DFW

Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

  • Integrieren statt separieren – ein Seminar der Jugend- und Bildungsstätte Klingberg
  • Bundestagsbeschluss über den Schutz der Religionsfreiheit zügig umsetzen
  • Säkulares Forum Hamburg
  • Humanistische Gemeinschaft Egelsbach|Erzhausen|Langen wählt neuen Vorstand und lehnt Luther-Ehrung in Langen ab
  • Warum Humanisten Martin Luther nicht als Vorbild sehen können – Kritik zum Reformationstag und der Skulptur-Enthüllung in Langen am 31.10.2018
  • Europäische Humanisten begrüßen das irische Abstimmungsergebnis für die Redefreiheit
  • Reimagining Interfaith: Freie Religion geht neue Weg
  • Pressekonferenz u. Veranstaltung am 19.11.2018 zur Buch-Neuerscheinung: Heimatland: Erde von Garry S. Davis
                  • Erklärung zum 9. November 2018 (DFW): Für eine menschliche Zukunft!
                  • Die Freireligiöse Gemeinde Mannheim sucht einen Sozialpädagogen/Erzieher
                  • Zum Hintergrund von 70 Jahren Menschenrechte: Die Geschichte des Mannes, der die Menschenrechte erkämpfte
                  • Wieder werden Humanist*innen verfolgt! Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition für Gulalai Ismail!
                  • Die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) legt den „2018 Freedom of Thought Report“ vor
                  • Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften: Hauptversammlung in Mannheim am 10.11.2018 mit
                  • Festveranstaltung am 11.11.: „170 Jahre Revolution – es wird mal wieder Zeit“
                  • Neu: DFW-Heft 30: Humanismus unter Verfolgung – Bedrohte Humanisten
                                  Der DFW hat gewählt: Swaantje Schlittgen ist die neue Präsidentin
                                  Seit seiner Hauptversammlung am 10.11.2018 in Mannheim hat der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. eine neue Präsidentin. Swaantje Schlittgen (li.), bisher Vize-Präsidentin, wurde einstimmig zur Präsidentin gewählt. Renate Bauer (re.) (Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz) war nach acht Jahren als DFW-Präsidentin zurückgetreten. Die Delegierten der Hauptversammlung bedankten sich bei ihr für ihre langjährige, erfolgreiche Arbeit für den Dachverband. Als Vize-Präsidentin wählte die Versammlung Silvana Uhlrich-Knoll (Humanistischer Freidenkerbund Brandenburg), die bisher als Beirat das Ressort Familie, Jugend und Bildung betreut hatte. Weitere Wahlen fanden diesmal nicht statt, alle weiteren Präsidiumsmitglieder sind noch bis 2020 im Amt.
                                  Swaantje Schlittgen (Unitarier Religionsgemeinschaft freien Glaubens) wird die bewährte Arbeit ihrer Vorgängerin fortsetzen, aber auch neue Impulse für den Dachverband setzen. Sie engagiert sich u.a. schon seit Längerem auch für die Zusammenarbeit mit anderen freigeistigen Verbänden im KORSO (Koordinierungsrat Säkularer Organisationen).
                                  Ortrun Lenz

                                  DFW-Erklärung zum 9. November 2018:
                                  Für eine menschliche Zukunft!
                                  Vor achtzig Jahren trat das nationalsozialistische Regime in Deutschland in der sogenannten „Reichskristallnacht“ die intensive Phase der Verfolgung von Mitbürgern jüdischen Glaubens los. Historiker sind sich einig, dass die Zerstörungen und Verfolgungen in dieser Nacht nicht nur von den Schergen des Regimes selbst ausgeführt wurden, sondern bei vielen zivilen Bürgern des Landes Zustimmung fanden und unterstützt wurden.
                                  Antisemitismus, Rassismus und Herabwürdigung von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Herkunft, Geschlecht und Lebensform sind leider auch heute wieder Teil des gesellschaftlichen Lebens geworden. Abgrenzung gegen andere findet Zustimmung, Menschen anderer Herkunft oder anderen Glaubens werden wieder zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme gemacht. Einzelfälle werden verallgemeinert, wenn sie nur die Ablehnung von Menschen fördern, an die Opfer wird nicht gedacht. Oder wird für jede Frau, die von ihrem Partner getötet wird, ein Trauermarsch gemacht?
                                  Vom DFW aus beobachten wir diese Entwicklung zu offenem Ausdruck von Hass und Menschenfeindlichkeit mit großer Sorge. Unsere Mitgliedsorganisationen treten ein für ein achtungsvolles, gleichberechtigtes Miteinander in einem säkularen Staat, in dem alle Religionen und Weltanschauungen die gleichen Rechte haben, und die Bürger- und Menschenrechte Basis allen staatlichen und gesellschaftlichen Handelns sind.
                                  Wir arbeiten auf internationalem Gebiet mit Menschen aus aller Welt zusammen und setzen uns für Menschenrechte weltweit ein.
                                  Wir werden – wie es der DFW von Anfang an in seinem Einsatz gegen Rassismus und Antisemitismus getan hat – weiter eintreten für gegenseitige Achtung und Toleranz, wir wollen die Offenheit für Menschen anderer Kulturen und Anschauungen fördern. Wir rufen auf zum kritischen und achtungsvollen Diskurs mit allen demokratischen Organisationen. Wir rufen unsere Mitglieder auf, sich aktiv einzusetzen für Freiheit und gleiche Rechte aller, für ein friedliches Miteinander. Die Erinnerung an die Reichskristallnacht soll uns stärken, dass wir für eine menschliche Zukunft arbeiten. Wir wollen lieber miteinander reden, diskutieren, lachen, einander trösten, statt uns abzuwenden und vor Angst und Hass zu kapitulieren.
                                  Nicht einfach gaffen und sich verkriechen, stattdessen gegen Hass sprechen, ansingen, handeln!
                                  Renate Bauer
                                  DFW-Präsidentin
                                  Veranstaltung in Stuttgart war ein voller Erfolg:
                                  Globale Krise, Menschheits-Ethik und Um-Weltbürgertum
                                  Bei der Veranstaltung im Stuttgarter Hospitalhof zum 70. Jahrestag des Beginns der Weltbürger-Bewegung hielt Prof. Dr. E. U. v. Weizsäcker einen hervorragenden Vortrag zur "Globalen Krise, Menschheits-Ethik und Um-Weltbürgertum". Der Vortrag wurde aufgezeichnet und wird Anfang nächsten Jahres verfügbar sein. Wir werden berichten. Prof. v. Weizsäcker hat das Vorwort zum gerade auf Deutsch erschienenen Buch "Heimatland: Erde - Die Odyssee des Weltbürgers Nr. 1" von Garry S. Davis geschrieben.
                                  Außerdem hielt Herausgeber und Co-Autor Stephan Mögle-Stadel eine Rede, die bereits jetzt als pdf heruntergeladen werden kann. Die Stuttgarter Rede stellt eine unmittelbare Erwiderung auf die unsäglich dumme und entlarvende Aussage von Herrn Gauland in seiner Frankurter Rede („Wir haben kein Interesse daran, Menschheit zu werden! Wir wollen Deutsche bleiben!“) dar. Rund 70 Gäste konnten sich davon überzeugen, dass es auch und gerade heute vernünftige Sichtweisen auf die Probleme der Welt geben kann und muss.
                                  Ortrun E. Lenz
                                  70 Jahre Menschenrechte
                                  "Heimatland: Erde Die Odyssee des Weltbürgers Nr. 1" – Die Garry Davis Weltbürger-Story auf Deutsch
                                  305 Seiten, mit Fotos | Angelika Lenz Verlag | Neu Isenburg
                                  ISBN 978-3-943624-44-1

