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Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Sie interessieren sich für freie Weltanschauungsgemeinschaften?

Dann sind Sie hier genau richtig!

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

Lesen Sie hier den neuen
  • Die Zeiten ändern sich - und wir?
  • Stellungnahme der Freireligiösen Landesgemeinde Baden zur gleichgeschlechtlichen Ehe
  • Neue Humanistische Grundschulen in Uganda möglich mit unserer Hilfe!
  • Corona - für was kämpfen wir eigentlich?
  • Buchtipp: "Der Abtrünnige" von Erol Ünal

- erscheint alle 2 Monate (jeweils ca. Mitte Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember)
- erhältlich als Newsletter-Abo bei der pfw-Redaktion
Trauer um Klaus F. Stolle
Der Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. trauert um seinen ehemaligen Präsidenten Klaus F. Stolle, der am 01.06.2021 in Pinneberg verstorben ist. Klaus Stolle war aus einer freigläubigen Gemeinschaft Weser-Ems kommend Anfang der siebziger Jahre bei den Unitariern (Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V.) Mitglied geworden. Beruflich als Geschäftsführer einer großen Reifenhandelskette tätig, wurde Klaus Stolle seit seinem Eintritt in verschiedenen Ämtern bei den Unitariern aktiv. Bereits Anfang der achtziger Jahre war er als Mitglied des Hamburger Landesvorstandes der Kontaktmann zu befreundeten Organisationen. Auch betreute er mit seiner Frau die Geschäftsstelle der Eekboom-Gesellschaft, deren Geschäftsführer und späterer Vorsitzender er wurde.
Gleichzeitig übernahm er bereits 1985 das Amt des Schatzmeisters im Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V., der damals noch Deutscher Volksbund für Geistesfreiheit hieß. Helga Lewandowsky nachfolgend wurde er 1996 zum Präsidenten des Dachverbandes freier Weltanschauungsgemeinschaften gewählt und führte dieses Amt bis 1999 engagiert aus.
Klaus Stolle zeichnete sich nicht nur in seinem ehrenamtlichen Engagement durch eine persönliche Klarheit und Verlässlichkeit aus. Die Ziele des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V, die Geistesfreiheit, die Freiheit der Weltanschauung, des Glaubens, des Gewissens und der Religion zu wahren und zu unterstützen, lebte er aktiv vor. Klaus Stolle suchte immer den liberalen Ausgleich zwischen der Tradition und dem Aufbruch zu Neuem. Trotz unterschiedlicher Meinungen in Einzelfragen war es ihm wichtig, gemeinsam für die gleichen Ziele zu arbeiten. Die Geradlinigkeit seiner Haltung wirkte manchmal streng, jedoch tat das seinem unermüdlichen Einsatz, auch in zahlreichen weiteren Ehrenämtern, keinen Abbruch. Als Mensch war er allen Beteiligten freundschaftlich verbunden.
Unser Dank für seine langjährige Tätigkeit und unsere Anteilnahme gilt seiner Familie, die der Zeit geschuldet in kleiner Runde unitarisch Abschied nehmen wird.
Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.
100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ – Aufruf des DFW
Im Jahr 2022 begehen wir das 100. Gründungsjubiläum der „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ (RAG), dem Dachverband verschiedener freigeistiger, freireligiöser, monistischer, freidenkerischer und säkular-humanistischer Verbände und Körperschaften in der Weimarer Republik. Er wurde am 9. und 10. Oktober 1922, in Magdeburg gegründet und vertrat bis zu einer Million Mitglieder. In den größeren Städten wurden Ortskartelle gebildet.
Als Hauptaufgaben wurden verfolgt: Schutz und Ausbau der freigeistigen Bewegung zur Verwirklichung der Geistes- und Gewissensfreiheit, Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Kirche und Schule sowie alle zwei Jahre die gemeinsame Gestaltung freigeistiger Wochen. Fragen der Kultur und Aufklärung, der Schulbildung, des Kirchenaustritts und der Friedhofsangelegenheiten wurden gemeinsam verfolgt. Der faire Austausch und eine an den gemeinsamen Interessen ausgerichtete Kooperation erfolgten trotz der Meinungsvielfalt in der RAG auf der Basis des Respekts vor der Identität der anderen Verbände in der RAG. Mit einer Stimme wurde gegenüber der damaligen Reichsregierung und des Parlaments aufgetreten.
Als Persönlichkeiten der freigeistigen humanistischen Bewegung von 1922 bis 1933 waren unter anderem Gustav Tschirn, Carl Peter, Carl Rieß, Georg Kramer, Georg Pick, Theodor Hartwig, Albert Heuer und Max Sievers in der RAG aktiv. Das Besondere ist, dass gefordert wurde, dass der Staat weltanschaulich neutral sein solle und alle Religionen und Weltanschauungen gleichbehandelt werden. Die RAG-Mitglieder waren gleichberechtigt organisiert. Am Anfang der 30er Jahre wandten sich die Verbände der RAG zunehmend gegen den aufkommenden Faschismus und Nationalismus und gegen Unfreiheit und Verletzungen der Menschenwürde. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus  wurde 1933 auch die Reichsarbeitsgemeinschaft aufgelöst.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW), der sich in der Tradition der RAG versteht, feiert das 100-jährige Jubiläum der Reichsarbeitsgemeinschaft für Geistesfreiheit und Humanismus und leitet aus dem historischen Vermächtnis sein Selbstverständnis für sein gegenwärtiges und künftiges Wirken ab.
In einem bundesweiten Fest im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit allen DFW-Mitgliedsorganisationen – eventuell am 9. Oktober 2022, in Mannheim – wird dieses Jubiläum würdig begangen.

