Kläger auf Erteilung einer Erwerbserlaubnis abgelehnt. Dagegen richten sich die Klagen.
Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Köln hat nun zur Überraschung aller Beteiligten am 19.11.2019 im Anschluss an die mündliche Verhandlung einen Vorlagebeschluss an das Bundesverfassungsgericht getroffen. Danach ruhen die Klageverfahren, und das Bundesverfassungsgericht erhält die Möglichkeit zu prüfen, ob und inwieweit das generelle Verbot des Erwerbs von Betäubungsmitteln zur Selbsttötung mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Das Verwaltungsgericht Köln ist mit den Klägern der Auffassung, dass ein generelles Verbot des Erwerbs auch für schwerkranke Menschen in einer existenziellen Notlage nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die staatliche Schutzpflicht für das Leben könne, so das Verwaltungsgericht, in begründeten Einzelfällen hinter das Recht des Einzelnen auf einen frei verantworteten Suizid zurücktreten. Damit schließt sich das Verwaltungsgericht Köln im Wesentlichen der Argumentation der von der DGHS unterstützten Kläger an.
Die DGHS begrüßt die Entscheidung der 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Köln. Sie übertrifft in ihren möglichen verfassungsrechtlichen, betäubungsmittelrechtlichen und rechtspolitischen Konsequenzen sogar ein obsiegendes erstinstanzliches Urteil. Denn „es besteht nun erstmalig in diesem Land die Chance – und daher kann der Vorlagebeschluss des Verwaltungsgerichts Köln nicht hoch genug bewertet werden – auch die als unüberwindlich angesehene Festungsmauer des Betäubungsmittelgesetzes durch eine entsprechende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Fall zu bringen und auch hier eine Liberalisierung im Sinne der schwer und unheilbar erkrankten Suizidwilligen herbeizuführen“, so der Verfahrensbevollmächtigte Prof. Robert Roßbruch.

Wega Wetzel M.A.
Pressesprecherin DGHS e.V.
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Spendenaufruf für Frauenprojekt in Indien
Das uns bekannte weltliche Sozialwerk Arthik Samata Mandal (ASM) im indischen Unionsstaat Andhra Pradesh ist eine langjährig tätige, gemeinnützige soziale Serviceorganisation. Sie setzt sich für soziale Verbesserungen für die Menschen vor Ort und für die Würde des Menschen ein. ASM arbeitet für soziale, ökonomische und kulturelle Gleichheit in allen Bereichen und für die Gleichbehandlung von Mann und Frau. ASM wirkt für die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen.
Hauptaktivitäten von ASM sind die Bildung und sozialen Hilfen für Mädchen und junge erwachsene Frauen, um ihre Fähigkeiten und Kenntnisse für die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts zu entwickeln und zu stärken. Insbesondere sind hierbei Mädchen und junge Frauen in den ländlichen Regionen im Mittelpunkt. Das berufliche Training und die Ausbildungen konzentrieren sich entsprechend der individuellen und regionalen Möglichkeiten auf Kunsthandwerke, Schneiderei, Krankenpflege (Krankenschwestern) und einige technische Berufsbereiche. ...weiterlesen...