                                  Vorwort von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
                                  Co-Präsident des Club of Rome


                                  Rezensions-Exemplare via info@lenz-verlag.de...
                                  Lesungen & Dia-Vorträge des Herausgebers und Co-Autors: info@welt-buerger.org

                                  Die Geschichte des Mannes, der 1948 die Erklärung der Menschenrechte in Paris erkämpfte
                                  Die Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) am 10. Dezember 1948 in Paris war kein Geschenk der Regierungen. Am 19. November 1948 besetzte die damalige Weltbürger-Bewegung die UNO-Generalversammlung und hunderte von Weltbürgern blockierten die Eingänge des Palais de Chaillot. Eine Bewegung, wie aus dem Nichts der Vernichtungskriege des National(sozial)ismus aufgestanden, landete auf den Titelseiten von LE MONDE, NEW YORK TIMES und SPIEGEL.
                                  Der ehemalige US-Bomberpilot Garry Sol Davis hatte in Paris seine US-amerikanische Staatsangehörigkeit zurückgegeben und kampierte als staatenloser Asylsucher und „Weltbürger Nr. 1“ auf dem exterritorialen Gelände der UNO. Diese Aktion machte Schlagzeilen. Unterstützt von Albert Einstein, Pandit Nehru und Albert Schweizer stürmten die Kosmopoliten, darunter Albert Camus, Abbe Pierre und André Breton, das inter-nationale UN-Forum...
                                  Link: Entstehungsgeschichte Weltbürgerbewegung von 1948 ...weiterlesen...

                                  Freie Akademie e.V.
                                  Ankündigung der Tagung 2019
                                  Die Freie Akademie lädt herzlich zu ihrer wissenschaftlichen Tagung zum Thema
                                  Ist „Europa“ noch zu retten?
                                  Europa in Gegenwart und Zukunft.
                                  vom 30. Mai bis 2. Juni 2019, in der Frankenakademie Schloss Schney ein.
                                  Steht die Europäische Union noch für Frieden, Demokratie, Freiheit und Wohlstand? Vor der Europawahl im Mai 2019 tritt die EU in der allgemeinen Wahrnehmung fast nur im Krisenmodus auf. Dafür genügt es, die Schlagwörter „Brexit“, „Eurokrise“ und „Flüchtlingskrise“ in die Debatte zu werfen. Zentrifugale Kräfte wirken allerorten. Den europafreundlichen „Volksparteien“ kommen die Wähler abhanden. Als neue Unterart des Homo politicus tritt aggressiv der „Wutbürger“ auf. Offensichtlich lässt sich die europäische Einigung nicht qua EU-Gesetzgebung herstellen. Die ungarische Regierung greift die Unabhängigkeit der Justiz und die Pressefreiheit an, während die polnische Regierung eine „Re-Christianisierung“ Europas als spezifische europäische Lösung des Migrationsproblems fordert. Zum Beispiel sowohl in Budapest als auch in Warschau bezweifeln die herrschenden Eliten öffentlichkeitswirksam, dass Brüssel legitimiert ist, ihre Politik zu kritisieren.
                                  Die Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007 ist nicht gelöst, sondern schwelt weiter. Vieles deutet darauf hin, dass die nächste Erschütterung vor der Tür steht. Beendet ist auch nicht die Diskussion über die nationale Beschränktheit der deutschen Antikrisenpolitik, die sich während der Krise von 2007 gegen eine gemeinsame europäische Bankenrettung gestemmt hatte. Hat die deutsche Regierung mit ihrem Verhalten die Risse im Fundament des europäischen Vereinigungsprozesses vergrößert? Die Symptome der EU-Krise sind vielfältig und schnell benannt – aber wofür stehen sie? Ist der Europäische Gedanke weiterhin tragfähig; welche Werte trägt die EU? Ist eine Erweiterung der EU in Richtung Westbalkan angesichts der europäischen Krise ratsam? Diese Fragen öffnen den Blick für die komplizierte Geschichte Europas und verweisen darauf, dass bedeutende Territorien unseres Kontinents jahrhundertelang nicht nach Wien, Paris oder London ausgerichtet waren, sondern nach Konstantinopel. Und wenn angesichts der Krise der EU über die Geschichte Europas von den „Rändern“ her nachgedacht wird, muss auch Russland und sein Comeback als Großmacht in den Fokus der Betrachtung eingeschlossen werden. Dann stellt sich heraus, dass die alten Fragen nach dem Verhältnis von Russland zu Europa und von Europa zu Russland neu diskutiert werden müssen.
                                  Die europäische Politik verschränkt sich mit dem gegenwärtigen Umbruch der Weltordnung und mit den Globalisierungsprozessen. Der „atlantische Block“, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter Führung der USA herausgebildet hatte, ist zerbrochen. Trump will mit seiner US-amerikanischen Administration den atlantischen Konsens durch eine Vielzahl von ihm diktierter Deals ersetzen. Die Frage nach den Beziehungen der EU zu China, zu einem Land also, in dem sich eine stürmisch wachsende kapitalistische Marktwirtschaft mit dem Gewaltmonopol seiner Kommunistischen Partei verbindet, weist auf mehrfach widersprüchliche Konstellationen. Einerseits fürchtet man in Europa China als Konkurrenten und will es kleinhalten. Andererseits bietet den europäischen Unternehmen der enorm große chinesische Markt auch große Gewinnchancen. Jede Investition in China aber trägt dort zur weiteren ökonomischen Entwicklung bei.
                                  Rechte und populistische Kulturkämpfer, liberale Reformer und kritische, linke Europäer haben verschiedene Szenarien zur Krisenbewältigung entwickelt. Welche sind das? Verfügt die gegenwärtige Union überhaupt über einen ethischen Wertekonsens des kulturellen Zusammenhalts, die demokratischen Strukturen, die wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen und das rechtsstaatliche Instrumentarium, um ihre komplexe und tiefgehende Krise zu lösen? Wir wollen die Krise und die Chancen der Europäischen Union, ihre Ursachen, Hintergründe und Folgen sowie die Frage nach der Problemlösungsfähigkeit der EU erörtern.
                                  Lassen Sie uns im Interesse der Aufklärung und des Humanismus gemeinsam auf eine Reise in unsere Gegenwart und Zukunft gehen, lassen Sie uns interdisziplinär unsere Daseinsfragen diskutieren und gemeinsam klüger werden. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!