Beschluss des Präsidiums des DFW, 31. Mai 2021
Swaantje Schlittgen (DFW-Präsidentin)
Dr. Volker Mueller (DFW-Präsidiumsmitglied für Grundsatzfragen)
Mitgliederversammlung der Freien Akademie fand statt
Mittels Briefabstimmungsverfahren und Online-Versammlung am 13. Mai 2021 wurde die Mitgliederversammlung der Freien Akademie unter den Bedingungen der Pandemie durchgeführt. Die bisherigen und künftigen Aufgaben der konfessionell unabhängigen Bildungsinstitution Freien Akademie e.V. wurden beraten. Die wissenschaftlichen Tagungen, die Herausgabe der Schriftenreihe der Freien Akademie, eine gute Öffentlichkeitsarbeit und eine zielführende Zusammenarbeit mit anderen Institutionen standen und stehen im Vordergrund. Wichtig bleibt auch, neue Mitglieder zu gewinnen und mit anderen Institutionen sachbezogen zu kooperieren.
Die Freie Akademie wird ihre erfolgreiche wissenschaftliche und vor allem interdisziplinär angelegte Arbeit für alle Interessenten weiterhin gestalten. Die jährlichen Tagungen und die Schriftenreihe der Freien Akademie werden intensiv fortgeführt. Das nächste Buch der FA zum Thema „Freiheit und Erkenntnis“ wird durch Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der FA vorbereitet. ...weiterlesen...
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften freut sich, die nachstehende Einladung der Humanists International zu veröffentlichen:
 
 
Feiern Sie am 21. Juni den Welthumanistentag, indem Sie ein internationales virtuelles Konzert besuchen
Der 21. Juni ist der Welthumanistentag, eine Gelegenheit für Humanisten auf der ganzen Welt, die positiven Seiten der humanistischen Lebensweise hervorzuheben. Die globale humanistische Gemeinschaft feiert diesen Tag seit den 1980er Jahren.
Im Jahr 2021 werden wir den Welthumanistentag mit einem bahnbrechenden internationalen virtuellen Konzert feiern, und Sie sind eingeladen, kostenlos daran teilzunehmen!
Der Name dieses bahnbrechenden Konzerts ist "FITTINGinSIDE" und wird von einem unserer belgischen Mitglieder deMens.nu organisiert, in Zusammenarbeit mit Geuzenhuis und uns von Humanists International. Das Konzert wird vom Nadar Ensemble - einem flämischen Ensemble für zeitgenössische Musik - in Zusammenarbeit mit den Veranstaltungsteilnehmern durchgeführt, die via Zoom die Klänge ihrer eigenen Städte teilen können.
Ja, das ist richtig: Sie können auch Teil des Konzerts sein!
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos für eine der beiden Sessions:
Dieses virtuelle Konzert des Nadar Ensembles bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und philosophischer Reflexion über die Welt, unsere gegenwärtige Situation und unser Verhältnis zur Technologie und fördert gleichzeitig das Gefühl der globalen Verbundenheit und des Gemeinschaftssinns.
Wenn Sie Fragen zum Konzert und zur Teilnahme haben, schreiben Sie bitte an Philipp Kocks, den Leiter der Kommunikation von deMens.nu, unter philipp.kocks@demens.nu.
Ich bedanke mich für Ihre Mitarbeit und freue mich darauf, am 21. Juni mit Ihnen gemeinsam zu musizieren!
Mit freundlichen Grüßen,
Giovanni Gaetani
Membership Engagement Manager
Die Zeiten ändern sich – und wir?
von Renate Bauer