Der neue Freedom of Thought Report 2019 von Humanists International ist erschienen
Ein Bericht über die Menschenrechte von Nichtreligiösen warnt davor, dass „die Welt geteilt ist“ im Bezug auf Blasphemie- und Apostasie-Gesetze, und zwar „in viele Staaten, die diese Gesetze immer noch stärken, und einige Staaten, die in den letzten Jahren diese Gesetze noch verstärkt oder neue ‚Blasphemie‘-Gesetze eingeführt haben“.
Der einmal im Jahr erscheinende Freedom of Thought Report von Humanists International, deren Mitglied der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. ist, liegt nun in der achten Ausgabe vor. Er untersucht die Situation der Gesetze und Menschenrechte für „Humanisten, Atheisten und Nichtreligiöse“ auf der ganzen Welt.
Die Ausgabe von 2019 feiert die Tatsache, dass derzeit acht Länder die „Blasphemie“-Gesetze in den letzten fünf Jahren abgeschafft haben. Aber sie warnt auch davor, dass 69 Länder solche Gesetze immer noch aufrechterhalten, und dass die Strafen und Verfolgungen in einer Reihe von Ländern verschärft wurden. Staaten wie Saudi-Arabien und Pakistan sind als beständige Blasphemie-Verfolger notiert. Trotz der breit publizierten Geschichte der christlichen Farmarbeiterin Asia Bibi werden immer noch diverse Atheisten und viele andere in Pakistan angeklagt; außerdem verurteilt der Bericht außergerichtliche Gewalt, die sowohl gegen humanistische als auch religiöse Minderheiten aufgrund von Anklagen wegen Blasphemie ausgeübt wird.
Der Bericht hebt auch eine Verschlechterung in anderen Ländern hervor. Sowohl Brunei als auch Mauritanien haben derzeit die Bestrafungen für „Blasphemie“ und „Apostasie“ in den letzten zwei Jahren verstärkt. Bruneis 2019 eingeführtes Strafmaß betrifft Blasphemie und Apostasie, aber auch andere „Hudud“-Straftaten wie Ehebruch und Homosexualität, die zur Todesstrafe führen. Mauretanien führte eine obligatorische Todesstrafe für Blasphemie und Aspostasie im April 2018 ein. Prominente „Blasphemie“-Verfolgungen werden als Grund zur Sorge in Indonesien genannt, wie auch die Reaktionen gegen die Demonstranten, die gegen den Hijab-Zwang im Iran protestieren, und die Verfolgungen und Gewalt aufgrund des Hindu-Nationalismus zeigen eine sich verschlechternde Situation in Indien. Trotz des im Großen und Granzen positiven Trends steht Europa nicht völlig außerhalb jeglicher Kritik, da in den letzten Jahren beispielsweise in Italien und Spanien Künstler und Demonstranten verfolgt wurden.
Andrew Copson, der Präsident von Humanists International, kommentiert: „Blasphemie- und Apostasie-Gesetze sind schon für sich genommen eine Ungerechtigkeit, aber sie verleihen jenen eine falsche Legitimation, die in ihrem Namen morden und Terror verbreiten. Wie unser Bericht  belegt, verschärft es die Probleme mit religiösem Extremismus nur noch, wenn Regierungen solche Gesetze zugrunde legen. Die Aufhebung dieser Gesetze zum Beispiel mitttels der Verpflichtung auf die Menschenrechtskonventionen, die fast alle Länder unterzeichnet haben, muss Priorität haben. Das wird nicht all die verschiedenen anderen Formen von Diskriminierungen lösen, denen Humanisten und andere religiöse Minderheiten ausgesetzt sind, die unser Bericht dokumentiert. Aber es wird der Anfang sein, um den religiösen Extremismus zu ent-legalisieren, der so viele Gesellschaften in so vielen Regionen des Planeten bedroht.“
Humanists International
(Übersetzung: Ortrun Lenz)
 
Wert und Würde eines jeden Menschen sind unantastbar
Unitarier kritisieren Urteil des Berliner Landgerichts im Fall Künast
Die Unitarier-Religionsgemeinschaft freien Glaubens kritisiert das Urteil des Berliner Landgerichts nach dem Ausdrücke wie „Stück Scheiße“, „Schlampe“ oder „Drecksau“ keine persönlichen Schmähungen seien, sondern „zulässige Sachkritik“. Im vorliegenden Fall müsse Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) solche Ausdrücke als freie Meinungsäußerung hinnehmen. „Uns Unitarier*innen geht es dabei nicht um die juristische Bewertung, sondern um die mit dem Urteil verbundene Botschaft, die in elementarer Weise das Zusammenleben selbstverantwortlicher Menschen im Spannungsfeld von persönlicher Freiheit und dem Schutz der Persönlichkeit betrifft“, so Prof. Karsten Urban, Co-Präsident der Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens. Gerhard Puhlmann, Co-Leiter der Unitarier-Landesgemeinde Hamburg ergänzt: „Respekt und Dialog sind für uns von zentraler Bedeutung und daher insbesondere unser Thema“. ...weiterlesen...