                                  Anfragen können gern gerichtet werden an die:
                                  Freie Akademie, Holbeinstr. 61, 14612 Falkensee.  

                                  Dr. Volker Mueller (Präsident der Freien Akademie)
                                  Dr. Gunter Willing (Wissenschaftlicher Tagungsleiter)

                                  Die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) legt den „2018 Freedom of Thought Report“ vor
                                  Zum ersten Mal wurde eine Liste publiziert, die die besten und die schlechtesten Länder der Welt anzeigt, um dort als Atheist zu leben. Der Bericht wurde veröffentlicht von der weltgrößten Organisation für Nicht-Religiöse, die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU).
                                  Die IHEU unterstützt auch Humanisten, die dem Risiko der Verfolgung ausgesetzt sind, und hat erneut einen Spendenaufruf gestartet, um ihre wichtige Arbeit fortsetzen zu können.
                                  In diesem Jahr hat die IHEU ihren 7. jährlichen „Freedom of Thought Report“ (Bericht über Religions- und Weltanschauungsfreiheit) vorgelegt, und zwar während der Hauptversammlung der Vereinten Nationen in New York City. Zum ersten Mal enthält der Bericht ein Ranking jedes Landes der Welt, gemäß seinem jeweiligen Grad an Diskriminierung von Atheisten, Humanisten oder Nicht-Religiösen.
                                  Gleichzeitig verbreitet die Organisation einen Aufruf an Atheisten und Humanisten in wohlhabenderen Nationen der Welt, um ihre Arbeit finanziell zu unterstützen. In einem Kommentar zur Veröffentlichung des Reports von 2018 sagte Andrew Copson, Präsident der IHEU:
                                  „Das ist einzigartig in der Welt. Zum ersten Mal wird unser Bericht glaubwürdig und akkurat die Diskriminierung belegen, der Leute überall auf der Welt ausgesetzt sind, nur aufgrund ihres nicht-religiösen Glaubens. Dieser Bericht zeichnet ein dunkles Bild mit bezeichnenden Diskriminierungen, die unseren nicht-religiösen Freunden und Kollegen überall auf der Welt entgegenschlägt.
                                  In einer Zeit des wachsenden Nationalismus sehen wir diejenigen, die mutig genug sind, um konservative religiöse Anführer zu kritisieren, als ‘unpatriotisch’ und ‘subversiv’ dämonisiert.
                                  Bei der IHEU wollen wir weltweite Kampagnen führen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und die Rechte von Atheisten und Humanisten zu schützen – aber ehrlich gesagt können wir nicht mit den großen und starken Lobbys der konservativen christlichen Rechten in Amerika und dem konservativen Islam im mittleren Osten. Deshalb starten wir eine offene Frage: Wenn Sie das Glück haben, in einem der „Top 10“-Länder zu leben, die dieser Bericht identifiziert hat, bitte denken Sie darüber nach, ob Sie heute spenden könnten, damit wir unsere wichtige Arbeit fortsetzen können, um diejenigen zu schützen, die in den für Atheisten „10 schlechtesten Ländern“ leben.
                                  Die für Atheisten/Humanisten 10 besten Länder sind: Belgien, Niederlande, Taiwan, Frankreich, Japan, Nauru, São Tomé und Príncipe, Norwegen, USA, Saint Kitts and Nevis.
                                  Die für Atheisten/Humanisten 10 schlechtesten Länder sind: Brunei Darussalam, Sudan, Malaysia, Mauretanien, Vereinigte Arabische Emirate, Pakistan, Malediven, Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien. - - Genaue Begründungen dafür unter www.iheu.org (https://iheu.org/iheu-launches-2018-freedom-thought-report/)

                                  Integrieren statt separieren – ein Seminar der Jugend- und Bildungsstätte Klingberg
                                  Konzept für einen Ethikunterricht an öffentlichen Schulen  in staatlicher Verantwortung für alle Jahrgangsstufen.
                                  Präambel: Absolutheitsansprüche im Unterricht historisch gewachsener Religionen nach Art.7. (3) GG gefährden die gesellschaftspolitischen Gegebenheiten und Aufgaben einer auf Pluralität und religiös/weltanschaulicher Neutralität gegründeten freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

                                  Ziel des Ethikunterrichtes muss es sein:
                                  Schüler und Schülerinnen mit den ethischen Grundlagen und Prinzipien der Grundrechte  der deutschen Verfassung, wie sie insbesonders in Art.1(2) GG festgeschrieben sind, vertraut zu machen, um ein friedliches von gegenseitigem Verständnis getragenes Zusammenleben  einzuüben, und einer späteren Hinwendung zum Extremismus vorzubeugen.

                                  Dazu sind folgende Bedingungen zu erfüllen:
                                  -   Der Unterricht soll im Klassenverband gemeinsam für alle Schüler und Schülerinnen unabhängig von ihrer kulturellen und religiös / weltanschaulichen Herkunft erteilt werden.
                                  -   Religionen und Weltanschauungen müssen religiös und weltanschaulich neutral behandelt werden.
                                  - Deshalb ist dieses Fach an öffentlichen Schulen ordentliches Pflichtfach wie alle anderen Unterrichtsfächer in staatlicher Verantwortung.
                                  - Lehrkräfte für das Fach Ethik werden nach wissenschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten religiös und weltanschaulich neutral ausgebildet.