Haben Sie genug von all den Veränderungen, die im letzten Jahr auf Sie zukamen? Das wäre sehr verständlich, denn nicht alle waren angenehm. Manche jedoch sind inzwischen wohl zur neuen Gewohnheit geworden.
Wir können uns nun zähneknirschend mit Neuem abfinden und weiter alten Gewohnheiten oder „Normalitäten“ oder wie immer man das nennen will, nachtrauern. Helfen wird das nicht viel, denn weitere Veränderungen werden kommen und uns neu herausfordern. ...weiterlesen ...
Stellungnahme der Freireligiösen Landesgemeinde Baden zur gleichgeschlechtlichen Ehe
Die katholische Kirche hat ein weiteres Mal festgestellt, homosexuellen Paaren keinen Segen erteilen zu können, so eine offizielle Pressemitteilung des Heiligen Offizium aus Rom. Diese Erkenntnis der Kirche ist nicht neu, wirkt im Jahr 2021 sogar sehr alt. Die Begründung, man wäre nicht befugt, eine gleichgeschlechtliche Ehe zu segnen, da sie Gottes Plan widerspreche, klingt eher, als wäre das Offizium in seine Ursprünge als Wächter der Inquisition zurückgefallen. ...weiterlesen...
Neue humanistische Grundschulen in Uganda möglich mit unserer Hilfe!
von Renate Bauer

