2013 ist das Jahr der Aufklärung - Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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2013 ist das Jahr der Aufklärung

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Aufruf des DFW: 2013 – Jahr der Aufklärung

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. ruft auf, das Jahr 2013 zum Jahr der Aufklärung zu gestalten und sich intensiv mit den historischen und aktuellen Inhalten freien aufklärerischen Denkens und seinen gesellschaftlichen und weltanschaulichen Wirkungen zu beschäftigen. Anlass ist der 300. Geburtstag eines der schillerndsten und inspirierenden Köpfe der europäischen Aufklärung: Denis Diderot (1713 – 1784), der freidenkende Philosoph, Wissenschaftler, Schriftsteller, Dramatiker und Enzyklopädist. Aus der Zeit der Aufklärung heraus entwickelten sich die Geistesfreiheit, säkularer Humanismus und Menschenrechte.

Im Mittelpunkt der Befassung mit der historischen und aktuellen Aufklärung stehen die Entwicklung und Proklamierung der Menschenrechte und die Durchsetzung der bürgerlichen Verhältnisse für „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“.


Aufklärung heute

300 Jahre, nachdem Diderot geboren wurde, dessen Encyclopedie zum Symbol der Aufklärung wurde, fordern wir  die Fortsetzung der Aufklärung.

Es geht hier nicht um Wikileaks, nicht um gläserne Abgeordnete, nicht um Informationen über alles und jedes. Auch wenn die Aufklärung vor dreihundert Jahren sich in der Darstellung des gesamten Wissens der damaligen Zeit symbolisierte, war es nicht das Wissen an sich, das im Mittelpunkt stand, sondern das Fragendürfen, das Anzweifeln Können, die Suche nach bestem Wissen und Gewissen. Aufklärung hatte ein Ziel, nämlich Freiheit und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Wenn wir heute wieder Aufklärung fordern, dann zielen wir nicht allein auf diese Möglichkeiten, diese Freiheiten ab, sondern fragen immer auch nach dem Geist, aus dem heraus nach Antworten gesucht wird und welche Intention hinter unserem Wissenwollen steckt.

Wir fragen nach den ethischen Begründungen und den ethischen Forderungen, die Wissenwollen, Freiheit und Selbstbestimmung fördern und begrenzen. Wir fragen nach den Grenzen, die diesen Zielen gesetzt  werden durch Machtstrukturen. Wir fragen danach, ob solche Strukuren notwendig sind. Und wir fragen, wie Wissen selbst Macht bedingt und Grenzen setzt.

Aufklärung ist unbequem für alle, auch für diejenigen, die sie betreiben. Sie lebt aus der Reflexion über das eigene Wollen, und das der anderen, sie fragt dort weiter und zurück, wo das Gelände unübersichtlich wird.

Freie Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften entstanden aus dem Impuls der Aufklärung. Diesen Impuls wollen wir neu stärken und damit auch herausfordern: Religionen und Weltanschauungen, Ideologien der Wirtschaft und der Gesellschaft. Wir wollen neu fragen, wie Freiheit und Selbstbestimmung heute gelebt werden können vor dem Hintergrund aller positiven und negativen Erfahrungen, die mit diesen Zielen gemacht wurden.

Auf dieser Seite wollen wir sowohl Hinweise auf Veranstaltungen zum Thema Aufklärung bringen, aber auch Artikel und Essays zum Thema einstellen und laden Sie ein, sie zu lesen, sich anregen zu lassen, Ihrerseits zu fragen, was für Sie  Aufklärung heute bedeutet.

Renate Bauer



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