                                  Schlussbemerkung:
                                  Unabhängig von der Einführung eines Ethikunterrichtes soll der konfessionelle Religionsunterricht nach Art.7(3) GG zur freien Wahl weiter bestehen.
                                  Nach dem Urteil des BVerfG von 1987 ist der Religionsunterricht nach Art.7(3) GG
                                  „... keine überkonfessionelle vergleichende Betrachtung religiöser Lehren, keine Morallehre, Sittenlehre, historische Religionskunde, Religions- oder Bibelgeschichte. Sein Gegenstand ist vielmehr der Bekenntnisinhalt, nämlich die Glaubenssätze der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Diese als bestehende Wahrheit zu vermitteln, ist seine Aufgabe.“
                                  Es ist daher zu bezweifeln, ob das Konzept für einen Ethikunterricht von dem bestehenden "Religionsunterricht für alle" in Hamburg - in Verantwortung der Nordelbischen Kirche - erfüllt werden kann.
                                  Horst Prem,  2. November 2018
                                  Bundestagsbeschluss über den Schutz der Religionsfreiheit zügig umsetzen
                                  Der Bundestag hat in seiner Sitzung am 19. Oktober mit großer Mehrheit den Antrag „Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit stärken“ beschlossen.
                                  Zum Verlauf der Debatte erklärt Siegward Dittmann, Präsident der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz: „Wer aus dem Menschenrecht auf Religionsfreiheit einen alleinigen Anspruch auf die Sonderstellung einer einzigen Weltreligion ableitet und die Sanktionierung von Staaten fordert, in denen Mitglieder dieser Religion diskriminiert werden, gefährdet Frieden, Freiheit und Demokratie und somit das Fundament für eine offene und demokratische Zivilgesellschaft.
                                  Verfolgung und Repressionen betreffen neben Mitgliedern unzähliger religiöser Gemeinschaften auf der Welt gerade auch jene Menschen, die nicht glauben. Die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU), die Weltorganisation der Humanisten, Atheisten, denen die Freireligiöse Landesgemeinde über den Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. angehört, weist seit 2012 in ihrem Freedom of Thought Report (FOTR, www.iheu.org) auf die zunehmende Verfolgung von Humanisten und religionslosen Menschen in zahlreichen Ländern, ebenso wie auf die Verfolgungen religiöser Minderheiten hin. Gerade jetzt wurde ein Vor-standsmitglied der IHEU in Pakistan verhaftet, wegen angeblicher Blasphemie. Auch Menschen mit freireligiöser Weltanschauung gehören zum wachsenden Kreis der sogenannten Konfessionslosen (als Heiden verunglimpft), und unsere Freie Religion hat in der deutschen Geschichte Verbot und Diskriminierung der Mitglieder der Gemeinschaft durch den Nationalsozialismus bitter erfahren“, so Siegward Dittmann weiter.
                                  „Wir halten es für wichtiger, dass unser Land mit gutem Beispiel vorangeht, den Blasphemieparagraphen § 166 abschafft und die Trennung von Staat und Kirche vorantreibt. Der Schutz der Religionsfreiheit darf nicht dazu missbraucht werden, Menschenrechte zu relativieren und durch die Herabsetzung einer bestimmten Glaubensrichtung Hass und Vorurteile gegen Minderheiten in unserem Land zu schüren. Die Bundesregierung soll die am Freitag verabschiedeten Forderungen des Bundestages auf Anerkennung des individuellen Rechtes auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit, den Glauben zu wechseln oder keiner Religion anzugehören, zügig umzusetzen,“ fordert Dittmann abschließend.

                                  Neu: DFW-Heft 30 | Humanismus unter Verfolgung – Bedrohte Humanisten
                                  In der Reihe „Berichte und Standpunkte – Schriftenreihe für freigeistige Kultur“ ist soeben Heft 30 erschienen. Unter dem Titel „Humanismus unter Verfolgung – Bedrohte Humanisten“
                                  2018 ist es nun siebzig Jahre her, dass die Vereinten Nationen 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedeten. Doch noch immer sind längst nicht alle dieser Rechte in allen Ländern der Erde verwirklicht. Artikel 18 erklärt:
                                  „Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit.
                                  Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.“
                                  In dieser Broschüre wollen wir zum einen informieren über die Situation der Gedankenfreiheit in der heutigen Zeit, wollen außerdem auch einige Hintergründe analysieren, welche Regelungen und besonderen Bedingungen es gerade Humanist*innen schwer machen, ihre Überzeugung gemäß Art. 18 leben zu können und auch von Betroffenen berichten lassen, was das im alltäglichen Leben bedeutet.
                                  Aus dem Inhalt:

                                  Renate Bauer
                                  Was ist der „Freedom of Thought Report“ der IHEU?
                                  Bob Churchill
                                  Drei Länder als Beispiele
                                  - Deutschland
                                  - Belgien
                                  - Syrien
                                  Renate Bauer
                                  Verfolgte Humanist*innen: Besonderheiten im Vergleich
                                  zu Diskriminierungen von Minderheitenreligionen
                                  Renate Bauer
                                  Geschichtlicher Rückblick: Atheismus als Verfolgungsgrund
                                  Madani Mohamed Lamine
                                  Gott tötet uns – Bericht eines Betroffenen
                                  Ahmed Nadir
                                  Bangladesch: eine Todesfalle für säkulare Aktivisten

                                  Erschienen im Angelika Lenz Verlag | 64 S. | geheftet | ISBN 978-3-943624-48-9 | € 7,90
                                  Erhältlich im Buchhandel oder über www.lenz-verlag.de

                                  Säkulares Forum Hamburg
                                  Auf Einladung der Präsidentin der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg hat Helmut Kramer als Vorsitzender des Säkularen Forums Hamburg bei der Gedenkveranstaltung „30 Jahre Hamburger Stiftung Hilfe für NS-Verfolgte“ im Kaisersaal des Rathauses teilgenommen.
                                  Bemerkenswert waren die ausführlichen Informationen darüber, warum erst 43 Jahre nach Kriegsende diese Stiftung gegründet wurde. Es wirft einen Blick auf das Desinteresse in der Nachkriegszeit der Bundesrepublik, sich mit dem Schicksal der NS-Verfolgten zu beschäftigen. Aufgrund des nach dem Zweiten Weltkrieg sogleich einsetzenden „Kalten Krieges“ blieben mit Duldung der Besatzungsmächte viele ehemalige Mittäter im Amt. Sie  waren natürlich an einer Aufarbeitung nicht interessiert. Totschweigen war das Motto.
                                  Der Versuch einer Hamburger Initiative, eine „Deutsche Stiftung für NS-Verfolgte“ zu gründen, wurde vom Bundestag abgelehnt. Daraufhin wurde von der Hamburger Bürgerschaft im Alleingang diese Stiftung ins Leben gerufen. Zitat aus der umfangreichen Dokumentation der Stiftung „Niemand ist vergessen“: „In den 30 Jahren ihrer Arbeit hat die Stiftung über 2.000 NS-Verfolgten mit Beihilfen und zu einem anderen Verständnis über bisher ausgegrenzte NS-Verfolgte beitragen können.“ Hamburg kann stolz auf seine Arbeit sein.
                                  Helmut Kramer