Am 6. April 2021 erreichte mich ein Schreiben der Uganda Humanist School Foundation mit der dringenden Bitte um Hilfe.
Durch die Corona-Krise mussten in Uganda viele private Schulen schließen, darunter auch zwei Grundschulen, die in unmittelbarer Nähe zu den humanistischen Sekundarschulen liegen. Von diesen Grundschulen kamen viele auf die humanistischen Schulen, aber das Leistungsniveau der Schüler*innen von diesen Grundschulen war sehr niedrig.
Die Eltern der betroffenen Schüler haben sich nun an die Leitungen der beiden humanistischen Schulen gewandt mit der Bitte, die Grundschulen zu übernehmen und nach humanistischen Prinzipien zu führen.
Vorher wurde eine Schule als muslimische geführt, die andere hatte ein Angebot erhalten, als Madrasa, ebenfalls als muslimische Schule weitergeführt zu werden.
Die Eltern befürchten in jedem Fall, dass die Bildungsqualität noch weiter nachlässt. Um die Schulen nun übernehmen zu können, müssen den bisherigen Eigentümern Ablösesummen für Grund und Gebäude gezahlt werden. Dafür bittet die Stiftung dringend um weitere Spenden, denn damit kann die Bildung mehrerer hundert Kinder auf höherem Niveau sichergestellt werden. Wenn Sie helfen wollen, können Sie auf das Konto der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz eine Spende überweisen, Stichwort „Uganda Schulen“, die Landesgemeinde leitet es weiter. Spendenkonto:
Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R.
Sparkasse Vorderpfalz
Konto Nr. 9316 · BLZ 545 500 10
IBAN: DE54 5455 0010 0000 0093 16
BIC: LUHSDE6AXXX
Corona … für was kämpfen wir eigentlich?
Original von Lamine Madani überarbeitet und übersetzt von Silvana Uhlrich-Knoll
Während ich diese Zeilen schreibe, steigt die Rate der Corona-Infizierten stetig in halluzinierende Höhen. Es ist momentan das Hauptthema der Welt, welche nun einmal seit Langem ein und dieselbe Sorge teilt. Währenddessen verfolge ich die Nachrichten  aus aller Welt und wie die einzelnen Nationen mit der Pandemie umgehen. Dies lässt mich besorgt auf unsere Zivilisationen schauen. Jedoch nicht aufgrund der Höhe der Sterberaten, da diese weit entfernt von den Größenordnungen anderer schlimmer Todesursachen wie Hunger und Hungersnot liegen, sondern ich möchte das Thema von meiner pessimistischen Sichtweise aus in unsere Zukunft beleuchten, da wir uns als zivilisiert bezeichnen. ...weiterlesen...
Neu!
Erol Ünal: Der Abtrünnige
15 Jahre in Moscheegemeinden – Meine Einblicke in eine Welt von
Fundamentalisten und Rechtsextremen über Radikale bis zu Sufis
Was wird in Moscheegemeinden hinter verschlossenen Türen gepredigt? Zum ersten Mal packt ein Insider das Innenleben diverser muslimischer Gemeinden mit Klarnamen und Fotos aus. Er zeigt, wie diese Erlebnisse ihn, seinen Bruder Ömer Ünal und andere Gemeindemitglieder geprägt haben. ...weiterlesen...
Das Recht auf Gleichberechtigung – Wer’s glaubt!
Gleichberechtigung in der weltanschaulichen Ausrichtung war und ist der säkularen Welt schon immer ein Anliegen gewesen. Nicht nur um die eigenen Befindlichkeiten durchzusetzen und in den Vordergrund der Aufmerksamkeit zu lenken, sondern um klar zu definieren, dass jeder Mensch ein Anrecht hat, selbst zu entscheiden, welcher Weltanschauung dieser Mensch sich zugehörig fühlt.
In einem christlich geprägten Land mit humanistischen Traditionen aufzuwachsen, ist in Deutschland definitiv ungefährlicher als in einem afrikanischen oder autoritär geführten Land, aber auch in einer Demokratie wie hier gibt es viele Unstimmigkeiten in den politischen Entscheidungen.
Spendenaufruf für Lamine,
einen jungen Humanisten in Not
Die Nachrichten in den letzten Monaten sind voll von Schlagzeilen über Menschen, die nicht nur mit Homeschooling und der Arbeitszeitorganisation an der Grenze der Überforderung hin- und herpendeln. Es sind Künstler, Selbstständige und kleine Betriebe, die mit den Schließungszeiträumen wichtige Einnahmequellen verloren haben. Tief ergreifende Schicksale, gerade wenn wir die Menschen dahinter persönlich kennen.
Lamine Madani hat es ebenfalls schwer getroffen. Als junger gebildeter Mensch ist er aus Algerien nach Deutschland gekommen, um hier Englische Literatur zu studieren und seinen Doktortitel zu erlangen. Obwohl er keine staatliche Förderung in Anspruch nahm, wurde ihm der Weg nach Deutschland nicht leicht gemacht. Mit viel Unterstützung der Universität Potsdam und Kontakten im humanistischen Umfeld gelang es Lamine, sein Studium 2018 zu beginnen, welches er bis 2020 mit einem Master beenden wollte. Die Motivation und Freude waren groß, Lamine suchte sich eine Wohnung, einen Nebenjob und ging fleißig zur Uni. Er schrieb Artikel, nahm an Veranstaltungen mehrerer humanistischer Organisationen teil und versuchte sich weiterhin auf dem Laufenden zu halten, was in Algerien vor sich ging.