Die verfolgte Humanistin Gulalai Ismail ist sicher in den USA angekommen
19.09.2019 - Humanists International (HI) hat offiziell bestätigt, dass Gulalai Ismail jetzt in Sicherheit ist.
Das Vorstandsmitglied der Humanists International (ehem. IHEU), Gulalai Ismail, war seit ihrer anfänglichen Inhaftierung im Oktober 2018 auf der Flucht vor den pakistanischen Behörden. Humanists International hat an vorderster Front dafür gekämpft, auf internationaler Ebene alles dafür zu tun, um ihre Freilassung zu gewährleisten. https://humanists.international/  ...weiterlesen...

Werte fallen nicht vom Himmel, noch weniger gibt es ein/-en Verfall(-sdatum)
Humanisten für Menschenrechte und Toleranz – Deutscher Humanistentag 2019 in Hamburg
Still wird es gerade in den Gängen des Hauses der Patriotischen Gesellschaft von 1765. Stille nach aufgeregten, spannungsgeladenen und nachdenklichen Momenten, die heute hier auf dem Programm des Humanistentages 2019 standen. Aber es ist eine erfrischende Stille. Stille der lauten Gedanken, die Stille bevor jemand das Wort an jemand anderes auf dem Flur richtet, Stille vor dem konstruktiven Aufbruch zu neuen Aktionen, neuen Schritten, neuen Ansätzen. Alles wird hier heute und während der Tages des Deutschen Humanistentages geschmiedet.
Das Viertageprogramm, vielfältig, fachspezifisch und anregend gestaltet, bietet für Menschen mit Fragen zum humanistischen Weltbild, zu Menschenrechten, zur Wertedebatte, Jugendfeierregelung bis hin zur säkularen Flüchtlingshilfe und Sterbehilfe ein breites Spektrum an interessanten Podiumsdiskussionen, Erfahrungsberichten und Vorträgen wie auch persönlichen Schicksalen.
Im Rahmen des Humanistentages führte die Humanistische Akademie Deutschland ihre Fachtagung „Werte fallen nicht vom Himmel“  durch. Mit Einladung der Akademie bot sich mir die Chance, als Vertretung des DFW, über unseren Standpunkt zum Werteunterricht zu  debattieren, über die LER-Ausbildung in Brandenburg an der Universität  in Potsdam mit Christina Gruhne zu sprechen, mit dem HVD Berlin und dem  Fachverband Werte und Normen aus Niedersachsen über eigene Standpunkte,  aktuelle Geschehnisse und Umsetzungen zu diskutieren, Erfahrungen aus  eigener LER-Schülererfahrung in der 7. Klasse einzubringen und die  Relevanz des gemeinsamen Ethikunterrichts immer wieder in den  Vordergrund zu rücken. ...weiterlesen...
DFW-Infostand auf dem Humanistentag in Hamburg
Immer mehr Kirchenaustritte
KORSO fordert Konsequenzen in der Kirchenfinanzierung und hinsichtlich der Privilegien von Weltanschauungsgemeinschaften
Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Obwohl die deutsche Gesamtbevölkerung 2018 nur um 280.000 Personen angestiegen ist, verlor die katholische Kirche gegenüber dem Vorjahr rund 300.000 Mitglieder, die evangelische Kirche sogar 400.000. Die Gruppe der konfessionsfreien Menschen wiederum ist um mehr als 800.000 Personen  gewachsen.[1]  Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Eine Prognose des  „Forschungszentrums Generationenverträge“ an der Universität Freiburg geht davon aus, dass die Kirchen bis zum Jahr 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren werden [2] und damit einen Anteil von unter 30% an der Gesamtbevölkerung einnehmen. ...weiterlesen...

Vielfalt - Würze des Lebens?
Variety - Spice of Life?
Zum Europäischen Unitariertag Pfingsten 2019 in Berlin im ParkInn am Alexanderplatz hatten die Europäischen Unitarian Universalists (EUU) und die Unitarier Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V. eingeladen und konnten zur Eröffnung zahlreiche Gäste aus ganz Europa und Übersee mit der Erinnerung an den Council of Unitarian and other Liberal Thinkers and Workers, der seinen 5. Weltkongress 1910 in Berlin beging und heute in der IARF (www.IARF.net) International Association for Religious Freedom seine Fortsetzung findet, begrüßen.

Die Unitarier Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V. hatten nachmittags bereits ihre Mitgliederversammlung abgehalten, während andere Teilnehmer zunächst die liberale, von Seyran Ates gegründete Moschee besuchten und anschließend an dem Freitagsgebet in der liberalen Synagoge teilnahmen.