                                  Humanistische Gemeinschaft Egelsbach|Erzhausen|Langen wählt neuen Vorstand und lehnt Luther-Ehrung in Langen ab
                                  Die örtliche Vertretung Humanistischer Gemeinschaften in Hessen hat bei ihrer Mitgliederversammlung am 20.10.2018 die Geschäftsberichte verabschiedet und einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige 1. Vorsitzende, Timo Saueressig kandidierte in dieser Position nicht mehr und wurde zum Beisitzer gewählt. Neue 1. Vorsitzende ist Janina Müller-Höhme, neue 2. Vorsitzende Constanze Saueressig.
                                  Für das Amt des Rechners stand Heinz Becker nicht mehr zur Verfügung und wurde ebenfalls zum Beisitzer gewählt. Als Rechner und gleichzeitig neues Vorstandsmitglied wählte die Versammlung Uwe Spill. Elke Suchanek und Thomas Müller wurden in ihren Ämtern als Beisitzer bestätigt. Margarete Rühl schied nach fast 50 Jahren aktiver Mitarbeit aus dem Vorstand aus. Von 2005 bis 2014 war sie die 1. Vorsitzende, bevor sie die Geschicke der Gemeinschaft in jüngere Hände legte. Margarete Rühl, Timo Saueressig und Heinz Becker gilt besonderer Dank für die in ihren Ämtern geleistete verantwortungsvolle Arbeit.
                                  >>>Foto v.l.n.r.: Thomas Müller + Timo Saueressig (Beisitzer), Constanze Saueressig (2. Vors.), Janina Müller-Höhme (1. Vors.), Uwe Spill (Kassierer), Elke Suchanek + Heinz Becker (Beisitzer)
                                  Die Gemeinschaft blickt optimistisch in die Zukunft und fühlt sich gut aufgestellt für künftige Projekte. Wer die Gemeinschaft kennen lernen möchte, Fragen an den neuen Vorstand hat oder auch nur auf ein Gespräch vorbeikommen möchte, kann bereits den nächsten öffentlichen Stammtisch nutzen. Dieser findet schon in Kürze am 5. November in Egelsbach statt. Die Gemeinschaft trifft sich ab 18 Uhr in der Gaststätte zur Krone. Zu erreichen ist der Vorstand zudem via egelsbach@humanisten-hessen.de auch per E-Mail.
                                  Die Versammlung beschloss darüber hinaus folgende Erklärung:

                                  Warum Humanisten Martin Luther nicht als Vorbild sehen können – Kritik zum Reformationstag und der Skulptur-Enthüllung in Langen am 31.10.2018
                                  Die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann, hat die Mitverantwortung Martin Luthers und der evangelischen Kirche für die deutsche Judenfeindschaft unterstrichen. Dennoch: Das öffentliche Bild des Reformators soll nicht beschädigt werden. Obwohl die „dunklen Flecken“ Luthers bekannt sein dürften, wird er am 31.10.2018 mit einer Skulptur auf dem Lutherplatz im Stadtzentrum in Langen geehrt.
                                  Das ist erneut Anlass für Humanisten, ihre Ablehnung kundzutun. Die Humanistische Gemeinschaft Egelsbach|Erzhausen|Langen lehnt Martin Luther als Vorbild für unsere heutige Gesellschaft ab. Neben Luthers unbändigem Judenhass sind es auch die menschenverachtenden Positionen des Reformators gegenüber Frauen, „Hexen“, Behinderten und aufständischen Bauern, die schockieren. Wir verzichten darauf, die beschämenden Aussagen Luthers hier anzuführen und verweisen auf die einschlägigen Quellen.
                                  Es ist das gute und unbestrittene Recht aller Gläubigen, Martin Luther zu feiern und im Sinne ihre Religiosität zu ehren. Ihn heute an einem städtischen Platz und unter anderem durch Förderung öffentlicher Gelder mit einer neu geschaffenen Skulptur zu ehren, halten wir in unserer heutigen aufgeklärten Gesellschaft für ein falsches Zeichen. In einer Abhandlung der renommierten Giordano-Bruno-Stiftung ist Luthers Weltbild anhand zahlreicher Quellen dokumentiert. Diese Broschüre kann telefonisch unter 06103 2700842 bestellt oder im Internet unter https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/luther-hassprediger heruntergeladen werden.
                                  Hintergrund- und Zusatzinformationen:
                                  Die Humanistische Gemeinschaft hat ihre Wurzeln in der Aufklärung und der Demokratiebewegung der Revolution von 1848, woraus die Freireligiöse Weltanschauung und das Freidenkertum entstanden sind. In ihr sind Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen organisiert. Unser Spektrum umfasst Agnostiker, Atheisten, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Pantheisten und andere Freigeister. Was uns eint, ist das Eintreten für Toleranz und weltanschauliche Neutralität des Staates, für Solidarität der Menschen untereinander und Gerechtigkeit zwischen den Völkern, gegen Rassismus und Nationalismus, für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur. Die Humanistische Gemeinschaft geht davon aus, dass es bei allen Erkenntnissen über Natur, Mensch und Gesellschaft keine letzten Gewissheiten gibt und dass Antworten auf Fragen der Lebensführung stets auch sozial und weltanschaulich bestimmt sein müssen. Humanistische Lebensauffassungen werden im Dialog der Meinungen erarbeitet. In diesem Zusammenhang bekennt sich die Humanistische Gemeinschaft zu einer rational und säkular begründeten Ethik sowie zur Verantwortung als integrierende Kraft in unserer Gesellschaft.
                                  Weitere Informationen und Pressekontakt: Humanistische Gemeinschaft Egelsbach/Erzhausen/Langen
                                  Janina Müller-Höhme, 1. Vorsitzende | 06103 4690038 | E-Mail: egelsbach@humanisten-hessen.de

                                  Europäische Humanisten begrüßen das irische Abstimmungsergebnis für die Redefreiheit
                                  Brüssel – 27/10/2018 - Die Europäische Humanistische Föderation (EHF) jubelt über das Ergebnis des irischen Referendums über die Aufhebung des Blasphemie-Paragraphen in der Landesverfassung.
                                  „Dieses Ergebnis ist ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Förderung der harmonischen Koexistenz der vielen verschiedenen Lebensweisen in unserern modernen Gesellschaften, einschließlich Irland“, sagt Giulio Ercolessi, Präsident der Europäischen Humanistischen Föderation.
                                  Gesetze, die Blasphemie bestrafen, gefährden die Redefreiheit, ein fundamentales Prinzip demokratischer Gesellschaften, das nur in sehr speziellen Fällen limitiert werden kann, wie bei Anstiftung zu Hass oder Gewalt. Ercolessi fügte hinzu: „Durch ihre bloße Präsenz haben Blasphemie-Gesetze eine abschreckende Wirkung und verhindern Fragen, Kritik, Humor oder Satire in Bezug auf Religion. Das irische Volk hat dies erkannt und entsprechend abgestimmt. Wir gratulieren von ganzem Herzen!“
                                  Im Licht dieses positiven Ergenisses ruft die EHF diejenigen europäischen Länder, die immer noch Blasphemie-Gesetze haben, wie Österreich, Zypern, Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Spanien und Teile Großbritanniens auf, dem irischen Beispiel zu folgen.
                                  Die letzten noch geltenden Blasphemie-Gesetze in Europa abzuschaffen ist fundamental wichtig, nicht nur, weil das die Redefreiheit fördern würde, sondern auch, weil es der EU erlauben würde, ihre Stimme weltweit zu stärken, wenn sie sich für die Menschenrechte und die Religions- oder Glaubensfreiheit einsetzt“, kommentierte Giulio Ercolessi.
                                  In manchen dieser Länder sind die Menschen aufgrund von Blasphemie immer noch Verfolgung, Verurteilung und Verdammung ausgesetzt, meistens in Form von Geldbußen. In anderen Ländern sind diese Gesetze nur noch die rudimentären Überbleibsel eines alten Systems, dessen Elemente von einer lauten, reaktionären Minderheit immer noch heftig verteidigt werden.
                                  PRESSE-ANFRAGEN: Marc Soignet Communications Officer
                                  marc.soignet@laicite.net +32.2.627.68.30 | Europäische Humanistische Föderation