Humanismus im Dschungel
Lagebericht zu den humanistischen Schulen in Uganda
Schulschließungen wegen Covid 19 gab es nicht nur bei uns, sondern in den meisten anderen Ländern, auch in Uganda. Durch entschlossene und durchgreifende Schließung von Schulen, Märkten und anderen Treffpunkten hat Uganda bis jetzt weniger als 40.000 Corona-Infizierte und wenig mehr als 300 Verstorbene zu beklagen. Geplant ist, die Schulen generell wieder ab April 2021 zu öffnen.
Im Januar 2021 konnten unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen nur die Abschlussklassen zu ihren Prüfungen kommen.
Hart betroffen von den Schließungen waren auch die humanistischen Schulen, die Mustard Seed School und die Isaac Newton High School, ebenso die Grundschulen, von denen inzwischen zwei unterstützt werden. Die eine, Katumba, wird schon seit mehreren Jahren betreut, die andere, Kanungu, wurde im letzten Jahr, 2020, aufgenommen.

Spendenaufruf zur Unterstützung des Kenya Chapter, Mitgliedsgruppe der IARF
Liebe Freunde der freien Religion, liebe Einzelmitglieder der IARF,
durch die Corona-Pandemie sind wir seit Monaten starken Veränderungen ausgesetzt. Diese wirken sich auf unser persönliches Erleben und unsere wirtschaftliche Lage aus. Doch nicht nur wir sind betroffen, sondern weltweit besonders Länder mit einer schlechten Infrastruktur.
Wir, die Deutsche Mitgliedergruppe der IARF e.V. (DMI), erhielten einen Hilferuf aus Nairobi, Kenia. Dort unterhält Reverend Lawrence Adera am Rande der kenianischen Hauptstadt, wo die Menschen in Slums leben, das Family Resource Center (FRC). Dieses Family Resource Center unterstützt die Menschen unabhängig von ihren religiösen Überzeugungen und Zugehörigkeiten. Der interreligiöse Dialog und die Hilfe für die von Armut betroffenen Menschen sind wichtige Ziele des Kenya Chapters der IARF. ...weiterlesen...