In der Feierstunde am Samstagmorgen zeigte uns Dorothea Kaufmann unter Mitwirkung von Jutta Hamm und Volker Schwebke, wie sich das Thema Vielfalt mit allen Facetten des Lebens in ihrem Garten abspielt und ließ uns ihren Gedanken parallel in Szenenbildern folgen. – Im Anschluss sprach Karen Tse als Themensprecherin über ihre Arbeit bei in ihrer Organisation International Bridges of Justices www.ibj.org, die sich inhaltlich mit juristischen Verfahrensrechten von Inhaftierten befasst, bei der sie sich nicht nur als Juristin, sondern auch als unitarische Pfarrerin einbringt, um Menschen einander in schwierigen Situationen näherzubringen. - Trotz der manchmal belastenden Umstände vor Ort sind Betroffene in beeindruckender Weise in der Lage, sich unabhängig von der ihnen angetanen Gewalt oder des Unrechts liebevoll und gütig zu verhalten – und zu verzeihen.

Am Nachmittag gab es Workshops zu Musik in Feierstunden, nachchristlicher Gestaltung von Religiosität, zum Jugendaustausch, zum Latitudinarismus als ethische Herausforderung im 21.Jahrhundert sowie Ausflüge zum Reichstag und zum Friedhofspark in der Pappelallee, wo Anne-Kathrin Pauk die Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 - Freireligiöse Gemeinde vorstellte. Gleichzeitig probten zahlreiche unitarische Musiker und der Chor, um am Abend einen sehr spritzigen Evening of Music zu präsentieren.

Der Sonntag begann mit einer Feierstunde von Karen Tse und Inga Brandes, die sich mit den verwirrenden Eigenschaften von Vielfalt und damit einhergehenden Emotionen befassten und welche Schwierigkeiten sich daraus nicht nur in unitarischen Gruppen bei der Gestaltung von Vielfalt in Europa ergeben. Die Musik griff dieses Thema geschickt auf.

Die an die Feierstunde anschließende Suche und Benennung von gemeinsamen Überzeugungen ließ manche Kleingruppe zweifelnd zurück. Dies konnte man am Nachmittag im Improtheater ausdrücken, sich mit dem Umgang mit Trauer befassen, Esperanto lernen, Yoga machen, die tschechische Unitarische Akademie oder das europäische Chapter der IARF kennenlernen und sich mit Fragen künstlicher Intelligenz und den ihr innewohnenden Werten befassen. – Ein Ausflug auf der Spree und die Teilnahme an der Refugees Voices Tour rundeten den Nachmittag ab, bevor der Bunte Abend startete. Die Band von Frank und Roland rockte den Saal. – Der Montagmorgen wurde durch Wies Houweling mit dem Thema Lieben Liberale Vielfalt? begonnen, wo sie mit Hilfe der interaktiven Mentimakerfragen zeigte, was den Zuhörern wichtig ist. Sie führte plastisch aus, dass Vielfalt in großen Städten bereits Wirklichkeit ist und wie mit der neuen Supervielfalt Neues entsteht.

Die Abschlussveranstaltung widmete sich der Schwierigkeit, Gemeinsamkeiten der verschiedenen unitarischen, freireligiösen oder freidenkenden Gruppen in gemeinsam Erlebtes und Gestaltbares umzusetzen. Sollten nicht alle anstreben, große Fragen als Gemeinschaft von vielen und nicht jeder für sich allein zu lösen? Jede Mischung von Vielfalt hat etwas Eigenes, Unverwechselbares, so auch die Original EUT2019-Gewürzmischung, die allen Teilnehmern eine Erinnerung sein soll. – Es waren drei sehr intensive Tage voller Musik, Austausch und Gespräche - und auch der Erkenntnis, dass es eine Herausforderung bleibt, im Großen wie im Kleinen die vorhandene Vielfalt in positiver Weise anzunehmen. Texte und Fotos werden in den Unitarischen Blättern 3-2019 sowie im Unifier der EUU veröffentlicht.

Swaantje Schlittgen
Präsidentin des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

(Fotos: Volker Bühnemann)
Swaantje Schlittgen
Wies Houweling
Karen Tse
Dorothea Kaufmann
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