                                  Reimagining Interfaith: Freie Religion geht neue Wege

                                  Nur wer frei und undogmatisch ist, kann über neue Wege der Zusammenarbeit, über Gestaltung und Inhalt des Glaubens nachdenken. So etwas hat vier Tage lang in Washington DC zwischen 300 Teilnehmern aus der ganzen Welt stattgefunden. Der 35. IARF Weltkongress war diesmal mittendrin.
                                  Eingebettet/umrahmt von vielen anderen glaubensübergreifenden Bündnissen. Wie zum Beispiel URI. Gerade in den USA gibt es eine Fülle von solchen Initiativen. Es war eine organisatorische Meisterleistung von einem ambulanten Team von ca. 50 Freiwilligen, diese Gruppen aus der ganzen Welt in einem gemeinsamen Kongress zusammenzubringen.
                                  Wir haben während dieser Tage gelernt, dass interreligiöse Arbeit nicht nur einen Weg, eine einzige Strategie oder eine einzige Methode hat, die zur Lösung führt. Indem wir unsere Geschichten miteinander verknüpfen, lernen wir, dass interreligiöse Arbeit genauso einzigartig ist wie jede Person, die daran beteiligt ist. Wir lernten, dass wir erst uns selbst kennenlernen müssen, um andere zu verstehen. Wir müssen erst einmal eintauchen in unsere eigene Vergangenheit, uns die Werte, die Ereignisse, die uns geprägt haben, vergegenwärtigen. Und wenn wir dann bereit sind, unseren eigenen Werte- und Religionsvorstellungen neue Gedanken hinzuzufügen und zu einem gemeinsamen Teppich zu verweben, dann können wir auf Religionsfrieden hoffen. Dann sind an den Rändern schon einmal Verbindungen geknüpft, eine Grundlage, eine Brücke, über die man gehen kann. Der Kongress war ein bleibendes, richtungweisendes, aufrüttelndes Erlebnis. Ein Wegweiser für unsere zukünftige Arbeit. Weg von den starren Ritualen, Satzungen und Vorschriften, hin zu individueller, grenzüberschreitender Kreativität.
                                  Wolfgang Jantz
                                  Weitere Berichte zum IARF Weltkongress auf www.dfw-dachverband.de>berichte

                                  Wieder werden Humanist*innen verfolgt!  
                                  Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition für Gulalai Ismail!
                                  Gulalai Ismail ist  Mitglied des Vorstandes der IHEU, sie kommt aus Pakistan, wo sie 2002  die Orgnaisation "Aware Girls" gegründet hat. Sie hat außerdem mehrere  Preise für die Verteidigung der Menschenrechte gewonnen. Ihre  Organisation arbeitet für die Ausbildung und Stärkung von Mädchen und  Frauen und untestützt ihre Rechte und ihre Fähigkeiten, in Pakistant  leitend aktiv zu werden. Auch Malala Yousafzai, die  Friedensnobelpreisgewinnerin, nahm 2011 an ihrem Programm teil, bevor  von einem Taliban das Attentat auf sie verübt wurde.
                                  Gulalai Ismail wurde vor  wenigen Tagen von den pakistanischen Behörden verhaftet, inwzischen auf  Kaution freigelassen, allerdings wurde ihr Pass eingezogen, und sie  darf nicht das Land verlassen. Die Vorwürfe, die ihr gemacht werden,  beziehen sich auf Blasphemie und Unterstützung "unmoralischer  Aktivitäten". Gulalai selbst bezeichnet ihre Verhaftung als Angriff auf die Redefreiheit.
                                  Die Petition kann auf der Webseite der IHEU unter https://iheu.org/petition-return-gulalai-ismails-passport-and-right-to-travel/ unterzeichnet werden, und ich bitte alle unsere Mitglieder, dies zu tun und sich für die Freilassung von Gulalai einzusetzen.
                                  Renate Bauer

                                  Zeitalter der Vernunft – was können wir von Thomas Paine lernen?
                                  Lapidar stellte Olaf Christensen* schon zu Beginn klar, dass Paine mit seinem Beitrag „Age of Reason“ der Welt um 200 Jahre voraus war. Paine kämpfte für die Rechte des Einzelnen, für Gewissensfreiheit. Über alle Religionen setzte er die Vernunft, über alle Könige die Menschen und über alle Menschen das Gesetz.
                                  Im Gefängnis, in das er wieder einmal wegen des Pochens auf Rechten des einzelnen Menschen eingeliefert wurde, widerlegte er aus seinem Gedächtnis heraus ohne zusätzliche Unterlagen die märchenhaften Erzählungen der Bibel. Freiheit und Gleichheit aller Bürger war der Grundtenor seiner Menschenrechte.
                                  Mit der Schrift „The American Crisis“ versuchte er die demoralisierten Truppen George Washingtons zu motivieren und Paine war davon überzeugt, die Menschenrechte in die zu formulierende Verfassung der 13 nach Unabhängigkeit von England strebenden Staaten bringen zu können. Er wurde enttäuscht, da er auch als erster Außenminister der USA nicht durchsetzen konnte, die Sklaverei in USA abzuschaffen. Dies wäre Voraussetzung gewesen, Menschenrechte in der neuen Verfassung zu verankern. Er kehrte nach Europa zurück. Im August 1789 gelang es ihm, seine 17 Punkte in die Französische Verfassung zu bringen. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wurde zum Schlagwort der Französischen Revolution.
                                  In der Klingberger Reihe Nr. 8 „Menschenrechte statt Extremismus“ haben wir diese Geschichte nachgezeichnet.
                                  Erst Lincoln „issued on 1st January 1863 the Emancipation Proclamation that declared forever free those slaves within the Confederacy“. In der Diskussion zu Olafs Vortrag wurde noch herausgearbeitet, dass die 17 Punkte Paines durch 30 Punkte der universellen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (VN) von 1948 nur abgeschwächt wurden, um in einem politischen Kompromiss die Sowjetunion und China zur Zustimmung der Menschenrechtserklärung der VN zu bewegen. Paines Punkt 2 wurde nämlich weggelassen, der da heißt: „Der Zweck jeder politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unantastbaren Menschenrechte. Diese sind das Recht auf Freiheit, das Recht auf Eigentum, das Recht auf Sicherheit und das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung.“
                                  Es entstand das Problem, an dem der Sicherheitsrat der VN bis heute scheitert, denn seine Handlungsrichtlinie wurde durch diesen politischen Kompromiss eliminiert. Artikel 2 der Universellen Menschenrechtserklärung von 1948 wurde zu einem allgemeinen Statement hinsichtlich ...“Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer und sonstiger Anschauung, nationaler und sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand“ degradiert. Dieses Problem setzt sich fort mit der Nichtanerkennung des 2002 gegründeten Internationalen Strafgerichtshofes von Den Haag durch die ständigen Sicherheitsratsmitglieder USA, Russland und China.
                                  Politische Kompromisse lösen keine Grundsatzprobleme, sie verschieben sie nur!
                                  Horst Prem