Gedanken zum Bericht des Wehrbeauftragten vor dem Bundestag
Ich wunderte mich, denn in einem Nebensatz wurde mitgeteilt, dass nun auch die Jüdische Gemeinde einen Militär-Bischof stellt. Was ja im Grunde gut ist. Nur stellt sich die Frage, wie groß ist der Anteil jüdischer Soldaten in der Truppe und spiegelt das die Realität wider? Da kommen mir doch einige Zweifel. Rückblickend muss man sich fragen, warum wurde vor Jahren dem DFW der Stuhl vor die Tür gestellt, der doch einen wesentlich größeren Bevölkerungsanteil repräsentiert (ca. ein Drittel der Bevölkerung sind mittlerweile konfessionsfrei).
Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Entwicklung sollte man das Thema Gleichbehandlung noch einmal aufrollen oder eine völlig neue Herangehensweise bei der staatsbürgerlichen Bildung in der Bundeswehr anvisieren. Es fehlt ein klares Konzept für die Bildung einer demokratischen Armee, die vom Parlament geführt wird, sowie entsprechende Aussage darüber. ...weiterlesen...
Rücksicht ist die neue Freiheit
„Denken Sie an andere!“ Mit diesem Satz wirbt die Bundesregierung für die Einhaltung der Hygieneregeln. Aber denken wir  nicht immer und sowieso an andere? Offensichtlich nicht, denn sonst bräuchte es derartige Ermahnungen nicht.
Für viele ist Rücksichtnahme und das Bedenken der Folgen des eigenen Tuns für andere eine Einschränkung ihrer Vorstellung von Freiheit.
Freiheit übersetzen viele als: ich kann machen was ich will. Eine solche Definition widerlegen die philosophischen Ethiken und die Religionen.  Dort wird durchgängig Rücksicht gefordert, ob bei Kant, der die eigenen Rechte begrenzt durch die Rechte der anderen, oder bei den Utilitaristen, die verlangen,  die Folgen des eigenen Tuns für das Wohl aller zu berücksichtigen.
Und viele vergessen auch, dass neben dem Recht auf Freiheit auch andere Rechte stehen und diese gleich zu gewichten sind, etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ethisches Handeln bedeutet immer auch eine Abwägung zwischen Rechten und zwischen Pflichten, die sich aus diesen Rechten ergeben. ...weiterlesen...
75 Jahre UN-Charta: Für ein offenes, tolerantes und menschliches Zusammenleben auf diesem Planeten
Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der Vereinten Nationen (UNO) in Kraft. Unter dem katastrophalen Eindruck des zweiten Weltkriegs hatten sich im Sommer 1945 zunächst 51 Staaten zusammengefunden, um gemeinsame Ziele für eine weltweite Zusammenarbeit zu definieren. „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, […] haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieser Ziele zusammenzuwirken”, heißt es in der Präambel. Als Ziele formulierten die Verhandlungspartner damals: „Künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren”, „unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie allen Nationen […] zu bekräftigen”, „Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen […] gewahrt werden kann” und „den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern”. ...weiterlesen...
Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie 2021:
Die Freie Akademie lädt herzlich zu ihrer wissenschaftlichen Tagung zum Thema
Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
vom 13. bis 16. Mai 2021 in die Tagungsstätte das Hotel-Gasthaus Rose, Hauptstr. 34, 97299 Zell am Main ein.
Alexander von Humboldt (1769–1859) erforschte die Erde und berichtete über ihre Zusammenhänge. Er sammelte durch seine Reisen und Beobachtungen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse und entwickelte die Zusammenhänge der Ökosysteme und den menschlichen Einfluss darauf. Damit war er Pionier der Klimaforschung. Darauf bauen die weiteren Forschungen der letzten 250 Jahre auf und entwickelten weitergehende Modelle. Lange Zeit waren diese Prognosen und Auswirkungen nur in fernen Ländern bedrohlich. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Klimaänderungen, Stürme und Dürre nehmen allerdings auch in Deutschland zu. Die Erde zeigt somit ihre Grenzen auf. Beängstigend ist, dass die aus den Modellen entwickelten Vorhersagen früher Realität werden und trotzdem noch angezweifelt werden. ...weiterlesen...
75 Jahre danach!
Brecht hat wohl recht behalten: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch! Man müsste doch denken, nach 75 Jahre Zerschlagung des Faschismus in Deutschland hätten wir die richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen! Allem Anschein nach jedoch nicht. So steht man mit der Reichsflagge vor dem Bundestag (und anderswo) und will ihn besetzen. ...weiterlesen...
Freedom of Thought Report 2020 der Humanists International erschienen
Menschenrechtsverletzungen sind vielfältig,  nicht selten treffen sie anders denkende Minderheiten, oftmals  insbesondere Atheisten oder religionskritische Menschen. Weltweit. Humanists International stellen am Tag der Menschenrechte ihren aktuellen Freedom of Thought Report 2020 vor.