                                  *) aus einem Vortrag von Olaf Christensen vom 24.6.2018 in München

                                  Religion ist keine Identität
                                  Als vor 1400 Jahren ein religiöser und besonders politischer Mann  die Menschen um ihn herum sowohl „überzeugte und zwang“, seine Religion anzunehmen und entschied, für sie daraus eine Identität zu machen, war diese persönliche Entscheidung der Auslöser für die Kriege zwischen Ost und West der folgenden Jahrhunderte. Diese Jahrhunderte waren nur bekannt durch barbarische Handlungen unter der Überschrift „verbreite meine Religion, die meine Identität ist“. Und diese wurde die dominierende, weil der Gott dieser Religion nicht nur immer verlangt, dass man sie annehmen soll, sondern sie auch verbreiten soll. Es gab seither das, was im Osten als „al foutouhat’’ oder Heiliger Krieg bekannt war, und auf der anderen Seite wurde es „Kreuzzüge“ genannt. Jahrhundertelang litt die Menschheit unter diesem Konflikt, nur weil einige Menschen dachten, Religion sei ihre Identität. ... weiterlesen ...

                                  FA-Band 37: Macht der Bilder, Macht der Sprache
                                  Das Thema „Macht der Bilder, Macht der Sprache“ steht über dem Band 37 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Wir leben in einer Welt voller Bilder, allein, wenn wir an die vielen Bilder denken, die durch die Medien und vor allem die Werbung auf uns einströmen, oder die viele Zeit, die Menschen an ihrem Computer oder ihrem Smartphone verbringen. Aber wir leben auch in einer Welt mentaler Bilder von Vorstellungen, Simulationen, Erinnerungen. Angst und Freude sind von schlechten und schönen Bildern begleitet. In diesem Buch sind die Bildsprache des 20. und 21. Jahrhunderts in Werbung und politischem Zusammenhang, die Sprache des Rechtspopulismus und grundlegende Bilder im Reden über Soziales und die Wirtschaft thematisiert worden. Welche Rolle spielen mentale Bilder für Wahrnehmen und Erkennen, für den Zusammenhalt der Gesellschaft, für gesellschaftliche Prozesse? Erscheint unsere menschliche Sprache deutlich mehr als nur durch das gesprochene Wort?
                                  In diesem Buch haben Expertinnen und Experten aus den Kognitionswissenschaften, den Bildwissenschaften, der Philosophie und der Ökonomie zusammengewirkt. Wieder wurde eine Synthese aus fruchtbarem interdisziplinärem Ansatz von Wissen, Information und Urteil erreicht.
                                  Herausgeber des Buches sind Prof. Dr. Walter Otto Ötsch gemeinsam mit Prof. Dr. Silja Graupe. Walter O. Ötsch hatte zugleich die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai 2017 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Das Buch beinhaltet  Beiträge und Ergebnisse dieser Tagung.
                                  Autorinnen und Autoren sind Walter O. Ötsch, Silja Graupe, Kirstin Zeyer, Dirk Schindelbeck, Stephan Pühringer/ Judith Egger, Peter Assmann, Tina Bär und Christian Michelsen.
                                  Dr. Volker Mueller
                                  183 Seiten | Berlin 2018 | ISBN 978-3-923834-35-8 | 19,90 €
                                  Das Buch ist über den Angelika Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, www.lenz-verlag.de, zu beziehen.

                                  Sagen können, was man denkt.
                                  Leben können, wie man will.
                                  Rückblick auf die Veranstaltung „Verfolgte Humanist*innen“ am 21. Juni 2018 in Berlin
                                  Die Freiheit des Denkens und des Glaubens sind kostbare Menschenrechte, die längst noch nicht in allen Ländern der Welt geachtet werden. Auch Atheist*innen und Humanist*innen sind oftmals Opfer von staatlicher Ungleichbehandlung, Unterdrückung und Verfolgung, weil sie an herrschenden religiösen Glaubensvorstellungen zweifeln. Zum Welthumanistentag am 21. Juni 2018 lud der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften in Kooperation mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg und der Humanistischen Akademie zu der Diskussionsveranstaltung „Verfolgte Humanist*innen“ ein.
                                  Gary McLelland, geschäftsführender Direktor der Internationalen Humanistisch Ethischen Union (IHEU) stellte den jährlich erscheinenden Freedom-of-Thought-Bericht vor, der die internationalen Entwicklungen im Bereich Glaubens- und Meinungsfreiheit dokumentiert und analysiert. In vielen Ländern werde „religiöser Frieden“ sehr eng definiert und ausgelegt, wie McLelland berichtete. Das habe zur Folge, dass Humanist*innen, Atheist*innen und Nicht-Religöse in ihren Menschenrechten nicht geschützt werden. ...weiterlesen...

                                  Dachverband Freier Weltanschauungs-gemeinschaften: Hauptversammlung in Mannheim am 10.11.2018 mit Festveranstaltung am 11.11.: „170 Jahre Revolution – es wird mal wieder Zeit“
                                  Am Samstag, 10. November 2018, findet die nächste Hauptversammlung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften statt. Gastgeber ist diesmal die Freireligiöse Landesgemeinde Baden, die ihre Räume in Mannheim, L 10, 4-6, zur Verfügung stellt.
                                  Auf der Tagesordnung stehen neben Berichten aus den zehn Mitgliedsverbänden des DFW, aus der politischen, sozialen und internationalen Arbeit auch Wahlen und wichtige Planungen für die Zukunft des Dachverbandes. Am Nachmittag wird es Zeit für spontane Gesprächsrunden geben, die sich aus den aktuellen Anlässen ergeben werden, sowie einen Spaziergang durch Mannheim. Am Freitag Abend davor findet eine Präsidiumssitzung ebenfalls in L 10 statt. Am Sonntag, 11. November 2018, findet eine Festveranstaltung statt zum Thema: „170 Jahre Revolution - es wird mal wieder Zeit“.
                                  Ortrun Lenz

                                  Glaub es oder nicht – es ist mein Recht!
                                  Humanisten und Religiöse vereinen ihre Kräfte zu einer Kampagne für die Freiheit der Religion oder der Weltanschauung in der Welt
                                  Brüssel, 26. Juni 2018 - Die Europäische Humanistische Föderation (EHF) freut sich darüber, dass die Kampagne „Believe it or not! It’s my right“ (Glaub es oder nicht! Es ist mein Recht [https://forb-defenders.org] ins Leben gerufen wurde, und zwar gemeinsam mit der European Platform against Religious Intolerance and Discrimination (EPRID), Christian Solidarity Worldwide (CSW) und der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU).
                                  Die Kampagne verfolgt drei Hauptziele: Aufmerksamkeit erwecken hinsichtlich der Freiheit der Gedanken, des Gewissens, der Religion oder des Glaubens (FoRB [freedom of thought, conscience, religion or belief]), weltweite Solidarität ausdrücken mit Leuten die wegen ihrer Gedanken und ihres Glaubens diskriminiert und verfolgt werden, ganz gleich ob diese religiös sind oder nicht, und Gesetzgeber, Politiker und Diplomaten aufzurütteln, damit sie diese Rechte in der Welt verteidigen und schützen. >>>weiterlesen...


                                   
                                  Wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie über Das menschliche Gehirn auf der Frankenakademie Schloss Schney in Lichtenfels vom 10.-13.05.2018
                                  Dr. Volker Mueller und Tina Bär gestalteten gemeinsam die Einführung in die Tagung, indem sie interessante Themenaspekte zur Sprache brachten sowie die 30 Tagungsteilnehmer miteinander ins Gespräch brachten. Zunächst blickte Mueller kurz auf die Evolution des menschlichen Gehirns und berichtete, dass das Gehirn des Menschen in den letzten 1 Mio. Jahren relativ zum Körpergewicht mehr als bei jeder anderen Gattung gewachsen sei. Heute sei das Gehirn beim Menschen relativ zum Körpergewicht gesehen so schwer wie bei keinem anderen Lebewesen. Werkzeug- und Waffenherstellung seien für die Ausbildung der technischen Intelligenz wichtig gewesen. Aber die eigentliche Triebkraft für die Entwicklung des menschlichen Gehirns seien soziale Herausforderungen gewesen. Schimpansen z.B. können ca. 55 Mitglieder in Gruppen überblicken, der Mensch Gruppen von ca. 200 Mitgliedern. Das entspricht der Größe von frühgeschichtlichen Jagdgruppen. Komplexere Formen der Informationsverarbeitung werden von den jüngsten Regionen des menschlichen Gehirns bewältigt, der erweiterten Hirnrinde. In der Hirnforschung gibt es viele Fragen, die auch nach großen Anstrengungen der Fachwelt ohne gesicherte Antwort bleiben. Unter der Moderation von Tina Bär sprach anschließend jeder Teilnehmer kurz über eines seiner Interessen am Tagungsthema. Hier kam rein Neurologisches zur Sprache, die Wechselwirkung von Psychosozialem und Neurologischem; Religionen bzw. Philosophie und Ethik aus neurologischer Sicht, z.B. das Verhältnis von Materiellem zu Nichtmateriellem, also z.B. Biochemische zu geistigen Prozessen, aber auch die Frage nach dem freien Willen und der menschlichen Verantwortung. Interesse fand auch das Verhältnis von künstlicher zu menschlicher Intelligenz. Bei einem anschließenden Quiz gab es überraschende Einsichten: z.B. werden im Gehirn pro Sekunde 1 Mio. Verknüpfungen hergestellt. Weiterhin war interessant, dass die lebenserhaltenden Funktionen beim Menschen vom ältesten Teil des Gehirns, dem Hirnstamm gesteuert werden, der im Inneren des Gehirns sitzt. Diese existentiellen Funktionen sind Herzschlag, Atmung, Wärme-, Wasser- und Energieverbrauch des menschlichen Körpers. Die elektrischen Reize, die für den Austausch zwischen den Neuronen sorgen, haben die Geschwindigkeit eines Rennautos mit 360 km/h. >>>weiterlesen...

                                   
                                  Werteunterricht für alle:  Zum Gelingen einer Integration braucht es alle Bürger*innen!
                                  Seit Jahren schon plädiert der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V. (DFW) für einen verpflichtenden religionskundlichen und werteorientierten Ethik-Unterricht, an dem alle Schüler gemeinsam teilnehmen.
                                  Die veränderten religiösen und weltanschaulichen Verhältnisse in Deutschland, in dem immer mehr Religionen vertreten und darüber hinaus immer mehr Menschen konfessionsfrei sind, erfordern ein Umdenken auf diesem Gebiet. Wissen über andere Religionen, Weltanschauungen und Kulturen, über Zusammenhänge im globalen Geschehen und allgemeine Grundsätze der Ethik sind heute mehr denn je gefordert, um Vorurteilen und Ausgrenzungen schon frühzeitig zu begegnen und Toleranz gegenüber Andersdenkenden und -lebenden zu fördern.
                                  Das Wissen um Grund- und Menschenrechte, um die daraus resultierenden Pflichten, und der Respekt vor anderen Weltanschauungen, Religionen und Kulturen gehören zu einer grundlegenden Bildung. Unberührt davon bleibt das Recht der Eltern, ihre Kinder in ihrer Weltanschauung und Religion zu erziehen, und das Recht der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften auf Durchführung eines zusätzlichen Bekenntnisunterrichts bestehen.
                                  Der Dachverband ist bereit, im Interesse der konfessionsfreien Menschen bei der Einführung und inhaltlichen Ausgestaltung eines solchen allgemeinen Unterrichts, zu der auch das Wissen um eine humanistische Lebensauffassung gehört, mitzuwirken.
                                  Der DFW lehnt grundsätzlich einen Sonderunterricht für bestimmte Schülergruppen ab, alle Schüler*innen sollen gemeinsam lernen und sich dadurch besser kennenlernen und verstehen.
                                  Renate Bauer

                                   
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