Europa-Buch der Freien Akademie erschienen
Das Thema „Ist Europa noch zu retten?“ steht über dem Band 39 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Herausgeber des Buches ist Dr. Gunter Willing. Er hatte die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai/ Juni 2019 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Die Beiträge entstanden aus Vortragstexten im Ergebnis der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie.
Autorinnen und Autoren sind Volker Mueller, Gunter Willing, Peter Wahl, Martin Becher/ Reiner Schübel, Martin Schippan, Christiane Heimann/ Luca Civale/ Helen Gloy, Christian Michelsen, Michael Schippan, Ulrich Schöning und Dieter Fauth.
Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt. Zu Europa gehören heute 49 souveräne Staaten, von denen zurzeit 28 Staaten die Europäische Union bilden.
Steht die Europäische Union für Frieden, Demokratie, Freiheit und Wohlstand? Die EU tritt in der allgemeinen Wahrnehmung meist im Krisenmodus auf. Dafür genügt es, die Schlagwörter „Brexit“, „Eurokrise“ und „Flüchtlingskrise“ in die Debatte zu werfen.
Hat die deutsche Regierung mit ihrem Verhalten die Risse im Fundament des europäischen Vereinigungsprozesses vergrößert? Die Symptome der EU-Krise sind vielfältig und schnell benannt – aber wofür stehen sie? Ist der Europäische Gedanke weiterhin tragfähig; welche Werte trägt die EU? Diese und andere Fragen öffnen den Blick für die komplizierte Geschichte Europas und verweisen darauf, dass bedeutende Territorien unseres Kontinents jahrhundertelang nicht nach Wien, Berlin, Paris oder London ausgerichtet waren, sondern nach Rom, Konstantinopel oder Moskau.
Die europäische Politik verschränkt sich mit dem gegenwärtigen Umbruch der Weltordnung und mit den Globalisierungsprozessen. Der „atlantische Block“, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter Führung der USA herausgebildet hatte, erscheint zerbrochen. Die Frage nach den Beziehungen der EU sowohl zu Russland als auch zu China, zu einem Land also, in dem sich eine stürmisch wachsende kapitalistische Marktwirtschaft mit dem Gewaltmonopol seiner Kommunistischen Partei verbindet, weist auf mehrfach widersprüchliche Konstellationen. Einerseits fürchtet man in Europa gerade China als Konkurrenten und will es kleinhalten. Andererseits bietet den europäischen Unternehmen der chinesische Markt auch große Gewinnchancen.
Rechte und populistische Kulturkämpfer, liberale Reformer und kritische, linke Europäer haben verschiedene Szenarien zur Krisenbewältigung entwickelt. Welche sind das? Verfügt die gegenwärtige Union überhaupt über einen ethischen Wertekonsens des kulturellen Zusammenhalts, die demokratischen Strukturen, die wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen und das rechtsstaatliche  Instrumentarium, um ihre komplexe und tiefgehende Krise zu lösen?
Dieses Buch widmet sich im Interesse der Aufklärung und des Humanismus einem aktuellen Thema und den interdisziplinär zu erörternden Daseins- und Wertefragen des gegenwärtigen und künftigen Zusammenlebens der Menschen auf dem Europäischen Kontinent. Die Beiträge befassen sich mit der Krise und den Chancen der Europäischen Union, ihren Ursachen, Hintergründen und Folgen sowie mit der Frage nach der Problemlösungsfähigkeit der EU. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine Reise in unsere Gegenwart und Zukunft gehen.
Das Buch ist über den Angelika-Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, zu beziehen

www.lenz-verlag.de | info@lenz-verlag.de | Tel. 06102-723509
 
151 Seiten | Berlin 2020 | ISBN 978-3-923834-37-2 | 19,90 €.
 
Dr. Volker Mueller, Falkensee
 

Jugendfeiern im Havelland finden statt!
Wie ungewohnt für uns, zu dieser Zeit zu Hause zu sein. Eigentlich müssten wir jetzt voller Vorfreude und Aufregung in die anstrengenden und wunderschönen Tage der Humanistischen Jugendfeier starten. Jetzt würden schon die ersten Feierstunden für die 14jährigen im Havelland laufen und alle würden mitfeiern. Aber in diesem Jahr soll alles anders sein, bei jedem von uns. Einige trifft diese Zeit sehr hart und andere kommen ganz gut durch. Tagesabläufe und Arbeitsstrukturen ordnen sich neu oder landen manchmal auch in einem Chaos.
Auf Grund der aktuellen Krisensituation durch die Coronavirus-Pandemie, die große Gesundheitsgefahren erzeugt und erhebliche Beschränkungen und Verbote mit sich brachte, mussten wir die Jugendfeiern 2020 verschieben. Große Veranstaltungen sind gegenwärtig nicht erlaubt. Aber wir werden die Jugendfeiern vereinbarungsgemäß in guter Qualität (später) durchführen. Sie fallen nicht aus! Alle Jugendfeier-Teilnehmenden und deren Eltern haben einen neuen Feiertermin von uns übermittelt bekommen, der im Frühjahr 2021 liegt.
Wir gehen davon aus, dass wir allen Familien mit der notwendigen Verschiebung der Humanistischen Jugendfeiern 2020 auch entgegenkommen. Damit wird der festliche Höhepunkt des Erwachsenwerdens und des Abschieds von der Kindheit durch die von uns gut vorbereitete Feierstunde für die Jugendlichen zu einem späteren Zeitpunkt würdig begangen werden können.
Dieses Jahr gibt es keine Jugendfeiern, aber sind wir mal ehrlich, erwachsen wird man sowieso nicht einfach über Nacht. Also lassen wir es im nächsten Jahr so richtig krachen und bereiten uns darauf vor. Im nächsten Jahr wartet eine Menge Arbeit auf uns, um die Jugendfeier 2020 und dann auch die Feierstunden zur Jugendfeier 2021 toll zu gestalten und gut zu organisieren.
Ich bin froh und dankbar, dass es unserem Jugendfeier-Team des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. gut geht! Und dass wir zusammenhalten und uns gegenseitig stärken. Doppelte Freude auf die Jugendfeiern im Jahr 2021 entsteht - ich freue mich jetzt schon.

Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.
Dr. Volker Mueller
Vorsitzender

Miteinander. gewaltfrei. Leben. gestalten!
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. trauert mit den Angehörigen um die ermordeten Mitmenschen von Hanau. Mit ihnen fühlen wir das Entsetzen und den Schmerz um den Verlust.
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verfolgt das Ziel, die Verwirklichung der Menschenrechte und Grundrechte im öffentlichen Leben der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht in dem Gedanken der Toleranz ein universelles Verhaltensprinzip und strebt dessen Verwirklichung in allen Lebensbereichen an. Der menschenverachtende Terroranschlag auf arglose Menschen in Hanau wie auch der weitere Anschlag am Rosenmontag, der zurückliegende Terroranschlag in Halle, der Mord an einem Regierungspräsidenten sowie ähnliche Gewalttaten sind mit dieser Vorstellung nicht vereinbar! Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. vertritt die Auffassung, dass Werte und Normen eines Gemeinwesens nur bei Wahrung der Würde jeder Einzelnen im Dialog vereinbart werden können. Der Maßstab hierfür ergibt sich aus dem Grundgesetz, in dem insbesondere die Einhaltung der Grundrechte die Qualität des Zusammenlebens prägen. Intolerante Ideologien, völkische Denkweisen und andere Formen des Rassismus, Dogmen, autoritäre Strukturen und Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung stehen im Widerspruch hierzu.
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. tritt für die Freiheit der Weltanschauung, des Glaubens, des Gewissens und der Religion ein. Er wendet sich jedoch gegen jegliche Gewalt gegenüber Mitmenschen: Das Selbstbestimmungsrecht der Einzelnen endet dort, wo die jeweils Andere in ihren Menschen- und Grundrechten verletzt wird.
 
Terror und Mord sind niemals hinnehmbar und müssen vom Staat sanktioniert werden. Jede Einzelne hier Lebende ist Teil dieser Gesellschaft. Die von den UN verabschiedeten Menschenrechte gelten für alle Bewohnerinnen der Bundesrepublik Deutschland - und sollten nicht nur gegenüber Diktatoren eingefordert werden. Die Achtung von Menschen- und Grundrechten ist nicht allein staatlichen Institutionen vorbehalten, sondern jede von uns, jede Einzelne, kann/muss diese Achtung in das gemeinsame öffentliche und private Leben einbringen. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. sieht im Recht auf Selbstbestimmung gleichzeitig auch die Pflicht zur Selbst- und Mitverantwortung der Einzelnen, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft gewaltfrei und unter Wahrung der Würde jeder Einzelnen zu gestalten.
 
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. verurteilt jede Gewalt  gegen andere Menschen. Jeder Anschlag und jedes Opfer sind eines:  - zuviel!
 

 
Swaantje Schlittgen
 
Präsidentin
 
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

Immer mehr Kirchenaustritte
KORSO fordert Konsequenzen in der Kirchenfinanzierung und hinsichtlich der Privilegien von Weltanschauungsgemeinschaften
Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Obwohl die deutsche Gesamtbevölkerung 2018 nur um 280.000 Personen angestiegen ist, verlor die katholische Kirche gegenüber dem Vorjahr rund 300.000 Mitglieder, die evangelische Kirche sogar 400.000. Die Gruppe der konfessionsfreien Menschen wiederum ist um mehr als 800.000 Personen  gewachsen.[1] Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Eine Prognose des  „Forschungszentrums Generationenverträge“ an der Universität Freiburg geht davon aus, dass die Kirchen bis zum Jahr 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder verlieren werden [2] und damit einen Anteil von unter 30% an der Gesamtbevölkerung einnehmen. ...weiterlesen...

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